Swisscom Mobile Abo: Eigene Daten schützen

Aktuell ist in verschiedenen Medienberichten zu Lesen, wie die Swisscom deine Mobiltelefoniedaten anonymisiert unter dem Deckmantel von Big Data weiterverkauft.

Die Berichte erwähnen die Möglichkeit eigene Daten aus diesem Verkaufsangebot zu entfernen. Komischerweise verlinkt aber keiner der Artikel direkt auf die Seite mit der entsprechenden Einstellung.

Die Freigabe deiner Daten kannst du auf der Seite Smart Data im Kundencenter der Swisscom unterbinden. In der My Swisscom-App fehlt diese Funktion.

Sicherheitslücke in der My Swisscom-App

Zufällig bin ich in der My Swisscom-App über eine unangenehme Sicherheitslücke gestolpert.

Ich habe die Details soeben der Swisscom kommuniziert und warte auf eine Antwort. Maximal 30 Tage lang.

Update vom 5.3.2013: Das Swisscom CSIRT hat den Empfang meiner Meldung bestätigt und intern einen Security Incident eröffnet.

Update vom 22.3.2013: Die Swisscom hat mich telefonisch kontaktiert, eine Lösung in Aussicht gestellt und mich auf ein persönliches Gespräch eingeladen.

Update vom 28.3.2013: Der Sicherheitschef der Swisscom hat sich mit einem Mittagessen bei mir bedankt und eine Publikation des Problems auf den 02.04.2013 versprochen. Behoben wird es wohl erst einen Monat später.

Update vom 3.4.2013: Die Swisscom hat Sicherheitshinweise auf ihren Webseiten und in der App platziert.

Open WorkBox: Gefangen in der Öffentlichkeit

Da konnte ich doch nicht widerstehen: Die Swisscom bietet drei temporäre Arbeitsplätze in Schweizer Bahnhöfen gratis zum Testen an: Die Open WorkBox. Noch bis zum 25. März darf man diese überdimensionierte Telefonzelle für bis zu einer Stunde am Stück in Beschlag nehmen. Danach werden 14.- 28.- SFr. pro Stunde für die Benutzung fällig.

Open ist sie allerdings nicht: Ich muss mich zuerst über ein unsägliches Webinterface (Rooms Pro) registrieren und anmelden. Das ist derart umständlich gelöst, dass es sich nicht spontan machen lässt: Selbst mein Safari auf dem iPhone 4 kam kaum mit der Oberfläche zurecht. Eine frühzeitige Reservation an einem Desktop-PC ist fast unumgänglich und widerspricht etwas dem Prinzip des spontan nutzbaren Arbeitsplatzes.
Ich kämpfte mich darauf durch eine typische Businessapplikation: Überladen, unnötige Features, nicht funktionierende Karten, unnütze Informationen und schlussendlich konnte ich mich nicht einmal abmelden.

Wenige Minuten nach der Reservation wurde ich zugespammt: Jede Änderung an der eigenen Buchung provoziert eine Mail. Da ich zum Ausprobieren gleich zwei Buchungen hintereinander gemacht hatte (Und dabei die zweite fast nicht mehr annullieren konnte), bekam ich gleich den doppelten Abfallberg geliefert.

Ausgerüstet ist sie mit allem, was man so braucht: (Kabel-) Internet, Strom, Drucker, Ablagefläche und Heizung. Und 50824398 kleinen, von Hand ausgeschnittenen Papierschildern, welche die Benutzung der verschiedenen Knöpfe und Steckdosen erklären (Inkl. 2x Keine Funktion). Sogar eine Videokonferenzanlage wäre eingebaut, ist aber im Moment nur von beschränktem Nutzen: Sie ruft entweder eine Webcam in Oslo auf, oder eine der anderen Boxen. Mit mir wollte leider niemand sprechen.

Die ganze Idee ist zwar witzig, aber irgendwie fühle ich mich hier drinnen nicht wohl: Während ich diese Zeilen schreibe, ziehen Dutzende von Passanten gut hörbar an der Box vorbei. Gelegentlich klopft jemand an die kleinen Fenster oder versucht herein zu sehen. Trotz des Sichtschutzes fühle ich mich etwas exponiert. Die Box ist vom Platz her zwar grosszügig, aber ich mag mich doch nicht derart ausbreiten, wie ich das in einem Café oder in einer Bibliothek machen würde.

Billig wird es auch nicht sein: In einem Starbucks kriege ich zum Preis einer Stunde Open WorkBox mehr als eine heisse Schokolade. Hier drinnen fehlt die Kaffeemaschine. Und die Gemütlichkeit.

Und jetzt raus hier.

(Disclaimer: Nein, ich arbeite schon seit Jahren nicht mehr bei der Swisscom.)

