Kurzkritik: Chants Of Sennaar

Bildschirmaufnahme Chants Of Sennaar

Wenn es um Videospiele geht, ist mein Geschmack sehr selektiv. Ich versuche meine beschränkte Gaming-Zeit sehr bewusst einzusetzen. Das Übersetzungs-Rätelspiel Chants Of Sennaar hat sich gelohnt: Guter Schwierigkeitsgrad, angenehme Steuerung, wunderschöne Grafik und eine Länge von ca. acht Stunden machten das zu einem perfekten Spiel für mich. Gerne wieder.

Langzeitkritik: Velotasche

Velotasche Ortlieb Backroller Core Rot

Würdest du das Buch nochmals lesen?
Würdest du dir den Film nochmals ansehen?
Würdest du dir dieselbe Tasche nochmals kaufen?

Ja. Ich hatte mir 2017 meine erste Velotasche Ortlieb Backroller Core gekauft und war begeistert. Jetzt, neun Jahre später hat sie ihr Lebensende erreicht und ich habe mir dasselbe Modell in rot wieder gekauft.

Material und Handhabung sind ausserordentlich gut, Insbesondere der einfache Verschluss hat es mir angetan. Einzig ein Innentasche vermisse ich etwas. Andere Modelle verfügen zwar über eine, aber haben dafür komplizierte Riemenverschlüsse. Deshalb bleibe ich beim soliden Basismodell.

Gucken wir mal ob sie wieder neun Jahre hält.

Kurzkritik: Game Changer

Mit Improtheater habe ich persönlich nicht so viel am Hut, das ziellose Theatern finde ich, nun, ziellos. Zweifellos amüsant die ersten zwei, drei Mal, aber danach habe ich es gesehen.

Die Improshow Game Changer hingegen finde ich endlos unterhaltend. Praktisch jede Folge wartet mit einem neuen Konzept auf, massgeschneidert auf die Kandidaten, und ja, zusammengeschnitten für maximale Effizienz. Ich kann mich gar nicht sattsehen davon.

Game Changer läuft auf dem Nischen-Streamingdienst Dropout welchen ich bereits seit über zwei Jahren abonniere. Einzelne Folgen sind auf YouTube gratis zu sehen.

(Wer mir einen besonderen Gefallen tun will, organisiert mal ein Überraschungs-Escape-The-Greenroom für mich.)

Kurzkritik: Neal Stephenson – Snow Crash

"Snow Crash" Taschenbuch abgenutzt

Vor 20-30 Jahren habe ich mir diese Ausgabe von Neal Stephensons Snow Crash gekauft und seither x-mal gelesen. Eigentlich sollte es das Cyberpunk-Genre parodieren, macht aber dermassen Spass, dass es zum Cyberpunk-Klassiker wurde. Überdrehte Action, visionäre Ideen und viel Sumerische pseudowissenschaftliche Linguistik.

Das Buch dient mir immer wieder mal als leichte Sommerlektüre. Freue mich schon auf die nächste Runde.

Kurzkritik: Arrival

Endlich kam ich dazu, mir Denis Neuvilles Film Arrival von 2016 anzusehen. Science-Fiction vom höchster Qualität. Sehr empfehlenswert.

Die Kurzgeschichte Story of Your Life von Ted Chiang welche als Vorlage diente, hatte ich zuerst gelesen. Ich empfehle die andere Reihenfolge: Den Film geniessen und dann, falls man Lust auf eine Erklärung hat, die Kurzgeschichte lesen. (Angenehmer Nebeneffekt: Es gibt sie nur in Sammlungen zusammen mit anderen äusserst lesenswerten Geschichten von Ted Chiang.)

Kurzkritik: Titus Chalk – Generation Deck

Irgendwann um 1993 oder 1994 herum hatte ich das Kartenspiel Magic: The Gathering entdeckt, ca. 10 Jahre gespielt und danach kistenweise Karten in den Keller geräumt. Vor einiger Zeit haben meine Kinder die Karten dort entdeckt, zu spielen begonnen und mich wieder in die Szene gelockt. Das Spiel macht weiterhin Freude und ich teile die Erfahrung gerne mit meinen Kindern.

Als ich mich etwas über die zwanzig verpassten Jahre dazwischen informiert habe (Das Spiel ist tatsächlich seit über dreissig Jahren aktiv und hat sich konstant verändert), stiess ich dabei auf das Buch Generation Deck vom Journalisten Titus Chalk von 2017. Er beschreibt dabei die Geschichte von Magic, vermischt mit seinen eigenen Erfahrungen und Biographie.

Ein sehr persönlich gefärbtes Buch, wahrscheinlich nur für alte Magic-Spieler*innen interessant.

Kurzkritik: John Brunner – Stand On Zanzibar

Zitat: It's supposed to be automatic but actually you have to press this button

John Brunner hat den Science Fiction-Roman Stand on Zanzibar 1968 geschrieben und er fühlt sich stilistisch unheimlich modern an. Der Text hatte einen ähnlichen Effekt auf mich wie Alfred Besters The Stars My Destination (1956!).

Den Sexismus im Text ist wohl den 60ern geschuldet.

Der Kolonialismus hingegen ist ein Teil der Story. Ich bin deshalb froh, dass das Ende eher profan war und nicht irgendwie mystisch-magisch.

Nachtrag: Ein besonders interessante Passage zeigt ein frühes Beispiel von Prompt Engineering: Eine KI wird vom lokalen Guru zur Mitarbeit überredet.