Kurzkritiken: Terry Pratchett – Discworld

Vor einiger Zeit hatte Humble Bundle alle E-Books von Terry Pratchetts Discworld-Reihe angeboten (Zu Deutsch: Scheibenwelt). Ich konnte nicht mehr rekonstruieren welche dieser Bücher ich seit meiner Jugend bereits gelesen hatte. Sicherheitshalber habe ich mir deshalb im Verlauf der letzten zwei Jahre alle 41 Romane in chronologischer Reihenfolge zu Gemüte geführt.

Ausgehend von einer einfachen Fantasy-Parodie wenden sich die Werke zunehmend ernsteren Themen zu, ohne dabei diese sprachliche Leicthfüssigkeit zu verlieren, welche Terry Pratchetts Sprache einzigartig machen. Und dann hat er ein ausgeprägtes Talent für fulminante Schlüsse. Es lohnt sich immer bis zur letzten Seite dabei zu bleiben.

Do you not know that a man is not dead while his name is still spoken?

Andere Fans lesen bewusst den letzten post mortal erschienenen Band nicht, um Terry Pratchett wenigstens in Gedanken am Leben zu erhalten. Ich kenne keinen solchen Skrupel, dafür sendet meine Aare.guru-API bei jeder Antwort einen entsprechenden X-Clacks-Overhead-Header mit.

Anbei 41 Kurzkritiken (Wobei ich anmerken muss, dass das Kritiken auf hohem Niveau sind):

TitelKurzkritik
The Colour Of MagicNett, aber noch etwas roh.
The Light FantasticBesser als der erste Band.
Equal RitesJetzt geht’s richtig los.
MortLustig.
SourceryMeh.
Wyrd SistersGut, habe sogar einige der Shakespear-Referenzen erkannt.
PyramidsSehr cool, überraschend anders.
Guards! Guards!Sehr cool. Kann verstehen warum die TV-Adaption so enttäuschend war: Die erste Einführung von Vimes im Buch ist derart gut, dass die Serie sich wohl als Affront anfühlte.
Faust EricKurz und witzig.
Moving PicturesMacht Spass.
Reaper ManEher Meh, bis auf den Schluss.
Witches AbroadMacht Spass.
Small GodsSeit jeher mein Favorit!
Lords and LadiesOk.
Men At ArmsNett.
Soul MusicWitzig.
Interesting TimesDas Beste der Cohen-Bücher.
MaskeradeLustig. Wieder ausserordentlich guter Schluss.
Feet Of ClayGut.
HogfatherMeh.
JingoStark.
The Last ContinentSo lala.
Carpe JugulumWieder ein ziemlicher Genuss.
The Fifth ElephantSpannend.
The TruthGut.
Thief of TimeSehr schön.
The Last HeroMeh, aber kurz.
The Amazing Maurice and His Educated RodentsFür Kinder, aber witzig.
Night WatchEher düster. Aber einmal mehr: Pratchett hat seine Enden im Griff.
The Wee Free MenGanz ok.
Monstrous RegimentStark.
A Hat Full of SkyGut. Nur die ganze Witch-Trial-Szenen finde ich etwas unpassend. Gefiel mir auch an der Kurzgeschichte The Sea and Little Fishes nicht.
Going PostalSehr gut.
Thud!Solide.
WintersmithOk.
Making MoneyOk.
Unseen AcademicalsHolprig.
I Shall Wear MidnightStreckenweise wirklich wirklich gut.
SnuffGut, wenn auch gelegentlich etwas unfokussiert.
Raising SteamGut, aber unfokussiert. Fühlt sich etwas unfertig an.
The Shepherd’s CrownSchöner Schluss. Viele Veränderungen. Der Fortschritt macht auch auf der Scheibenwelt nicht halt.

„Well, you know what they say. You can’t cross the same river twice, Archchancellor,” he said. Ridcully stared at him.
“Why not? This is a bridge.“

Kurzkritik: Terry Pratchett – The Dark Side Of The Sun

Vor wenigen Tagen ist Terry Pratchett gestorben. Der perfekte Zeitpunkt, um mal wieder was von ihm zu lesen. In seiner Bibliographie entdeckte ich eine Reihe von Romanen ausserhalb des Scheibenwelt-Zyklus, woraufhin ich mir neugierig einen seiner frühen Science Fiction-Romane besorgte.

The Dark Side Of The Sun lässt leider seinen typischen Humor vermissen. Übrig bleiben nichts sagende Charakteren und eine mässig interessante Welt. Dieses Werk kann ich nicht mal Fans wirklich empfehlen.

Kurzkritik: Good Omens

Keine Ahnung wie mir das durch die Lappen ging, aber offenbar hatten zwei meiner Lieblingsautoren bereits vor über 20 Jahren zusammen ein Buch geschrieben: Good Omens von Terry Pratchett und Neil Gaiman. Und die ganze Himmel/Hölle/Apokalypse-Geschichte ist dementsprechend auch lustig.

Absolut empfehlenswert.

Events für Geeks und Freaks: Pixmix, BarCamp und ein verpasstes Essen

Wo fühlt man sich als Geek immer pudelwohl? Richtig, in der Mitte von Gleichgesinnten. Sei es bei einem einfachen, aber leckeren Ravioli-Essen mit anderen Bloggern (Nochmals herzlichen Dank an Franziska & Jan) oder aber wenn der Fantasy-Autor und Atomkraftwerkpressesprecher Terry Pratchett in Bern liest. Und man selbst mit Zauberhut und Pfeilbogen dort nicht auffällt.

Obige Events sind passé, vergangen aber nicht vergessen.

Was passiert jetzt? Flickr-Typen treffen sich zum Pixmix kommenden Mittwoch in der Dampfzentrale in Bern. Die grossen & kleinen Kinder haben dann vom 4. bis 8. Oktober die BEA-Hallen zum Austoben: Es ist wieder Suisse Toy. Und für die teureren Spielzeuge gibt’s dann das BarCamp Zürich am 28. Oktober in Zürich. Alles was blinkt und bloggt…

(Dr Summer isch verbii, es isch e heissä Summer gsi, es isch viu passiert u d’Wäut dräht sich no gäng…)

Veranstaltungshinweis: Terry Pratchett liest in Bern

Laut den Ankh-Morpork News wird der Fantasy-Autor Terry Pratchett am 14. September 2006 in der Buchhandlung Stauffacher in Bern eine Lesung geben.

Ah, das wäre doch mal wieder eine Gelegenheit die guten alten Scheibenwelt-Romane auszugraben & abzustauben. Ich glaube ich habe schon seit Jahren nicht mehr darin geschmökert. (Im Moment bin ich mehr mit Douglas Coupland beschäftigt.) Was hätte ich damals gegeben um Pratchett mal reden zu hören.

Das werde ich mir nicht entgehen lassen, besonders jetzt wo Douglas Adams von uns gegangen ist und wahrscheinlich keine Lesungen mehr gibt.