Neulich bei meinem Stammcoiffeur

Sie: <schnipsel, schnipsel>

Ich: „Oh, ihr habt hier etwas umgestellt.“

Sie: „Ja, der Besitzer hat gewechselt.“

Ich: „Aha. Sie habe ich hier auch noch nie gesehen.“

Sie: „Ja, wir sind alle neu, die ehemaligen Angestellten haben alle gekündigt.“

Ich: „Aha.“

Sie: <schneid schneid>

Ich: „Aber… dann ist das hier eigentlich gar nicht mehr mein Coiffeur?“

Sie: „Nein.“

Zwei Kopfhörer und 11 Rechnungen

20090121_apple_invoices

Das ging schnell.

Letzte Woche bemerkte ich dass meine iPhone-Kopfhörer nicht mehr richtig funktionierten. Natürlich suchte ich den Fehler zuerst bei meinen eigenen Ohren, fand aber schnell heraus dass es doch an den Kopfhörern lag.

Zeit einmal mehr den Apple Support in Anspruch zu nehmen. Bisher lies er mich noch nie im Stich. Und tatsächlich, auch dieses Mal klappte alles wie am Schnürchen:

Dienstag Nacht: Auf der Apple-Webseite den Online-Serviceassistenten gestartet, Seriennummer eingegeben und mich durchs Formular geklickt.

Mittwoch: Apple bestätigt, dass sie mir neue Kopfhörer schicken.

Donnerstag: Die Kopfhörer liegen im Briefkasten. Zusammen mit der Aufforderung, das defekte Paar per Kurier zurückzuschicken.

Freitag, 13:00: Ich rufe UPS an und melde, dass ich eine kostenfreie Rücksendung habe.

Freitag: 15:30: Der Kurier taucht im Geschäft auf und nimmt das Couvert entgegen. Fertig.

Wow. Wenn nur alle Dienstleister so schnell wären. Und mein Glaube an Kurierdienste ist auch wiederhergestellt: In der Vergangenheit hatten sie meine Geduld jedes Mal strapaziert.

Zwei Absurditäten hat die ganze Geschichte: Die ‚Proforma Invoice‘, d.h. die Rechnung welche ich zu bezahlen hätte, wenn ich die Rücksendung nicht innerhalb von 10 Tagen gemacht hätte, lag in 11-facher Ausführung der Lieferung bei. Das ist etwas viel, tatsächliche wollte der Kurier nur 3 unterschriebene Rechnungen zurück.

Zweiter Punkt: Für ein paar Kopfhörer, welche einen Materialwert von ca. 15.- SFr. haben und welche kaum repariert, sondern nach der Rücksendung sicher sofort weggeworfen werden, zahlt Apple zweimal eine Kurierfahrt. Das tönt für mich verdächtig nach fixen Geschäftsprozessen, welche unbedingt Missbrauch verhindern wollen, egal zu welchem Preis.

(Und eigentlich noch absurder ist, dass ich diesen Prozess überhaupt initiert habe: Ich habe mir vor kurzem Sennheiser MM 50 bestellt.)

Getting Things Done via Telefon

Unterwegs und weit entfernt von der heimischen Inbox für dein GTD? Ab heute bieten die Swisscom Labs einen gratis Service namens Memo Nummer an: Einfach 0900 079 079 anrufen und sich selber eine Sprachnachrichten in die Zukunft schicken.

Einfach und direkt.

Hey, damit könnte ich mir selber zum Geburtstag gratulieren. Oder nach meinem Tod meinen Handyerben verwirren.

(Bis Ende 2007 ist der Service gratis. Disclaimer: Ich arbeite zwar für die Swisscom, aber nicht in dieser Gruppengesellschaft.)

Warum ich online einkaufe (Und nicht bei Meier Sound & Vision)

Es gibt genügend Vergleichsseiten im Internet um sich schnell einen Überblick über die aktuellen Preise von Unterhaltungselektronik zu verschaffen. Obwohl ich nicht der Geiz-ist-Geil-Typ bin, vezichte ich bei Unterschieden zwischen Laden- und Versandpreis von über 20% gerne auf Support und Beratung und ziehe den günstigeren Anbieter vor. Beraten kann ich mich ja auch selber, JFGI.

Also habe ich nach etwas umhersuchen mein neuestes Spielzeug beim Onlineversandhändler Architronic bestellt, einem Billiganbieter mit null Service. Die Lieferung kam schnell an, ich bin vollständig zufrieden.

 

Und offline?

Einige Tage später bemerke ich dass es von Sony eine Garantieverlängerung für ihre Kameras gibt. Leider führt Architronic das nicht in ihrem Sortiment, deshalb lief ich schnurstracks zum Sony-Center von Meier Sound & Vision. Teurer schöner Laden mit kompetenter Bedienung. Dachte ich.

Auf meine Frage ob sie mir eine Garantiverlängerung verkaufen würden obwohl ich das Gerät nicht bei ihnen erworben habe, wurde ich barsch abgewiesen: Nein, es sei unmöglich, das komme halt davon wenn man im Versandhandel einkaufe, etc., etc.

Die Schuld wurde natürlich auf Sony abgeschoben. O-Ton: Wir haben nur vorgefertigte Formulare und können das nicht ändern.

 

So ein Schwachsinn. Kaum war ich zu Hause hatte ich die Sony-Bestellseite auch schon gefunden.

Ich werde in Zukunft auf solchen Service verzichten und lieber gratis Google fragen.

Rasanter Apple-Service und elende Kuriere

Ich bin beeindruckt: Am Sonntag habe ich das Supportformular wegen meiner defekten iPod-Ohrhörern ausgefüllt (Die sind dem aktuellen Schweizer Klima einfach nicht gewachsen) und bereits am Dienstag waren sie da.

Naja, fast. Einmal mehr fand der Kurierdienst mein Haus nicht. Ob die Map.Search.Ch nicht kennen?

Das ist nicht das erste Mal dass einer der grossen Anbieter bei mir versagt. Gewiss, das Haus hier in Konolfingen ist etwas hinter einer Kirche versteckt, aber auch schon früher inmitten der Stadt Lausanne durfte ich regelmässig Kuriere zu meiner Wohnung lotsen.

Ich bin etwas verwirrt: Habe ich nur Pech oder sind diese Dienste so auf Geschäftslieferungen ausgerichtet dass sie von Privatkunden vollkommen überfordert werden?