Einige Observationen zu Mac OS X Tiger

Heute geistert es online durch die Blogs, morgen wird es in aller (Druck-) Munde sein: Apple hat die nächste Version seines Betriebsystems OS X.4 angekündigt: Tiger erscheint am 29. April 2005.

Ich freue mich besonders auf die lange angekündigten Features wie die systemweite Suche Spotlight oder den RSS-fähigen Webbrowser Safari. Zwischen den vielen Informationen in der Ankündigung verstecken sich dabei noch zwei, drei interessante Brocken:

  • Die neue Standard-Shell ist wahrscheinlich korn.
  • Rendezvous heisst jetzt definitv Bonjour
  • …und Apple bietet Bonjour-Enticklungshilfen auch für andere Betriebssysteme an…
  • …insbesondere wird Apple die Druckerinstallation für Windows vereinfachen!. Wer schon mal versucht hat einen Netzwerkdrucker in WinXP zu installieren, weiss wovon ich rede. (Hinweis: Man muss bei der Auswahl von Direkt angeschlossen oder im Netzwerk ersteres wählen.)
  • Mail 2 scheint in einem neuartigen Metallic/Aqua-Look zu sein.
  • Automator wird der breiten Masse die Macht von Skripten näherbringen.
  • Die ganzen Seiten sind witzig geschrieben, wer findet z.B. hier den Seitenhieb auf Microsoft’s Longhorn?
  • Ich frage mich ob der erwähnte RPN Rechner ein Dashboard-Widget ist oder nicht. Wenn nicht, muss ich das wohl selber programmieren.
  • Schade, das neue Adressbuch scheint nur per .mac zu synchronisieren und kein Rendezvous Bonjour-Sharing zu bieten.
  • Ich kann es kaum erwarten die Wehklagen über verschlüsselte PDFs und vergessene Passwörten zu hören.
  • Java-Applikationen werden dank verstärkter Tastatursteuerung via Usability-Features bedienerfreundlicher.
  • iChat AV wird Jabber unterstützen.

Der Grundtenor: Ein grossartiges neues Betriebssystem das verstärkt auf Open Source-Technologien aufsetzt. Und sich damit langsam aber sicher zu einem Prestige-Projekt für die ganze OSS-Szene mausert.

(Und lasst uns nun amüsiert den Religionskriegen zusehen. Ich hol schon mal das Popcorn.)

Update: Die komplette iSync-Liste ist jetzt verfügbar.

3 Dinge die mich an meinem neuen Powerbook stören

  • Die F-Tasten sind teilweise überbelegt: Die Tastaturbeleuchtungssteuerung überlappt sich mit den Exposé-Tasten und meiner iTunes-Kontrolle.
  • Es ist so leise dass ich nie weiss ob es läuft oder schläft…
  • Es ist so umwerfend attraktiv dass ich mir jetzt eine Diebstahlversicherung zulegen muss.

Hat mir jemand für die Versicherung einen Tipp?

Keine Zeit zum bloggen aka. mein Powerbook ist da

Wie der Titel schon sagt… Es riecht nach frischen Äpfeln in meinem Zimmer: 15 Zoll reines Vergnügen, 1.67ghz Prozessordampf, 1gb Kurzzeitgedächtnis, 100gb Langzeitgedächtnis, DVD-Brenner, Wireless-everything usw. Neptun sei Dank.

Das System läuft dank der klaren Konfigurationsstruktur von Mac OS X schon nach kurzer Zeit wieder wie mein altes iBook. Nur eben schneller.

Ich freue mich schon auf den Tiger. (Gerüchteweise verzögert er sich noch weil Safari-Programmierer Dave Hyatt nur noch World Of Warcraft spielt.)

Uber-Java-Applikation: Brettspielwelt

Schon seit Jahren immer wieder einen Besuch wert ist die Brettspielwelt. Von einigen Fans als übergrosse Java-Applikation aufgezogen bietet diese Platform über 40 Brettspiele gratis zum online spielen an. Dank einer riesigen Community findet sich immer ein Spielpartner.

Wie immer bei derartigen Gemeinschaften stolpert man zuerst etwas orientierungslos herum, aber sobald man sich in einem Spiel wie Siedler von Catan oder Tichu befindet, geht’s altbekannt los.

Technisch gesehen eine Meisterleistung: Lokale Java-Applikation die mehrer Chatfenster und eine Unmenge an Funkionalität mit sich bringt, nicht zuletzt die Spiele die komplett implementiert sind. Automatische Updates und Downloads nur von benötigten Grafiken verfeinern das ganze. Und: Gratis. Wunderbar für verregnete Tage wie heute.

Infoportal zu Copyrights im Internet online

Das deutsche Bundesministerium für Verbraucherschutz hat iRights.info online geschaltet. Es finden sich dort Informationen zum Urheberrecht in der digitalen Welt.

Natürlich sind die Informationen tendenziell auf das deutsche Rechtssystem zugeschnitten. Aber da sich (Soweit ich weiss) das Schweizer Urheberrecht bis auf einige Details nicht gross vom deutschen Pendant unterscheidet, sind die Ratschläge auch für Schweizer interessant.