Teilchenbeschleuniger von innen (Ausflugsidee für Sonntag, 6. April 2008)

Der ultimative Wochenend-Ausflug für Geeks: Kommenden Sonntag (6. April 2008) steht der neuen Teilchenbeschleuniger LHC des CERN zum Besuch offen. Eine einmalige Chance einen Blick in die grösste Maschine der Welt zu werfen. Und sich selber zu überzeugen ob sie das Ende der Welt bedeutet oder nicht.

Wer kommt mit in die ferne Westschweiz?

Update: Wir treffen uns am Sonntag Morgen auf dem 0734-Zug Richtung Genf. (Abfahrt ab Bern, tendenziell hinten bei der Welle, im oberen Stockwerk falls es ein Doppelstöckerzug ist.)

Video: Wolken über Bern


Clouds over Berne (Time Lapse) from christian studer on Vimeo.

Selbstkritik: Spektakuläre Wolken zogen am 14. März an meinem Haus vorüber. Leider kam ich mit meiner Kamera zu spät um sie aufzunehmen, ich erwischte nur noch eine Stunde der eher langweiligen Wolkendecke.

Die Aufnahmen erlaubten mir aber etwas mit technischen Einzelheiten zu experimentieren: Mit einer Maske habe ich den unteren Teil des Bildes anders in den Farben korrigieren können als den oberen Teil. Aufgrund der extrem unterschiedlichen Beleuchtung dieser zwei Bereiche war eine Trennung unabdingbar.

Zusätzlich probiere ich das Videoportal Vimeo aus, das sich sowohl technisch als auch sozial YouTube überlegen zeigt. Die Darstellung von 16×9-Video in HD-Qualität ist möglich (Dazu den Link oben benutzen), plus die Originalvideodatei kann auf der zugehörigen Webseite heruntergeladen werden. Und der Player ist nicht so hässlich wie derjenige von Youtube.

Video: Christian Studer, lizenziert unter AT-NC-SA Creative Commons

Gratis Swisscom-Public WLAN für Bluewin ADSL-Kunden läutet die Zukunft ein

(Oder: Free SC-PWLAN 4 BW-ADSL User 4ever?)

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Wie bereits bei EightyOne gepostet, aber sonst kaum beworben, hat die Swisscom noch bis Ende Monat einen Testbetrieb ihres öffentlichen Wirelessnetzwerkes für Bluewin ADSL-Kunden laufen. Einfach auf einen der scheins allgegenwärtigen Hotspots mit der Kennung MOBILE verbinden und den Webbrowser benutzen. 60 Minuten (Abgerechnet in 15 Minuten-Schritten) hat man nach Eingabe des Passwortes zu gut. Es handelt sich übrigens um das Kontopasswort das zur Telefonrechnung führt, nicht das ADSL-Passwort für die Verbindung.

Nett. Mich persönlich hat das System nach wenigen Minuten leider wieder hinausgeschmissen und eine Neuverbindung brachte keine Daten mehr ein. Besonders unschön: Beim erfolglosen Verbindungsversuchsaufbau erscheint mein Benutzername und Passwort im Klartext in der Adresszeile. Hat wohl wieder jemand GET mit POST verwechselt.

Ich wagte letzthin in einem Gespräch die Aussage dass in schätzungsweise zwei Jahren diese Authentifizierungsdialoge eh verschwinden werden. WLAN wird derartig verbreitet sein dass wir uns an die ständige Verbindungsmöglichkeit zum Netz schnell gewöhnen werden. Und analog zur Entwicklung bei den DialUp-Zugängen wie 1999 werden auch die Preise schnell auf 0.- Sfr/Minute sinken. Ich freue mich bereits jetzt.

3x Wikipedia: Lebenslauf, Zeitreisen, Zukunft

  • Gestern im Chat: Kollege R. neues Lebensziel ist ein eigener Wikipedia-Eintrag:

    20080322_wikipediachat.gif

  • Was wäre wenn Zeitreisen möglich und jedem zugänglich wäre? Die Weltgeschichte würde zu einem Redaktionskrieg werden: Wikihistory von Desmond Warzel
  • Und was wenn das Wiki-Konzept die Zukunft ist? Lies Wikiworld von Paul di Filippo. (Warnung: Fortgeschrittene Wikipediakenntnisse vorausgesetzt. Ein Hinweis: jimmywhale stammt von Jimmy Wales, einem der Gründer der Wikipedia.)

