Livestreaming in der Pandemie

Björk live in concert

Ich bin gespannt darauf, welche Bereiche unseres Lebens von der Pandemie permanent verändert werden. Einen Aspekt den wir gerne behalten können: Das Livestreaming von Konzerten.

Die isländische Sängerin Björk hat in den vergangenen Wochen vier verschiedene Konzerte quer durch ihr Repertoire gegeben, allesamt im Opernhaus in Reykjavik. Wäre diese Konzerte nicht live gestreamt worden, hätte ich keine Chance gehabt mit dabei zu sein.

Und so genoss ich die Spektakel von meinem warmen & sicheren Bett aus.

Link zur dunklen Jahreszeit: alledin.ch

LED-Ständerlampe

Bei Halogenlampen verpuffen 95% der verbrauchten Energie als Wärme, nur 5% gehen ins Licht. Das Bundesamt für Energie findet das Verschwendung und subventioniert den Ersatz von Halogenständerlampen durch LED-Varianten mit 40% (Max. 125.-): alledin.ch.

Diese Energiebilanz ist so schlecht, dass der Energieaufwand zur Produktion einer LED-Leuchte innerhalb von 6 Monaten kompensiert ist.

Erfahrungsbericht

  • LED-Ständerlampe gekauft, im Laden gleich die alte Halogenlampe entsorgt und dabei fotografiert.
  • Am gleichen Tag das Formular auf alledin.ch ausgefüllt (Hatte ein, zwei kleine Fehler, aber Bestätigungsmail kam sofort.)
  • Am gleichen Tag wurde mein Fördergesuch bewilligt.
  • Sechs Tage später war das Geld auf unserem Konto.

Die Aktion läuft noch bis Ende Jahr, danach sinken die Förderbeiträge. Kleingedrucktes beachten: Die neue Lampe muss mindestens 125.- kosten.

Referenzmaterial Softwarearchitektur

Dieses Jahr habe ich erfolgreich das CAS Softwarearchitektur an der Berufsfachhochschule Bern absolviert. Anbei eine Sammlung von relevantem Material zum Thema:

Bücher

Das Standardwerk im deutschen Sprachraum: Gernot Starke – Effektive Softwarearchitekturen. Eines der vier Module meines CAS‘ hat durch dieses Buch geführt; als Gruppenarbeit haben wir eine Architekturdokumentation anhand der arc42-Vorlage aus dem Umfeld des Autoren erstellt.

Kurz und knapp, ziemlich frisch: John Ousterhout – A Philosophy of Software Design. Einzige das Thema Testing handelt er viel zu knapp ab.

Auf meiner Noch-zu-Lesen-Liste: Das Tandem der beiden Werke Derek Jones – Evidence-based Software Engineering (Das Cover lohnt sich zu studieren) und Laurent Bossavit – The Leprechauns of Software Engineering.

Essays & Talks

Noch immer ein Favorit von mir: Das Essay Dan McKinley – Choose Boring Technology.

Einen Überblick über die Rolle Softwarearchitekt:in gibt der Talk Gregor Hohpe – The Architect Elevator. (Das Buch dazu kenne ich nicht.)

Kritischer ist da der Talk Greg Wilson – Software Engineering’s Greatest Hits, welcher dieselben Fragen stellt wie die oben erwähnten Derek Jones & Laurent Bossavit.

Und weil es gerade so schön frech ist: Allen Holub – The Death Of Agile

Blogs & Podcasts – Auf dem Laufenden bleiben

Der Klassiker: Martin Fowler und Freunde schreiben regelmässig in ihrem Blog neue Essays.

Im deutschen Sprachraum verfolge ich gerne Eberhard Wolff -Software Architektur Im Stream.

Kurzkritik: Dennis Villeneuve – Dune

Dune (2021) ist die dritte Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Klassikers von Frank Herbert. Gross, bombastisch, mit fantastischen Bildern und eigentümlichen Sound.

Was mir besonders gefallen hat: Der Mut, nicht alles haarklein zu erklären. (Ich wünschte mir fast diesen Film ohne Vorwissen gesehen zu haben, das wäre eine spannende Reise gewesen.)

Sehenswert.

