Kurzkritik: Im Nebelreich

Am Spielen vom Brettspiel "Im Nebelreich"

Zu Weihnachten schenkten wir unseren Kindern das Brettspiel Im Nebelreich aus der Reihe der Kosmos Adventure Games. Die Ferien über spielten wir ca. 9 spannende Stunden lang das ganze Abenteuer durch. K3 hatte nicht ganz die Geduld bis am Ende, aber K1 (9 Jahre) und K2 (6 Jahre) waren voll dabei und begeistert. Ich war es ebenso: Geschichte, Rätsel, Präsentation, alles ausserordentlich gut! Im Gegensatz zu den Exit-Spielen zerstört man kein Material und kann das Spiel später wieder spielen, teilweise mit alternativen Lösungswegen.

Die Adventure Games emulieren klassische PC-Point & Click-Adventures. Ein Zahlensystem und dazugehöriges Buch mit allen gültigen Kombinationen und Reaktionstexten fordert viel Ausdauer beim Vorlesen, aber macht Spass.

Insbesondere für mich persönlich: Ich spiele zwar gerne mit meinen Kindern Rollenspiele dieser Art, aber leider habe ich nicht viel Talent beim Geschichten erfinden.

Wir sind gespannt auf eine potentielle Fortsetzung (Die restlichen Spiele aus der Reihe richten sich eher an Erwachsene.)

Link zum Jahresende: Brian Moriarty – The Secret Of Psalm 46

Eine einstündige Vorlesung vom Game Designer Brian Moriarty über Geheimnisse und die flüchtige Emotion Staunen: The Secret Of Psalm 46.

Die ganze Vorlesung ist übrigens als Easter Egg in Jonathan Blows The Witness enthalten. Ein Kunstwerk von einem Videospiel, absolut empfehlenswert für Freunde von Logikrätseln.

Link zum Wochenende: Radiohead – KID A MNESIA: EXHIBITION

Bildschirmfoto des Bildschirme mit einer Szene aus KID A MNESIA: EXHIBITION

Weil wir uns in dieser virengeschwängerten Zeit kaum mehr hinauswagen, besuchen wir halt Ausstellungen virtuell: Radioheads KID A MNESIA: EXHIBITION ist eine 3D-Installation, gratis downloadbar, ca. 2 Stunden Umfang, gefüllt mit musikalischen Landschaften von den beiden klassischen CDs Kid A und Amnesia.

Absolut spektakulär, besonders wenn man die obergenannten Alben kennt.

(Die CDs sind beide ca. 20 Jahre alt. Dieses Jahr laufen irgendwie viele 20-Jahres-Jubiläen.)

Livestreaming in der Pandemie

Björk live in concert

Ich bin gespannt darauf, welche Bereiche unseres Lebens von der Pandemie permanent verändert werden. Einen Aspekt den wir gerne behalten können: Das Livestreaming von Konzerten.

Die isländische Sängerin Björk hat in den vergangenen Wochen vier verschiedene Konzerte quer durch ihr Repertoire gegeben, allesamt im Opernhaus in Reykjavik. Wäre diese Konzerte nicht live gestreamt worden, hätte ich keine Chance gehabt mit dabei zu sein.

Und so genoss ich die Spektakel von meinem warmen & sicheren Bett aus.

Kurzkritik: Dennis Villeneuve – Dune

Dune (2021) ist die dritte Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Klassikers von Frank Herbert. Gross, bombastisch, mit fantastischen Bildern und eigentümlichen Sound.

Was mir besonders gefallen hat: Der Mut, nicht alles haarklein zu erklären. (Ich wünschte mir fast diesen Film ohne Vorwissen gesehen zu haben, das wäre eine spannende Reise gewesen.)

Sehenswert.

Kurzkritik: Frank Herbert – Children Of Dune

Der dritte Teil aus der Dune-Reihe von Frank Herbert hat mich nicht mehr so gepackt wie es noch der erste Band tat. Die Story selber ist weiterhin spannend, aber die Mythologie und Exotik wirkt etwas bemüht.

Aus früheren Erfahrungen weiss ich, dass das ein guter Punkt ist mit der Reihe aufzuhören. Die nachfolgenden Bücher werden zunehmend plump.

Da bin ich doch eher auf die neue Dune-Verfilmung von Dennis Villeneuve gespannt, welche bald veröffentlich wird.

Kurzkritik: Stanisław Lem – Sterntagebücher

Die Kurzgeschichten von Stanisław Lem in der Sterntagebücher-Sammlung (Geschrieben 1957 bis 1971) sind herrlich altmodische Science Fiction-Reiseberichte mit einem wunderbar altmodischen trockenen Humor. Ich habe mich köstlich amüsiert.

Ok, vielleicht ist das Buch auch etwas veraltet: In der ganzen Sammlung tauchen viele Personen auf, davon sind gerade mal drei Frauen, von denen genau eine auch einen Namen erhält. Spannend, wie einem das auffällt.

Anlesetipp: Die Waschmaschinentragödie.

Weil kaum Volltext der Sterntagebücher online zu finden sind, kann auch einen Blick in die TV-Adaption Ijon Tichy – Raumpilot werfen.

Novelette zum Wochenende: Tina Connolly – The Last Banquet of Temporal Confections

Gerade in der fantastischen Kurzgeschichte-Sammlung Worlds Seen In Passing von Tor gelesen: Die Novelette The Last Banquet of Temporal Confections von Tina Connolly.

Hugo-nominiert und genau richtig um in Erinnerungen an längst vergangene Weihnachtsgüetzi zu schwelgen.

Kurzkritik: Soul

Der neueste Film von Pixar ist eine animationstechnische Augenweide mit einem abwechslungsreichen Soundtrack und einer existenziellen Story. Absolut sehenswert.

Ist online streambar. Aber es gab einige Sequenzen welche ich mir gerne auf einer Grossleinwand im Kino angesehen hätte. Tja nu.