Songtext zur Jahreszeit: Dr Summer isch Verbii

dr summer isch vrbii
es isch e heisse summer gsii
u es isch viu passiert
u d wäut drääit sech no gäng

we me ferie het u gllich verdient
un es lüftli geit u d sunne schiint
isch ds läbe hie doch gar nid mau so schlimm

we me luegt was uf dr wäut so geit
u we me list was aus ir ziitig schteit
hei mir doch hie nid würklech grund zum gränne

solang dr chare louft u dini mannschaft gwinnt
u’s öppe für ne nöii schibe längt
ligts eigentlech doch no grad eso drinne

solang am morge geng e nöiie tag afaat
solang no chole chöme we me ds chärtli inelaat
solangs es biud git we me ar färnbedienig drückt

u solang me aus ma frässe wo me schlückt

Züri West – Dr Summer Isch Verbii (1991)

Feature zum Wochenende: iTunes 8 ist ein Genie

Jetzt hat sich die jahrelange Pflege meiner MP3-Sammlung gelohnt: iTunes 8 hat ein neues Feature das mir auf Knopfdruck eine Kompilation von Songs zusammenstellt, basierend auf dem aktuellen Song.

Sowohl bei mir auf dem Laptop wie auch auf meinen iPhone kann ich so den perfekten Song zum richtigen Moment zu einer ganzen Playlist ausbauen. Funktioniert bei mir umwerfend gut.

Das Problem einer multikulturellen Hochzeit

Vergangenes Wochenende hatte ich das Vergnügen der kirchlichen Trauung meines griechischen Studienfreundes G. mit seiner albanischen Freundin E. beiwohnen zu können. Die orthodoxe Zeremonie fand in Tirana, der Hauptstadt Albaniens statt. Für das anschliessende Fest fuhren wir nach Durrës ans Meer.

Es war die fröhlichste und unterhaltsamste Hochzeitsparty die ich je gesehen habe.

Das einzige Problem: Ich habe keine Ahnung welche Traditionen albanischer Herkunft ist und welche zur griechischen Kultur gehören. Und welche davon an diesem Abend durch interkulturelle Missverständnisse erst entstanden sind.

Weltuntergangshype in Mode

In wenigen Stunden wir der First Beam ausgestrahlt (Live Webcast ab 0830), die ersten Teilchen werden im LHC des CERNs beschleunigt. Ein Wunderwerk des Ingenieurwesens, internationale Kooperation, unglaubliche Organisation und die möglichen Konsequenzen für die Forschung sind für mich als Laie praktisch unfassbar.

Also überlasse ich die Physik den Experten und amüsiere mich über die entstehenden Internetphänomene: Die ganze Welt denkt mehr oder weniger ernsthaft an den bevorstehenden Weltuntergang. XKCD schreibt was wir alle denken. Die Skeptiker toben im Netz und die Physiker geben entnervt auf zu versuchen eine rationale Diskussion mit ihnen zu führen. Und wieder andere mach sich Gedanken zur musikalischen Untermalung der letzten Stunden auf Erden.

Schönen Tag noch, man sieht sich morgen.

Drawing Restraint #9

Ich dachte nichts könne mich noch erschüttern.

Die zynische Abgeklärtheit unserer Generationen lässt uns besonders im Bereich moderner Medien emotionslos über allen Dingen stehen (Mein Deutschlehrer nannte das mir gegenüber abschätzig den ‚direktorialen Habitus‘). Selten dringt noch etwas durch und anmerken lassen wollen wir uns erst recht nichts.

Es gibt wenig was mich emotional herausfordern kann, eine Ausnahme ist beispielsweise die letzte Episode der TV-Serie Six Feet Under. Oder aber einige Alben der Sängerin Björk und natürlich ihren Film Dancer In The Dark zusammen mit Lars Von Trier. Dieser Film im speziellen liegt bei mir auf DVD zu Hause, aber ich habe es nicht mehr gewagt ihn mir seit der Premiere noch einmal anzusehen.

Björk lebt mit den amerikanischen Künstler Matthew Barney zusammen. Aus dieser Beziehung ging nicht nur eine Tochter hervor, sondern auch der Experimentalfilm Drawing Restraint #9. Die Handlung…

…nun, ich fürchte mich davor diesen Film zu interpretieren. Nur schon der Gedanke an die Teezeremonie lässt mich nervös werden und in meinem Magen kommen komische Gefühle auf.

Drawing Restraint #9 zu sehen war ein Erlebnis. Anstrengend, aber überraschend bewegend. Ich bin doch noch nicht völlig emotionslos geworden.

Links zum Wochenende: Trailer für Bücher

Es existiert eine Subkultur die bis jetzt an mir vorbeigegangen ist: Trailer für Bücher.

Seiten wie Bookscreening.com oder Book-Trailers.net sammeln diese Werke: Werbeclips, Nachrichten von Autoren, Diashows in unterschiedlichsten Qualitäten. Von hochpoliert bis zum charmanten und ehrlichen hangemachten.

Dabei fällt mir vor allem etwas auf: Die Videos sind sehr textlastig.

Gefunden habe ich diese Szene bei der Suche nach den neuesten Informationen über Neal Stephensons neuestes Werk Anathem welches er in diesen Tagen veröffentlicht. Trailer? Na klar, hier!

Britisches Misstrauen

20080830_dvd_terrorism
Egal wohin man sich in London bewegt, die beobachtend lauernden Kameras sind überall. Die Polizei ist nicht so auffällig, aber wenn sie sich zeigt, dann schwerbewaffnet und gut gepanzert. Dazu kommen dauernde Sicherheitsdurchsagen und Warnsignale.

Die Stadt versinkt in ihrer Paranoia. Die Furcht vor jedem und allem ist allgegenwärtig.

Das Poster das ich hier fotografiert habe wirkt dafür entlarvend: DVDs kopieren wird mit Terrorismus und Kinderhandel verglichen. Zynisch benutzt die Konsumindustrie die staatlich verordnete Angst für ihre eigenen Zwecke.

Ich hoffe ernsthaft dass es bei uns nie so weit kommt.