Update: Wie heisst es so schön: Der erste Eindruck zählt. Die Swisscom hat soeben die Reservationsoberfläche stark überarbeitet. Sie sieht jetzt wesentlich benutzerfreundlicher aus. Dummerweise kommt die Revision zu spät: Ausgerechnet heute erscheint dieser Blogartikel mit der Kritik an der alten Oberfläche in der Berner Zeitung.

Update 2: Im November 2011 gibt die Swisscom bekannt, dass das Projekt trotz erfolgreichem Test, nicht weitergeführt wird.

iPhone 3G-Tarifrechner

Ich bin nicht immer einer Meinung mit Ralf Beyeler von Comparis*, aber er hat recht mit der Aussage dass Mobiltelefontarife verwirrend sein können^:

Ich habe einen einfachen iPhone 3G-Tarifrechner gebastelt und kann beim besten Willen nicht sagen ob er richtig rechnet oder nicht. Während des Entstehens ist das Kleingedruckte gewachsen und gewachsen und ich habe das Gefühl dass ich sicher die eine oder andere Klausel übersehen habe.

Trotzdem, für einen ungefähren Überblick über die in Zukunft anfallenden Kosten sollte er ausreichen.

* = Er glaubt nicht dass 25’000 iPhones in einem Tag verkauft werden. Soweit ich weiss hat aber die Swisscom alleine bisher 60’000 Vorbestellungen erhalten.

Update: Amira hat einen Fehler bemerkt: Die Tarife Optima 30 und Optima 100 werden zu teuer berrechnet. Ich werde den Fehler so schnell wie möglich beheben.

Update II: Fehler mit Optima 30 und Optima 100 behoben.

Update III: Ich habe den Rechner offline genommen.

Swisscom publiziert iPhone-Tarife und verlangt überraschend wenig

Jetzt sind sie da: Zehn Tage vor der offiziellen Lancierung des iPhones in der Schweiz publiziert die Swisscom ihre Tarife.

Und es sieht gut aus: Zwar keine Datenflatrate, aber nur 55.- SFr. für 1gb/Monat ist wesentlich günstiger als ich es mir persönlich erhofft hatte. Ich rechnete mit mindest Abokosten von 60-70.- SFr. Und muss jetzt mal bei Habi und Chm nachfragen wieviel Daten sie so bisher pro Monat verbraten haben. 250mb oder 1gb, das ist die Frage.

Swisscom bestätigt iPhone-Angebot

Ich habe mich komplett aus den Gerüchteküchen fernzuhalten versucht und wartete jetzt über ein Jahr auf diese Meldung hier: Die Swisscom bestätigt dass sie ab diesem Jahr das Apple iPhone anbieten wird. Ausser dieser wichtigen Information sind noch keine Details bekannt. Wer will darf sich dafür in den einschlägigen Blogs über potentielle Features informieren.

Endlich. Wenn es diesen Sommer nicht so weit gewesen wäre, hätte ich mir selber eines importiert.

Gratis Swisscom-Public WLAN für Bluewin ADSL-Kunden läutet die Zukunft ein

(Oder: Free SC-PWLAN 4 BW-ADSL User 4ever?)

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Wie bereits bei EightyOne gepostet, aber sonst kaum beworben, hat die Swisscom noch bis Ende Monat einen Testbetrieb ihres öffentlichen Wirelessnetzwerkes für Bluewin ADSL-Kunden laufen. Einfach auf einen der scheins allgegenwärtigen Hotspots mit der Kennung MOBILE verbinden und den Webbrowser benutzen. 60 Minuten (Abgerechnet in 15 Minuten-Schritten) hat man nach Eingabe des Passwortes zu gut. Es handelt sich übrigens um das Kontopasswort das zur Telefonrechnung führt, nicht das ADSL-Passwort für die Verbindung.

Nett. Mich persönlich hat das System nach wenigen Minuten leider wieder hinausgeschmissen und eine Neuverbindung brachte keine Daten mehr ein. Besonders unschön: Beim erfolglosen Verbindungsversuchsaufbau erscheint mein Benutzername und Passwort im Klartext in der Adresszeile. Hat wohl wieder jemand GET mit POST verwechselt.

Ich wagte letzthin in einem Gespräch die Aussage dass in schätzungsweise zwei Jahren diese Authentifizierungsdialoge eh verschwinden werden. WLAN wird derartig verbreitet sein dass wir uns an die ständige Verbindungsmöglichkeit zum Netz schnell gewöhnen werden. Und analog zur Entwicklung bei den DialUp-Zugängen wie 1999 werden auch die Preise schnell auf 0.- Sfr/Minute sinken. Ich freue mich bereits jetzt.