Kurzkritik: The Other Boleyn Girl

Das historische Drama The Other Boleyn Girl spielt am Hofe von König Henry VIII und ist nicht nur wegen der zwei Hauptdarstellerinnen schöner anzusehen als die etwas weniger opulente TV-Serie The Tudors. Letztere porträtiert das Leben zu dieser Zeit wahrscheinlich wirklichkeitsgetreuer, aber nimmt sich mehr historische Freiheiten heraus.

Ich fand den Film trotzdem sehr gut. Er taugt sowohl als Unterhaltung als auch als Geschichtsstunde.

(Kinomatographische Notiz an den Regisseur: Schon gut, Justin Chadwick, wir kapieren alle dass die Figuren im Film immer unter Beobachtung stehen. Deshalb braucht man dennoch nicht konstant aus Türrahmen, durch Gitter und hinter Möbeln hervor zu filmen… Etwas weniger hätte es auch getan.)

Video: Überraschung (Minimotion 2007)

Selbstkritik: Das war mein Beitrag für den Filmwettbewerb Minimotion 2007. Die einzige Aufgabenstellung: 10 Sekunden Film. Nicht mehr, nicht weniger.

Viele der Beiträge haben dieselbe Struktur: 9 Sekunden Aufbau und eine Pointe in der letzten Sekunde. Ich versuchte das zu parodieren mit einem kurzen Aufbau auf welchen dann eine Überraschung folgte: Nichts passiert.

Die Jury fand das offenbar nicht so originell wie ich: Ich gewann den Wettbewerb wider Erwarten nicht. Vielleicht wäre mein Beitrag mit einer komplexeren Rube-Goldberg-Maschine erfolgreicher gewesen.

Der Schnitt war überraschend knifflig, aber mit Bildüberblendungen konnte ich ’schummeln‘ und Zeit sparen. Nachträglich hätte ich noch ein schwarzes Abschlussframe hinzugefügt, damit deutlicher wird dass der Film absichtlich endet.

(Ich wollte schon immer etwas mit rotierenden Messern machen.)

Video: Christian Studer, lizenziert unter AT-NC-SA Creative Commons
Version in hoher Qualität: Ueberraschung_minimotion2007.mov (10mb, Apple Quicktime)

Video: Clubweekend Lenk


Bärn Gliders / Starterplus Clubweekend Lenk from christian studer on Vimeo.

Selbstkritik zu meinen Videoaufnahmen von zwei Tagen Gleitschirmfliegen in der Lenk:Filmen vom Gleitschirm aus im Flug klappte nicht. Mein Sony HC-1-Camcorder mit dem Weitwinkelkonverter war zu unhandlich und schwer um anständige Aufnahmen aus der Luft zu machen.

Eine Farbkorrektur habe ich nur bei einzelnen Clips vorgenommen, nachträglich betrachtet hätten es weitere Clips auch benötigt: Blauerer Himmel, weisserer Schnee, orangerere Schirme.

Mit 10 Minuten ist der ganze Film etwas lang geraten und leidet etwas unter dem Ferienfilmsyndrom: Nur interessant für diejenigen die dabei gewesen sind. Das ist aber in diesem Fall gerechtfertigt: Das Zielpublikum ist der Club selber. Deshalb zeigte ich so viele Gesichtsaufnahmen wie mir gelungen sind, und weniger die Flugaufnahmen welche Drittpersonen für gewöhnlich ansprechen.

Musik : BSK – October, LeutOhm – Small Bird’s Got It, Yeah! (Alpinechic, Creative Commons)
Video: Christian Studer, lizenziert unter AT-NC-SA Creative Commons
Version in hoher Qualität: clubweekend_20080223.mp4 (90mb, Apple Quicktime)