Follonica

Follonica

„Dort war ich schon als Kind!“ kommentieren etwa die Hälfte aller Personen, welchen ich von unserem Reiseziel erzählte. Das Reka Feriendorf Golfo del Sole in der Toskana ist seit Jahrzehnten ein Klassiker für Familienferien.

Als familienfreundlichen Flitterwochen taugte es allemal, auch wenn A und ich mit K1 und K2 alle Hände voll zu tun hatten. Wir genossen zwei Wochen zusätzlichen Sommer, die Meersicht (Eingeschränkt durch die Insel Elba, welche jede Illusion von Unendlichkeit zerstörte), tägliche Gelati und das Nichtstun.

Nur eines machen wir wohl nicht wieder: Wir waren die einzige Familie, welche mit dem Zug anreiste. Alle anderen zogen es vor, ein Auto/Minibus/Lastwagen zu füllen und runter zu fahren.

Mallorca

Mallorca - Wandern

Mallorca - Nebel

Mallorca - Strand

Wohlverdiente Ferien, zehn Tage an der Sonne, unterwegs, am Strand und im Meer auf Mallorca. In der Nebensaison ist die Insel streckenweise wie ausgestorben: Leere Hotels, leere Feriensiedlungen, leere Strände. Nur Velofahrer und Rother Wanderführer-Wanderer.

Und: Das erste Mal mit Airbnb unterwegs. Unsere Finca war wesentlich besser und gemütlicher als alles, was uns die Reisebüros zeigen konnten.

Schottland

Schottland - Eastside Cottage

A., K1 und ich verbrachten unsere ersten gemeinsamen Ferien in Schottland. Für zwei Wochen wohnten wir südlich von Edinburgh in den Pentland Hills und wanderten etwas umher.

Ein schönes Land mit freundlichen Menschen und dem besten Sommer seit 15 Jahren. Das haben wir gut getroffen.

Schottland - Linksverkehr

Nur dass die immer noch links fahren… Nach diesem Schild am Flughafen geht es nach einem kleinen Strässchen direkt in einen Doppelkreisel. Danach habe ich ein Blackout bis wir bei unserer Hütte ankammen. Aber irgendwie konnten wir unseren Mietwagen am Schluss doch unfallfrei wieder abgeben.

Schottland - Nette Schilder

Und schottische Verbots- und Hinweisschilder sind ausserordenlich nett.

Schottland - Wortreiche Schilder

Wortreich, aber nett.

Ferien wie echte Schweizer

Die letzten zweisamen Ferien von A. und mir verbrachten wir in Ruhe in einer schönen Wohnung im Tessin. Und erlebten für einmal, was Ferien für echte Schweizer bedeutet: Stundenlanges Autobahnfahren, geschicktes Ausweichen auf die Passstrasse, stockender Kolonnenverkehr auf den Betonstrassen der Magadino-Ebene, Einparkieren zwischen riesigen metallic-grauen und schwarzen Innerschweizern SUVs und dann endlich, der Gemeinschaftspool inkl. Nachbarschaftsintrigen und anonymer Nachrichten. Shoppen in Luino, Gelati am Laufmeter, Grotto und Merlot, Anstehen im Coop Tenero, Feuerwerk auf dem See, Essen im Seven in Ascona, ino in Locarno und dann wieder im Stau vor dem Gotthard.

Entspannend, aber irgendwie extrem gewöhnlich.

In den Kykladen



A. und ich hatten dringend Ferien nötig. Wir flogen Ende September für zwei Wochen Richtung Griechenland, ausser dem Flug und zwei Übernachtungen in Athen hatten wir nichts gebucht. Unser Plan war Insel-Hopping: Mit der Fähre spontan von Insel zu Insel in den Kykladen zu ziehen.

Wir hatten Glück: Dank etwas Voraussicht bezüglich der Streiks, gutem Wetter und zufällig ausgezeichnetem Timing haben wir zwei erholsame Wochen ohne grosse Komplikationen verbracht.

