
Raclette zum Wochenende, originally uploaded by christian st..
Wenn ich schon mal am (wunderschön kitschigen) Weihnachtsmarkt in Basel bin, da gönne ich mir doch gerne eine ‚lokale‘ Spezialität: Ein Walliser Raclette und ein Glas Fendant.

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Wenn ich schon mal am (wunderschön kitschigen) Weihnachtsmarkt in Basel bin, da gönne ich mir doch gerne eine ‚lokale‘ Spezialität: Ein Walliser Raclette und ein Glas Fendant.
…hat der ältere Herr am Ausgang der Kaserne gesagt, nachdem ich restlichen Militärgerümpel abgegeben hatte und damit meine Dienstpflicht erfüllt habe. Ich war etwas verdutzt, sonst hätte ich gerne meine Freude zum Ausdruck gebracht, dass ich den oben genannten Gerümpel nochmals zügeln und heute nochmals quer durch die Stadt schleppen durfte.
Wenigstens bin ich jetzt das Gewehr endlich los.
Zufälligerweise startet heute der Abstimmungskampf zur Waffenschutz-Initiative und beginnt bereits interessant mit Schützenhilfe von einem Ex-Militär. (Nein, das Wortspiel ist nicht von mir.)
Früher als erwartet kommt A. nach Hause. Ich schliesse schnell den Laptopdeckel.
A.: Hast du was Verbotenes geguckt? Pornos?
Ich: Nein, keine Pornographie. (Hatte ich nicht.)
A.: Was dann?
Ich: Ähm, Science Fiction.
…und seit das ADSL aktiviert wurde, fühle ich mich auch schon etwas mehr zu Hause hier.
Mitten im Zügel-Prozess habe ich realisiert, dass diese ganze Cult Of Less-Idee sehr schwierig ist. Natürlich wollte ich nie mein Hab und Gut auf nur einen Laptop und ein Mobiltelefon reduzieren, aber etwas weniger Sachen zu besitzen, fühlt sich irgendwie befreiend an. Und erleichtert das Zügeln.
Eine weniger radikale Variante hat Bruce Sterling in einer Präsentation an der Reboot 11 vorgeschlagen (Von Morten Just gibt es ein Flussdiagramm dazu, allerdings ein etwas kompliziertes): Er anerkennt, dass nicht aller Besitz nützlich sein muss. Zu vielen Dingen haben wir eine emotionale Verbindung. Sie sind mit einer persönlichen Geschichte verknüpft und deshalb derart wertvoll, dass man sie nicht wegwerfen kann.
Und so habe ich mir diesen Ansatz zu Herzen genommen und sortierte in den letzten Wochen aus, woran ich nicht so stark hänge. Einiges weniges habe ich verkauft, vieles verschenkt. (Der Rest ist noch immer auf der Liste.)
Mögen sie anderen Personen ebensoviel Freude bereiten wie einst mir.
Nach zwei Wochen zu Hause hat mich mein Doktor beim letzten Gespräch zurück in die Gesellschaft der Gesunden und Produktiven geschickt. Nur ein letztes Verbot gab er mir mit auf den Weg:
Er: Ihre Leber ist noch empfindlich, treiben Sie noch eine Woche oder zwei keinen Sport, bei dem Sie hinfallen könnten.
Ich: Grins, ok.
Er: (Misstrauisch) Was für Sport machen Sie?
Ich: Ähm… Gleitschirmfliegen… Schon gut, ich bliebe am Boden…
Ich habe Pfeiffersches Drüsenfieber. Seit fast zwei Wochen liege ich nur noch im Bett herum, warte vergebens, auf dass es mir besser geht und langweile mich zu Tode.
Ausgerechnet jetzt. In wenigen Wochen steht der Zügeltermin an und ich habe auch sonst genug zu tun. Nun, es wird Zeit das neue Firmen-VPN auszuprobieren und zum Telearbeiter zu werden.

Aktivität zum Wochenende: Aarebööteln, originally uploaded by christian st..
Wir waren nicht die einzigen mit der Idee.
—
hymnos.existenz.ch
(In Wirklichkeit gar nicht anwesend.)
Kurzangebundenheit ist zu entschuldigen; dieser Text wurde auf einem mobilen Gerät verfasst.