Kurzkritik: Frank Herbert – Children Of Dune

Der dritte Teil aus der Dune-Reihe von Frank Herbert hat mich nicht mehr so gepackt wie es noch der erste Band tat. Die Story selber ist weiterhin spannend, aber die Mythologie und Exotik wirkt etwas bemüht.

Aus früheren Erfahrungen weiss ich, dass das ein guter Punkt ist mit der Reihe aufzuhören. Die nachfolgenden Bücher werden zunehmend plump.

Da bin ich doch eher auf die neue Dune-Verfilmung von Dennis Villeneuve gespannt, welche bald veröffentlich wird.

secrethubwarden – Secrets von Bitwarden zu GitHub synchronisieren

Bitwarden ist aktuell mein persönlicher Passwortmanager. Und meine privaten Projekte deploye ich bevorzugt über GitHub Actions. Dabei verwende ich Repository Secrets um sensitive Daten wie Passwörter oder Secret Keys sicher abzulegen. Das manuelle Herumkopieren dieser Daten ist allerdings fehleranfällig und hätte ich gerne automatisiert. Eine existierende Lösung für mein Problem fand ich nicht, dafür ein Projekt mit ähnlicher Funktionalität: envwarden. Davon inspiriert habe ich mir ein eigenes Skript geschrieben und veröffentlicht:

secrethubwarden

(Habe ich an dieser Stelle schon mal erwähnt, dass ich schlecht im Namen vergeben bin?)

Dieses Bash-Skript nimmt die Konfigurationsdatei .secrethubwarden mit folgendem Format:

MY_SECRET_PASSWORD=secrethubwarden Example Password
MY_SECRET_NOTE=Secret Note Name

Danach benutzt es die Bitwarden-CLI um im Passwort-Vault das entsprechende Passwort (z.B. secrethubwarden Example Password) zu suchen, und schreibt dieses mit der GitHub-CLI als Repository Secret (Hier: MY_SECRET_PASSWORD) hinein. Ohne dass du dein Passwort je zu Gesicht bekommst.

Ich benutze secrethubwarden bereits erfolgreich in verschiedenen Projekten. Es ist etwas langsam, aber es nimmt mir viel Handarbeit ab. Und animiert mich damit dazu sensitive Daten noch konsequenter aus dem Sourcecode rauszuhalten.

Feedback ist willkommen.

Kurzkritik: Stanisław Lem – Sterntagebücher

Die Kurzgeschichten von Stanisław Lem in der Sterntagebücher-Sammlung (Geschrieben 1957 bis 1971) sind herrlich altmodische Science Fiction-Reiseberichte mit einem wunderbar altmodischen trockenen Humor. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Ok, vielleicht ist das Buch auch etwas veraltet: In der ganzen Sammlung tauchen viele Personen auf, davon sind gerade mal drei Frauen, von denen genau eine auch einen Namen erhält. Spannend, wie einem das auffällt.

Anlesetipp: Die Waschmaschinentragödie.

Weil kaum Volltext der Sterntagebücher online zu finden sind, kann auch einen Blick in die TV-Adaption Ijon Tichy – Raumpilot werfen.

Das dritte Jahrhunderthochwasser innerhalb 25 Jahren

Screenshot Aare.guru bei Hochwasser

Als ich vor zwei Jahren die offiziellen Gefahrenstufen für Hochwasser des BAFUs im Aare.guru integriert habe, glaubte ich nicht ernsthaft daran, dass diese Stufe je erreicht wird. Unser iOS-Programmierer offenbar auch nicht.

Ich habe mich geirrt: Am 16. Juli 2021 war es wieder soweit. Nach 1999 und 2005 das dritte Jahrhunderhochwasser innerhalb 25 Jahren.

Abfluss der Aare, Messstation Schönau Bern, Juni – Juli 2021, Quelle: BAFU

Die empfohlene maximale Abflussmenge für den Aareschwumm beträgt 250 m³/s. Nachdem die Aare Anfangs Juni diese Wassermenge erreicht hat, kam sie nur kurz Anfangs Juli unter den Schwellenwert, um danach sprunghaft auf die Rekordmenge anzusteigen. Die starken Niederschläge in der gesamten Schweiz über diese zwei Monate verunmöglichten bis Anfangs August jeglichen Wassersport.

Hoffen wir, dass dieser Sommer ein Ausnahmesommer bleiben wird. Optimistisch gestimmt bin ich diesbezüglich nicht mehr.