Menschen Technik Wissenschaft als Video-Podcast

Manchmal benehmen sich altehrwürdige Unternehmen überraschend: Unser Staatsfernsehsender SF DRS bietet ab sofort die Sendung Menschen Technik Wissenschaft (MTW) als Video-Podcast zum Download an.

Die Anleitung ist relativ ausführlich; die Feed-Adresse ist folgende: http://podcast.xobix.ch/sfdrs/mtw/mtw.xml

Und das Beste daran? Nicht nur ist der Service “gratis“, nein, auch noch aktuell: Bereits heute findet sich die Sendung von gestern im Feed.

〈Via Macprime.ch

Kontextsensitiver Spam

Mein 28. Leser ist ein Spamer: In meinem letzten Artikel hatte ich das Wort iPod auf die entsprechende Seite verlinkt und prompt als Kommentar einen Spam eingefangen der versucht hat daran anzuknüpfen:

Spam

Die Überlegung des Spamers ist einfach aber effektiv: Wenn ich viele Kommentare hätte, würde ich sie evt. nicht alle komplett durchlesen und dadurch diesen Kommentar nicht als Spam identifizieren. Dummerweise ging’s im betroffenen Artikel nur am Rande über iPods und Englisch war er schon gar nicht geschrieben. Aber der Spamer bekommt hier und jetzt Lob für seine Kontextsensitivität.

Die Jugend von heute

Cevi Es war eine anstrengende Woche aber wir haben sie fast ohne Verluste überstanden: Wer sich jemals wieder über die Jugend von heute beschwert, soll doch bitte einmal vorbei kommen. Unsere 60 Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 20 hatten sich derart ins Zeug gelegt, dass Erschöpfung und Schlafmangel komplett ignoriert wurden. Wir mussten sie teilweise ins Bett schicken wenn ihre Sitzungen noch spät in der Nacht andauerten.

BaumzeitDas daraus entstandene Projekt Baumzeit wird am 19. November 2005 in der ova Halle in Affoltern am Albis realisiert. Es ist das Resultat der neu konzipierten Ausbildung Bergwärts der Offenen Cevi Arbeit. Nach der Neu-Konzeption im April dieses Jahres ging es nur 6 Monate um die verschiedenen Weekends & diese Kompaktwoche zu planen und vorzubereiten. Ein riesiger Effort des 20-köpfigen Ausbildnerteams und ein weiterer Hinweis darauf dass die Jugend von heute mehr taugt als uns unserer Vorgängergenerationen weiss machen wollen.

Einige interessante Anmerkungen technischer Art zur aktuellen Generation;

  • Schleppten alle letztes Jahr noch einen Haufen gebrannter CDs rum, so haben heutzutage alle einen MP3-Player: Entweder ein billig Flash-Teil oder ein iPod.
  • Die Medienkompetenz ist überall vorhanden, selbst bei jenen die meinen sie verstehen nichts von Technik. E-Mail, SMS, MP3, digitale Fotos etc. sind selbstverständlich.
  • Selbst Laptops sind schon fast allgegenwärtig.
  • Musik ist ebenfalls allgegenwärtig und hat damit enorm an Wert verloren. Darum sind persönliche Empfehlungen so wichtig wie noch nie: Nur wenige Werke schaffen es aus dem Pop-Einerlei auf den MP3-Spielern hervorzutreten. Eines der wenigen die es dieses Jahr geschafft haben: Liebi, Tod & Tüüfu von Patent Ochsner.
  • Ein Grossteil der Jugendlichen legt schon gar keinen Wert mehr auf die Audio-Qualität. Die Billigstlautsprecher aus dem Interdiscount genügen ihnen vollends. Auf der anderen Seite gibt es einige wenige welche MP3-Kodierung als Blasphemie ansehen und am liebsten ihre Vinyl-Platten auf den Hasliberg geschleppt hätten.
  • Eigentlich hätten wir uns das Lager von Apple sponsoren lassen können: Die macophile Ausbildner haben sicher bei den Teilnehmer einen positiven Eindruck hinterlassen.

iTunes zur Psychoanalyse

Um einen anderen Mensch kennen zu lernen kann man entweder mit ihm jahrelang quatschen oder etwas schneller einen kurzen Blick auf seine gesharten iTunes-Songs werfen. Gerade die standardmässige Playlist Meine Top 25 (Die 25 meistgespielten Songs) sind interessant.

