Dieses Wochenende war es einmal wieder soweit: Mit einigen Studienkollegen prügelten und zauberten wir uns stundenlang durch Dungeons und kämpften gegen die Heerscharen des Bösen. Erstaunlich wie sehr uns die alten Spiele fesseln: Warcraft 3 (2002), Diablo 2 und Starcraft (1998!) sind immer noch unsere Favoriten.
Am Sonntag Nachmittag hatten wir erfolgreich die Videospielwelt von den schlimmsten Untätern befreit. Wir schlossen unsere Laptops, gingen nach Draussen und reibten uns verwundert in den Augen: Unser Effort schien nutzlos gewesen zu sein. Die Welt hat sich in der Zwischenzeit nicht gebessert, im Gegenteil.
Enttäuscht machten wir den nächsten Termin zur Realitätsflucht ab und gingen schlafen.
Drei Comics, von denen ich denke, dass sie zu meinem Charakter passen:
Ausgelöst wurde dieser Beiträge meinerseits durch das Anmeldeformular zur TEDx Geneva. Ich bin an folgendem Formularfeld gescheitert: List some of your lifetime achievements.
Ich bin überzeugt, dass die nicht das Recht haben, mir derart existenzielle Fragen zu stellen.
Eine Schwemme von glänzenden Münzen mit Prägedatum 2009 in meinem Portemonnaie lässt mich vermuten, dass dank der Wirtschaftskrise wieder mehr Bedarf an Kleingeld vorherrscht.
Sonntag Abend: Ich bemerke den Diebstahl und ärgere mich.
Dienstag Mittag: Ich erstatte Anzeige bei der Polizei. Eine Formalität welche von der Versicherung gefordert wird.
Dienstag Nachmittag: Ich melde den Diebstahl bei der Versicherung. Sie bietet mir dasselbe Velo-Modell als Ersatz oder die Auszahlung an. Ich wähle die Auszahlung.
Donnerstag Morgen: Das Geld trifft 48 Stunden später auf meinem Konto ein.
Donnerstag Mittag: Blogleser und Kollega Z. findet beim Joggen im Quartier mein Velo wieder. Es befindet sich unweit von meinem Haus entfernt, mit meinem Schloss verschlossen und praktisch unbeschädigt auf der Kasernenwiese.
Donnerstag Abend: Ich melde der Polizei den Fund. Eine Patrouille nimmt die Details auf. Weil aber die Versicherung bereits bezahlt hat, gehört das Velo juristisch nicht mehr mir. Der Fahrzeugsammeldienst der Polizei wird es am nächsten Tag mitnehmen.
Freitag Morgen: Die Versicherung wurde von der Polizei informiert und kontaktiert mich. Ich erkläre dass ich das Velo zurückkaufe.
Freitag ganzer Tag: In zig Telefonaten überzeuge ich die Polizei, dass die Angelegenheit erledigt sei, das Velo aus dem europäischen Velofandungsdienst revoziert wird und der Sammeldienst nicht zu kommen braucht.
Freitag Abend: Ich hatte Erfolg damit und nehme mein Velo zu mir zurück
Was mein Velo dort genau machte, weiss ich nicht. Ich habe keine Ahnung wie es dort hin gekommen ist.
Fazit der ganze Angelegenheit: Ich habe gelernt, dass meine Versicherung mir schon fast zu schnell und effizient ist, dass sie auch unkompliziert sein kann und dass es das Wort revozieren gibt. Alles in allem keine schlechte Erfahrung, auch wenn es mich einige Stunden Aufwand und Umstände gekostet hat.