Unsere Route: Nach einer Nacht aus dem wenig sehenswerten Athen geflüchtet (Am nächsten Tag hätten wir keine Möglichkeit mehr gehabt, den Hafen Piräus zu erreichen), mit der Fähre nach Paros, von dort nach Santorini, weiter nach Milos und über Sifnos zurück nach Piräus, von wo aus wir Athen links liegen liessen und direkt zum Flughafen fuhren. Auf den Inseln übernachteten wir jeweils drei mal, bevor wir uns von Hafen- oder Hotelpersonal über unser nächstes Ziel beraten liessen.

Anbei ein paar Notizen für diejenigen, welche beim Recherchieren ähnlicher Pläne auf diesen Artikel stossen:

September ist Nebensaison in Griechenland, Oktober sogar Neben-Nebensaison. Das heisst, dass mit Einschränkungen beim öffentlichen Verkehr zu rechnen ist, und nicht mehr alle Hotels offen sind. Auf der anderen Seite geniesst man dafür menschenleere Strände, ruhigere Städte und lächerliche tiefe Zimmerpreise. Das Wetter und das Meer sind noch warm, erst am Ende unserer Reise kam der erste Regen nach sechs Monaten.

Wandern lässt sich ganz gut, es gibt hervorragende Wanderkarten auf den Inseln zu kaufen. Die Ausschilderung ist unterschiedlich gut. Im Frühling muss es unglaublich grün sein, jetzt im Herbst dominiert ausgetrocknete Vegetation die Landschaft.

Wir machten gute Erfahrungen mit folgenden Hotels (Alle mit Blick aufs Meer, natürlich):

Wer sich gerne weitere 500 Fotos von Sandstränden, Olivenhainen, Sonnenuntergängen und Felsformationen ansehen möchte, darf sich gerne bei uns melden.

Island 2010

A’s und meine Ferienreise vom Juli in Zahlen und ein paar Fotos (Für einen ausführlicheren Bericht und hunderte von Fotos musst du schon persönlich vorbei kommen.):

  • 19 Übernachtungen, davon 12 in Jugis und 7 im Zelt. (Einziger Ausrüstungsfehlgriff: Das zu grosse Zelt und zu sommerliche Schlafsäcke sorgten für kalte Nächte.)
  • 3500km Fahrt in unserem VW Polo, schätzungsweise 250l Benzin verbraucht, bei 2 SFr./l
  • 46 Stunden gewandert
  • Robben gesehen, von Raubmöwen angegriffen worden, Papageientaucher beobachtet (Und A. hat zwei Tage später einen gegessen.)
  • Ein Dutzend verschiedenere Landschaften auf engstem Raum gefunden (Wüste, Steppe, Lavafelder, blubbernder Schlamm, Grasland, Berge, weisse Strände, schwarze Strände…)
  • In drei natürlichen Hot Pots gebadet
  • Einfach das Land genossen… (Geregnet hat’s selten.)

Spektakuläres Land. Damit schliesst sich für mich ein Kreis, der vor mittlerweile 15 Jahren begonnen hat.

Schweden

Soeben zurück aus den Ferien.

Zu müde um kohärent zu posten (Und konnte kaum ‚kohärent‘ schreiben).

Unterschiedliches Wetter, erste Woche auf einer Insel vor Dalarö in der Nähe von Stockholm. Motorboot kaputt gemacht. Gestrandet.

Zweite Woche erfolgreicher: Mit dem Kanu von über die norwegisch-schwedische Grenze (Tolle Grenzmarkierungen!) gepaddelt, danach zurück Richtung Süden nach Arvika. Das Wetter war sehr wechselhaft. Am zweitletzten Tag war der Regen so stark wie ich ihn noch nie erlebt hatte.

Letzte Übernachtung in Stockholm, gestern. Um beim maritimen Thema zu bleiben: Die Jugi war auf einem alten fixierten Segelschiff.

A propos Schiff: Das Vasamuseum ist toll.

Jetzt zurück. Kein einziges Ikea gesehen. Dafür 7 Tafeln Daim-Schokolade im Handgepäck.

Gute Nacht.