Paris Hilton’s geheime Frage

Sicherheitsexperte Bruce Schneier hatte gerade vor kurzem nocheinmal gewarnt: Geheimfragen sind unsicher!

Und nun hat es offenbar gerade Paris Hilton erwischt: Ihr T-Mobile Sidekick, eine Online-Applikation zur Verwaltung von Kontakten, Notizen und Fotos auf dem zugehörigen T-Mobile Handy, ist zwar mit einem Passwort geschützt, aber nach einigen erfolglosen Login-Versuchen stellt auch diese Platform eine Geheimfrage:

Wie heisst dein Lieblingshaustier?

Dumm nur dass Paris Hilton sich vor kurzem mit Britney Spears öffentlich gestritten hat. Und dass damit alle Welt jetzt die Antwort auf diese Frage kennt.

Darum: Unbedingt Bruce Schneiers Ratschlage befolgen:

>> What can one do? My usual technique is to type a completely random answer — I madly slap at my keyboard for a few seconds — and then forget about it. < <

Von einem kryptographischen Standpunkt aus ist das das einzig sinnvolle. Was bringt sonst ein starkes Passwort wenn man Geheimfragen wie Lieblingsfarbe oder Mädchenname der Mutter einfachst mit einer Wörterbuchattacke zu Fall bringt?

SHA-1 ist tot (Unbestätigt)

Laut Sicherheitsexperte Bruce Schneier zirkuliert im Moment ein Paper von drei Chinesischen Forschern der Shandong University das eine Attacke auf SHA-1 erlaubt.

Details sind noch unbekannt und das Paper scheint auch noch niemand gesehen zu haben. Aber es sieht fast so aus als ob eine weitere Hash-Funktion nach MD5 den kryptographischen Tod ereilt.

Der iPod shuffle ist da. Es ist das Ende einer Ära.

Die ersten Paletten voller iPod shuffles erreichen die Schweiz und darunter war auch meiner, ein 512gb-Modell namens Aiôn.

Zwei Gedanken und eine Schlussfolgerung sind mir dabei gekommen:

  • Das Gerät ist klein, leicht und auf das Notwendigste beschränkt. Damit ist es nicht nur ein ausgezeichneter MP3-Player für Pendler, sondern auch gleich einen Ersatz für USB-Memorysticks. Ich bin überzeugt dass sich dieses Gadget mit Hilfe des Apple-Realitäts-Verzerrungs-Feld diesen Sommer tausendfach verkaufen wird.
  • Und mit dieser Tatsache konfrontiert müssen wir, die bisherige iPod-Elite, die sich bisher stolz auf der Strasse zunickte, sobald man die weissen Ohrhörer erblickte, uns auf unser Ende gefasst machen. Das Proletariat ist da, die Exklusivität ist weg. Schon gestern habe ich auf dem Weg von der Lausanner Innenstadt bis zu meiner Wohnung nicht weniger als 4 Personen der verschiedensten Altersklassen beim iPod-hören ertappt.

Fazit: Obwohl ich gerne über die bloggenden Alles-Besser-Wissenden Experten mit ihren haarsträubenden Vorhersagen lächle, möchte ich mich doch kurz unter sie begeben: Der Erfolg des iPod shuffles wird Apple umbringen. Der elitäre, hippe, coole Touch ist verflogen, die Mode-Elite wird sich ein neues Spielzeug suchen müssen.

Ich hoffe schon fast dass Apple nie denselben Erfolg mit Mac OS X-Switchern haben wird. Nicht wegen Sicherheitsbedenken, sondern weil mir mein Platz in dieser Elite gefällt.

Reprise: iTunes Music Store noch dieses Jahr in der Schweiz!

Neben Pascal Cagni, dem Chef von Apple Europa, hat sich auch Andrea Brack, PR Manager von Apple Schweiz, zum Startdatum des Schweizer iTunes Music Store geäussert: Er kommt definitv 2005.

Laut einer Meldung von Simon Ganiere darf Andrea Brack allerdings das exakte Datum noch nicht preisgeben. Ob mehr Details im Originalartikel von Le Temps stehen würden, kann ich nicht sagen. Dieser ist wie so viele NZZ-Artikel nicht gratis zugänglich.

Individuelle iPod shuffles

Lustigerweise wird gerade in Japan Individualität bei Gadgets gross geschrieben. Kaum ein Jugendlicher hat ein Mobiltelefon das nicht von dutzenden von Aufklebern, Perlen und Anhängern verziehrt ist. Diese Tendenz macht auch vor dem neuen iPod shuffle nicht halt: Es existiert schon eine ganze Galerie für iPod shuffle-Stickers, mehr oder weniger originell.

