Den erste Teil der Children Of Time-Buchreihe habe ich regelrecht verschlungen. Aber im Gegensatz zu seiner Final Architecture-Trilogie werde ich es wohl beim ersten Band belassen. Dieser ist gut in sich geschlossen mit einem befriedigenden Ende.
Schlagwort: Science Fiction
Kurzkritik: Ann Leckie – Translation State
Das Buch Translation State erweitert Ann Leckies Universum aus der Ancillary-Trilogie um spannende Einblicke in die Presgr-Kultur. Mich persönlich hat die Geschichte aber schlussendlich wenig angesprochen.
Für Fans.
Kurzkritik: Neal Stephenson – Snow Crash

Vor 20-30 Jahren habe ich mir diese Ausgabe von Neal Stephensons Snow Crash gekauft und seither x-mal gelesen. Eigentlich sollte es das Cyberpunk-Genre parodieren, macht aber dermassen Spass, dass es zum Cyberpunk-Klassiker wurde. Überdrehte Action, visionäre Ideen und viel Sumerische pseudowissenschaftliche Linguistik.
Das Buch dient mir immer wieder mal als leichte Sommerlektüre. Freue mich schon auf die nächste Runde.
Kurzkritik: Martha Wells – The Murderbot Diaries
Die Murderbot Diaries sind eine kurzweilige Reihe von kurzen Büchern von Martha Wells. Ich fand allerdings, dass sie mit der Zeit etwas repetitiv wurden. Trotz der Einführung eines spannenden Partner-Charakter.
Auf Apple TV gibt es inzwischen eine originalgetreue Umsetzung des ersten Bandes. Unterhaltsam.
Link zum vergangenen Jahr: Machete Order (Oder auch nicht.)
Wie jedes verantwortungsvolle Elternteil musste ich mich letztes Jahr mit der Frage auseinandersetzen, in welcher Reihenfolge wir die Star Wars-Filme unseren Kindern zeigen wollen.
Natürlich sind unsere Kinder dank Hörspielen, Bilderbüchern, Legomodellen etc. mit der Franchise vertraut. Aber die Abmachung ist, dass sie erst mit 12 Jahren die eigentlichen Filme sehen können. Letztes Jahr war es für K1 so weit.
Bei der Recherche zu diesem Thema stiess ich unweigerlich auf den Ausdruck Machete Order, das Einschieben von Episode II und III vor dem Ende der Originaltrilogie. Ich fand die Argumentation sinnvoll.
Dennoch, als wir nach Episode V da sassen und ich mich zwischen Episode II und VI entscheiden musste, war die Wahl für mich klar: Die Originaltrilogie ist dermassen gut, dass wir Return of the Jedi vorziehen. Der Rest kann noch etwas warten.
Kurzkritik: John Brunner – Stand On Zanzibar

John Brunner hat den Science Fiction-Roman Stand on Zanzibar 1968 geschrieben und er fühlt sich stilistisch unheimlich modern an. Der Text hatte einen ähnlichen Effekt auf mich wie Alfred Besters The Stars My Destination (1956!).
Den Sexismus im Text ist wohl den 60ern geschuldet.
Der Kolonialismus hingegen ist ein Teil der Story. Ich bin deshalb froh, dass das Ende eher profan war und nicht irgendwie mystisch-magisch.
Nachtrag: Ein besonders interessante Passage zeigt ein frühes Beispiel von Prompt Engineering: Eine KI wird vom lokalen Guru zur Mitarbeit überredet.
Kurzkritik: qntm – There Is No Antimemetics Division (Und anderes)
Im Rahmen des kollaborativen Science Fiction/Horro-Wiki-Werkes SCP Foundation hat der britisch Autor Sam Hughes unter dem Pseudonym qntm das Buch There Is No Antimemetics Division geschrieben. Diese Geschichte über anti-virale Memes fand ich extrem spannend. (Keine Vorkenntnisse von über die SCP Foundation notwendig.)
Wer sich das E-Book davon auf der Seite des Autors kaufen möchte, muss sich beeilen. Ende September 2024 verschwindet es dort und kommt in neuer Fassung als „echtes Buch“ heraus.
Ebenfalls auf der Seite kaufbar sind die anderen Werke von Sam Hughes. Ich kann daraus insbesondere Ra empfehlen, eine fiktive Geschichte über reale Magie.
Auch empfehlenswert aus der Kurzgeschichtensammlung Valuable Humans in Transit: den AI-Horror-Wikipedia-Artikel Lena.
Link zum Wochenende: All the Types of Science Fiction
McSweeney’s Internet Tendency ist meistens meine Art von Humor. Deren Liste All the Types of Science Fiction ist exakt meine Art von Humor.
Link zum Wochenende: My Future Self, Refused
Zeitreisen sind in der Science Fiction-Literatur immer etwas mühsam langweilig konstruiert. Das findet auch Autor Adam Troy-Castro, besonders in seiner Kurzgeschichte My Future Self, Refused. Darin verarbeitet er autobiographisches in Literaturform.
Berührend.
Kurzkritik: Foundation (TV-Serie)
Die Foundation-Bücherreihe von Isaac Asimov gehört zu meinen Favoriten aus der Science Fiction-Literatur. Dementsprechend war ich gespannt, wie die TV-Verfilmung ausfallen würden.
Nun, es sind ausserordentlich hübsche Aufnahmen und Bilder entstanden. Sehr schön anzusehen.
Aber die Story weicht fundamental von der Vorlage ab und verliert meiner Meinung nach das gewisse Etwas. Das Empire-Konzept ist interessant, aber ich hätte mich mehr für die Psychohistorik interessiert.
Ich gucke es im Schnelldurchlauf.