Sony Kamera-Feuchtigkeitssensor ‚reparieren‘

Meine gute alte Sony Videokamera HDR-HC1 meldete seit einiger Zeit mit dem Fehlercode C:21:00 dass sich Feuchtigkeit im Gehäuse befinde. Als Konsequenz erlaubt die Kamera keine Operationen mit dem Bandlaufwerk mehr, d.h. Aufnehmen und Abspielen von DV-Kassetten ist nicht mehr möglich. Die Meldung blieb über mehrere Wochen auf dem Display, trotz dem Aufbewahren des Gerätes an einem trockenen Ort.

Nach einigem Rumsuchen im Netz fand ich folgende zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben:

  • Kamera im Backofen backen. Falls sich tatsächlich Feuchtigkeit im Gehäuse befinden sollte, kann man versuchen die Kamera 20 Minuten auf 40-50° im Backofen zu erwärmen. Unbedint alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen, insbesondere der Batterie tut diese Methode gar nicht gut. Kassettenlaufwerk offen lassen. Die Kamera vor dem Benutzen wieder abkühlen lassen.
  • Starker Schlag auf das Gehäuse. Vermutet man, dass nur der Sensor spinnt und die Kamera intern trocken ist, kann das Problem mit einem kräftigen Schlag auf das Gehäuse lösen. Wieder alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen.

Diese Methoden sind auf eigene Gefahr anwendbar. Mir haben sie geholfen, ohne die Kamera zu beschädigen. Wer noch über Garantie auf seinem Gerät verfügt, sollte besser diese in Anspruch nehmen.

Sony hat das Urheberrecht auch nicht im Griff

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Bei meinem Besuch auf dem Potsdamer Platz vor zwei Wochen stiess ich unter dem Sony Center auf ein interessantes Schild. Neben einigen Fotos und Illustration über die bewegte Geschichte des Platzes, gleich unter der europäischen Sony Zentrale, findet sich folgende Notiz:

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Sony hat das Urheberrecht selbst nicht im Griff! (Aber das ist ja nichts neues.)

Warum ich online einkaufe (Und nicht bei Meier Sound & Vision)

Es gibt genügend Vergleichsseiten im Internet um sich schnell einen Überblick über die aktuellen Preise von Unterhaltungselektronik zu verschaffen. Obwohl ich nicht der Geiz-ist-Geil-Typ bin, vezichte ich bei Unterschieden zwischen Laden- und Versandpreis von über 20% gerne auf Support und Beratung und ziehe den günstigeren Anbieter vor. Beraten kann ich mich ja auch selber, JFGI.

Also habe ich nach etwas umhersuchen mein neuestes Spielzeug beim Onlineversandhändler Architronic bestellt, einem Billiganbieter mit null Service. Die Lieferung kam schnell an, ich bin vollständig zufrieden.

 

Und offline?

Einige Tage später bemerke ich dass es von Sony eine Garantieverlängerung für ihre Kameras gibt. Leider führt Architronic das nicht in ihrem Sortiment, deshalb lief ich schnurstracks zum Sony-Center von Meier Sound & Vision. Teurer schöner Laden mit kompetenter Bedienung. Dachte ich.

Auf meine Frage ob sie mir eine Garantiverlängerung verkaufen würden obwohl ich das Gerät nicht bei ihnen erworben habe, wurde ich barsch abgewiesen: Nein, es sei unmöglich, das komme halt davon wenn man im Versandhandel einkaufe, etc., etc.

Die Schuld wurde natürlich auf Sony abgeschoben. O-Ton: Wir haben nur vorgefertigte Formulare und können das nicht ändern.

 

So ein Schwachsinn. Kaum war ich zu Hause hatte ich die Sony-Bestellseite auch schon gefunden.

Ich werde in Zukunft auf solchen Service verzichten und lieber gratis Google fragen.

Sony HDR-HC1 als iChat-Firewirekamera benutzen

Oder wie man eine 2500.- SFr. Kamera als Webcam missbraucht:

Sony HDR-HC1

– Kamera aufstellen, verbinden und auf Tape-Modus gehen.
– Im Menu Std. Einst. wählen, danach Aufn. Format auf DV wechseln. Dazu noch unter DV-Einstell. die Option Breitbild auf 4:3 umstellen.
– iChat anwerfen et voilà.

Besonders effektvoll ist der Tele Macro:

Tele Macro

In Zukunft braucht man nur noch Aufn. Format zu wechseln. Am einfachsten geht das wenn man den Punkt Aufn. Format ins P-Menu aufnimmt. Die grauen Balken an der Seite des Displays weisen dabei auf die aktuellen Einstellungen hin, so dass man hoffentlich nie mit dem poppeligen DV aufnimmt wenn man HDV möchte.

Die PSP & RSS

Sony aktualisiert kontinuierlich das mitgelieferte Betriebsystem der Playstation Portable und packt dabei ständig neue Features rein; letzthin war es ein Webbrowser und jetzt ein RSS-Reader.

Die Implementation ist… naja, halb gelungen, halb verknorzt und leider etwas stark limitiert. Neue Feeds kann man nur auf die eine Art hinzufügen: indem man einen entsprechenden Link komfortabel im Webbrowser auswählt. Danach taucht der Feed ausserhalb des Webbrowsers unter RSS-Kanal auf. Editieren oder hinzufügen ist dort nicht möglich, nur löschen der Feeds.

Die stärkste Limitation stammt aber von den wiedergegebenen Inhalten ab: Nur MP3s werden gestreamt, Text oder Video ist aber beides nicht möglich. Die Funktion ist also ausschliesslich für Musik-Wiedergabe und Podcasting gedacht.

MP3s werden dann gestreamt und nicht auf dem Memory Stick gespeichert. Das ist sowohl ein Vorteil (Keinen Platzverbrauch auf dem Medium) als auch ein Nachteil (Ständige WLAN-Verbindung erforderlich).

Fazit: Nettes Feature, aber der praktische Nutzen ist wegen der Netzabhängigkeit nur begrenzt.

Zwei Links zum Ausprobieren: Starfrosch & Escapepod

Die Sony PSP wird zum Webtablet

Mit dem heutigen Update wird die Sony PSP (In Europa noch gar nicht erhältlich) zum Webtablet: Ein Webbrowser ist jetzt standardmässig intergriert und überraschend leistungsfähig: SSL, CSS, JavaScript und Tabs sind alle funktionstüchtig. Wirklich fehlen tut nur Flash, aber wer vermisst das schon? AJAX scheint nicht komplett zu funktionieren oder wird von Browserweichen abgefangen, zumindest Gmail schaltet zu seiner Pur-HTML-Seite.

Webseiten können entweder in Originalbreite gezeigt werden, auf die Bildschirmbreite runtergebrochen (480 Pixel) oder mit einem sogennanten Smartfit etwas umgemodelt werden. Die Bedienung ist relativ einfach, ein intelligenter Texteingabe-Modus für URLs lindert die Schmerzen über die fehlende Tastatur. Was eventuell etwas verwirrt ist dass Links die Seiten in neuen Fenster öffnen möchten, diese in einem der drei Tabs öffnet.

Witzig, wie sich dieses Gerät von einer reinen Videospielmaschine zu einem portablen Videoplayer und jetzt zu einem kleinen Webtablet entwickelt. Ein Wunschtraum wird wohl bleiben dass Sony die Plattform öffnet und eigene Programme zulässt. So etwas wie im Stil von Nokias 770 wäre ideal.

Ãœbrigens: Der User Agent ist Mozilla/4.0 (PSP (PlayStation Portable); 2.00).