(Der rechteste Knopf unten blättert vorwärts.)

(Mein iPod shuffle scheint gerade aus Buchs abgefahren zu sein.)

Erfahrungsbericht: McWLAN

In allen 142 McDonalds-Filialen der Schweiz läuft während Januar und Februar 2005 eine Promoaktion zusammen mit Orange: Gratis PWLAN (Public Wireless LAN, öffentliches Kabelloses Netzwerk).

Angelockt von dieser Werbung setzte ich mich heute nach langem wieder einmal in eines ihrer Restaurants an der Neuengasse 24 in Bern. Alibimässig kaufte ich mir erst eine kleine Portion Pommes-Frites, bevor ich mich im oberen Stockwerk installierte.

Mein iBook fand sofort zwei WLAN-Accesspoints von Monzoon Networks. Diese Firma stellt die Infrastruktur für Orange und damit auch für McDonalds zur Verfügung.

Die Signalstärke war ausgezeichnet und das System funktionierte wie man es erwartet: Man kann unverschlüsselt auf dem Netz einbuchen und ein DHCP-Server verteilt die IP-Adresse an den Laptop.

Solange man sich nicht auf der Monzoon-Seite authentifiziert hat, werden alle HTTP-Anforderungen auf https://easyaccess.monzoon.net/cgi-bin/monzoongateway.pl umgeleitet. Nach etwas zähem Laden der SSL-verschlüsselten Seite erscheint ein Anmeldedialog. Freundlicherweise sind Benutzernamen und Passwort (orange / mcdonalds) schon augefüllt und müssen nur noch bestätigt werden. Noch etwas zähes SSLen und schon ist man drin…

Der Browser wird automatisch auf http://www.mcdonalds.ch/pages/default.asp weitergeleitet und gleichzeitig öffnet sich ein periodisch aktualisiertes Pop-Up-Fenster mit den Verbindungsdaten. Die Informationen sind eher uninteressant solange der Zugang gratis ist. Später tut man gut sich darüber aus dem Netz abzumelden, ansonsten läuft die Verbindung bis zum Timeout nach 10 Minuten weiter.

Ich war wohl der einzige in dieser McDonalds-Filiale der in jenem Moment den PWLAN-Zugang benutzt hat. So war die Geschwindigkeit beim einem Downloadtest denn auch sehr konstant: Ca. 160kb/s von einem Switch-Server. Den Upload habe ich nicht getestet.

Freundlicherweise scheinen die Firewalls nicht zu strikt konfiguriert zu sein, abgesehen von reinem Surfverkehr lief auch BitTorrent ohne Probleme. Und noch viel wichtiger: VPN funktionierte reibungslos (Cisco VPN Client 4.0.5). So konnte ich sogar ungestört meine Mails lesen, ohne mir Sorgen über rumgefunkte Passwörter zu machen.

Alles in allem funktioniert der ganze Service ohne Probleme. (Wenn man mit dem McDonalds-Duft zu Schlage kommt.)

Nach der Gratis-Periode werden die Preise wohl der aktuellen Tarifliste von Monzoon entsprechen. Damit ist das Angebot in etwa gleich teuer wie das Swisscom PWLAN (0.60 SFr. / Minute). Aber je nach Abonnement kommt man mit kleineren Lokalanbietern günstiger weg. Wie z.B. Wlan@TheNet, die in Bern ein relativ grosses Netz haben (2.80 SFr. / Stunde).

Studenten könnte das Switch mobile-Projekt interessieren. Alle Uni-Hotspots mit der SSID ‚public‘ gehören quasi zu einem Netz. Mit den VPN-Clients der Heimuniversität kann somit auch an allen anderen Universitäten gesurft werden.

Ich podde, also bin ich.

Wired bringt einen Artikel über Markus Giesler, einem Professor für Marketing an der York Universität Toronto. Er und Doktor Michael Bull (Interview ) untersuchen welchen Einfluss populäre Produkte wie der iPod auf die Benutzer ausüben. Giesler steigert sich dabei hinein das ganze iPod-Konzept als ‚Cyborg-Konsumstrategie‘ zu nennen, währenddem Bull sich gegen althergebrachte Klischees wehren muss (Soziale Vereinsamung…)

Wer Markus Giesler bei seinen Forschungen unterstützen möchte, sollte sich an seiner Umfrage iPod Stories beteiligen.

Übrigens: Der erwähnte iPod shuffle sollte nächstens (Anfangs Februar) auch in der Schweiz zu sehen/haben sein. (139.-/199.- SFr.)