Fever als Google Reader-Alternative

fever RSS-Reader

Ende Juni, in wenigen Tagen wird Google seinen RSS-Reader einstellen. Ich hatte diesen Gratisservice intensiv genutzt und mochte die einfach und schnelle Oberfläche. Gleichzeitig ärgere ich mich zunehmend, nicht nur als Werbesubjekt von Google verkauft zu werden, sondern jetzt auch noch von der US-Regierung darüber ausspioniert zu werden. Sukzessive erscheinen neue Lösungen, um diese Probleme zu umgehen.

Im Fall von Google Reader habe ich mir einmalig für 30$ den selbstgehosteten Fever geholt. Er gefällt mir: Schnell installiert und zuverlässig, mit einer relativ simplen Oberfläche. Ich habe mich in Windeseile daran gewöhnt. Und er ist kompatibel mit Reeder auf dem iPhone.

Ich wollte zu Fever noch eine Safari-Extension schreiben, aber da kam mir jemand zuvor. Sehr praktisch.

Über die Frustration Seiten ohne RSS benutzen zu müssen

Man gewöhnt sich wahnsinnig schnell an solch praktische Features wie RSS. Und ärgert sich dementsprechend wenn man auf eine Seite stösst die es nicht unterstützt, unterstützen sollte, und zu der es keine Alternative gibt.

Zuletzt so gesehen auf WG-Zimmer.ch . Ich war kurz davor einen eigenen RSS-Wrapper für deren Annoncen zu schreiben. Bis ich fündig wurde. (Nein, Feed habe ich keinen gefunden, dafür eine Wohnung.)

Die PSP & RSS

Sony aktualisiert kontinuierlich das mitgelieferte Betriebsystem der Playstation Portable und packt dabei ständig neue Features rein; letzthin war es ein Webbrowser und jetzt ein RSS-Reader.

Die Implementation ist… naja, halb gelungen, halb verknorzt und leider etwas stark limitiert. Neue Feeds kann man nur auf die eine Art hinzufügen: indem man einen entsprechenden Link komfortabel im Webbrowser auswählt. Danach taucht der Feed ausserhalb des Webbrowsers unter RSS-Kanal auf. Editieren oder hinzufügen ist dort nicht möglich, nur löschen der Feeds.

Die stärkste Limitation stammt aber von den wiedergegebenen Inhalten ab: Nur MP3s werden gestreamt, Text oder Video ist aber beides nicht möglich. Die Funktion ist also ausschliesslich für Musik-Wiedergabe und Podcasting gedacht.

MP3s werden dann gestreamt und nicht auf dem Memory Stick gespeichert. Das ist sowohl ein Vorteil (Keinen Platzverbrauch auf dem Medium) als auch ein Nachteil (Ständige WLAN-Verbindung erforderlich).

Fazit: Nettes Feature, aber der praktische Nutzen ist wegen der Netzabhängigkeit nur begrenzt.

Zwei Links zum Ausprobieren: Starfrosch & Escapepod