Bei meiner jüngeren Schwester habe ich aber zusätzlich lustige Playlist-Namen entdeckt:

iTunes Playlists der Schwester

Eine Safari RSS-Verbesserung

Ein toller Hint der letzthin auf Mac OS X-Hints gepostet wurde:

Allow space bar scroll from Safari RSS search field.

Damit kann man eine RSS-Seite auch mit der Leertaste scrollen wenn der Eingabe-Fokus in der Suchbox ist (Standardmässig ist er ja dort und das ist mühsam.)

Der Hint modifiziert ein internes Safari-JavaScript. Ist es nicht wunderbar so flexible Software zu haben? Natürlich ist Open Source noch einmal ein Stück bequemer, aber dass auch proprietäre Software sich nach und nach öffnet ist wirklich erfreulich.

Meine PSP verliert heute Mitternacht an Wert

Es ist soweit: Ab heute Nacht, in knapp 45 Minuten, wird die Sony PSP auch in der Schweiz verkauft werden.

Und damit hat meine eigene natürlich an Wert verloren. War sie vorhin noch gerade eines der wenigen aus Japan-importierten Geräte (Ich habe sie seit Februar), so wird sie schon morgen in der Masse untergehen.

Das stimmt einem traurig und nachdenklich. (Meine 18 Leser hingegen werden sich jetzt wohl die Augen verdrehen und irritiert anderswo weitersurfen.)

Kleine PDFs unter Mac OS X erzeugen

Mac OS X ist bedacht auf hohe Qualität: JPEGs werden kaum komprimiert und gerade grafiklastige PDFs werden im Hinblick auf 300dpi-Drucker damit zu riesengrossen Dateien. Wer schon PDFs aus Pages exportiert hat, weiss wovon ich rede.

Auch die PDF komprimieren-Option bringt dort meistens nicht viel Gewinn oder die fertigen Dateien sind immer noch zu gross um sie bequem zu verschicken können.

Glücklicherweise gibt es Colorsync-Filter:

Colorsync

Mit dieser kleinen Einstellung vor dem PDF-Export erstellt man Dateien die am Monitor immer noch gut aussehen, aber massiv kleiner sind als zuvor.

Wem die Kompression zu stark ist, kann natürlich unter dem Filter-Tab bei Colorsync eigene Filter definieren, am besten kopiert man den Reduce File Size und arbeitet von dort weiter.

(Ältere OS X-Versionen als Tiger haben diesen Filter evt. nicht, man kann ihn aber leicht nachbauen.)

HBO ergreift Massnahmen gegen BitTorrent, BBC nicht

Der hochkarätige amerikanische Fernsehsender HBO hat Massnahmen gegen die frei verfügbaren Kopien ihrer populären Serien ergriffen. In Anbetracht dessen dass böse Briefe nur den Anwälten wirklich etwas einbringen, versucht HBO seit einiger Zeit nun auch technisch gegen P2P-Netzwerke vorzugehen.

Knackpunkt bei allen technischen Angriffen war noch immer BitTorrent: Danke rigorosem Hash-Checking können die Dateien nicht mehr korrumpiert werden. Zwar können immer noch fehlerhafte Daten an die anderen Peers geschickt werden, aber das einzige was dabei geschieht sind enorme Bandbreitenrechnungen für HBO und Verzögerungen bei den Kunden. Unterbinden lässt sich der Austausch effektiv nicht.

Die britische Rundfunkgesellschaft BBC hingegen beschloss genau das Gegenteil zu versuchen: Sie öffnen sich gegenüber Internet und werden in Zukunft Teile ihres Programmes zum Download anbieten sowie eine Live-Übertragung ihrer Sender im Netz realisieren.

Langsam aber sicher bewegt sich etwas in der Fernsehwelt. Vielleicht sollte ich hier noch unsere Landesanstalt SF DRS löblich erwähnen, die bereits seit einiger Zeit ihre wichtigsten Sendungen als Videostream im Internet anbietet.