Ich mag reine Linkartikel eigentlich nicht, aber den hier möchte ich meinen 2+ Lesern nicht vorenthalten: Москва невоплощенная / Unrealised Moscow
Link zum Wochenende: Weltaustellung 2005
Wie alle Welt weiss, startet in einer Woche in Japan die Weltaustellung 2005. (Wusste ich gar nicht. Sie findet wohl zu weit weg statt. Ich wünsche ihr aber mehr Erfolg als der letzen in Hannover.)
Auf jeden Fall freue ich mich auf alle Bilder & Berichte die unzweifelhaft sämtliche Blogs und News-Seiten erfüllen werden. Den Anfang macht News.com mit ein paar netten Bildern.
Die Illusion von maschinellen Übersetzungen
(Da glaubt man sich nach Ablauf der obligatorischen Schulpflicht von
aller Grammatik befreit und kaum hockt man 5 Jahre später in einer Vorlesung über maschinelle Textverarbeitung wird man damit wieder konfrontiert.)
Was ich nicht wusste: Maschinelle Übersetzung gilt als eine der ersten Computeranwendungen überhaupt. Man dachte in den 50er Jahren dass wenn Kleinkinder Sprachen erlernen können, dies für eine Maschine kein grösseres Problem darstellen sollte. Auch wenn automatisierte Rumpf-Übersetzungen schon seit dem 2. Weltkrieg gute Dienste leisten konnten, machte sich schnell Ernüchterung breit.
Heutzutage ist man trotz Fortschritten noch weit von einer generellen automatischen Übersetzung entfernt. Das einzige oft zititierte Beispiel funktioniernder Automatisation sind Wettervorhersagen mit streng limitierter Vokabular- und Phrasensammlung. Die Systeme funktionieren generell besser je technischer die Quelltexte sind.
Ein einfaches Testverfahren um die Qualität von Übersetzungen zu testen sind übrigens Nebensätze: Kaum ein System erkennt diese zuverlässig oder schafft es die grammatikalischen Strukturen überhaupt zu erkennen.
Desweiteren können Maschinen bei der Übersetzung den kulturellen Kontext (D.h. Redewendungen, bekannte Fakten die nicht explizit erwähnt sind usw.) nicht benutzen und haben somit keine Chance bei umgangssprachlichen oder belletristischen Texten.
Das Gebiet bleibt dennoch ein beliebtes Forschungsfeld: Der Markt ist riesig. Alleine die EU muss all ihre öffentlichen Dokumente in sämtliche Sprachen ihrer Mitgliedsstaaten übersetzen (Derzeit ca. 25 verschiedene). Der Bedarf an Übersetzungen hat in den letzen Jahren so weit zugenommen, dass weltweit ein Mangel an menschlichen Experten besteht.
Weiterführende Literatur:
- Wikipedia-Artikel über Machine Translation
- Längerer Wired-Artikel
- Wired-Zeitlinie (Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2000, alle Daten danach sind fiktiv.)
Herrliche Middleware: iPhotoToGallery
Ich kann nicht ganz immer nachvollziehen warum sich Softwarehersteller so dagegen wehren ihre Systeme zu öffnen. Durch Middleware werden viele Anwendungen erst recht interessant. Opensource-Programmieren haben das schon längst begriffen.
Hier mein Lieblingsstück Middleware für den Moment: Man nehme Apples iPhoto (Dessen HTML-Export mehr als zu wüschen übrig lässt, zumindest in der Version 4) sowie die populäre Online-Galerie Gallery und verknüpfe die beiden bequem mit dem Plugin iPhotoToGallery.
Aus der Reihe: Neue Weckertechnologien
Das Kollektiv der gesammten menschlichen Forschungskapazitäten befasst sich regelmässig mit dem Problem des Aufwachens.
Hier ist der neueste Versuch sich selber zum Aufstehen zu überreden: Clocky, der Wecker der sich versteckt.
Video soll in Kürze folgen.
Link zum Wochenende: Godwins Gesetz – Oder warum es online so viele Nazis gibt
Es ist kein Zufall dass jede ‚enthusiastische‘ Diskussion online früher oder später zum Thema Nationalsozialismus führt. Das ist ein Naturgesetz: Godwins Gesetz.
Mir persönlich ist das erst einmal offline passiert. Da ich dazumal das Gesetz nicht kannte, verschlug es mir tatsächlich die Sprache.
Die Markup-Sprache des Tages: Theological Markup Language
In der heutigen Multimedia Documents-Vorlesung aufgeschnappt: ThML: Theological Markup Language.
Kennt jemand noch eine originellere?
Hast du heute schon dein Backup gemacht?
Der Data Disaster Contest von Engadget.com verkündigt stolz seine Gewinner.
(Entschuldigt mich bitte, ich muss mein eigenes Backupskript laufen lassen, sowas macht einem Angst.)
Kreativer Umgang mit Technologie: Festplatten-Bewegungssensor
Ich bin immer wieder überrascht wie kreativ neue Technologien plötzlich eingesetzt werden. Findige Enthusiasten finden neuartige Anwendungsmöglichkeiten die den Designern nicht im Traum eingefallen wären. Prominente Beispiele sind Sonys Aibo oder die Lego Mindstorms.
Neuester Zugang: Der Beschleunigungssensor in den neuen Festplatten der Apple Powerbooks wird ausgewertet um die Position des Powerbooks im Raum zu bestimmen.
Auf Kernelthread.com gibt es den Original-Hackbericht und auf Interconnected.org findet sich die erste Anwendung: Eine iTunes-Steuerung…
Du magst das aktuelle Lied nicht? Ein Schlag auf die Seite et voilà, der nächste Track ertönt.
〈Via habi.gna.ch und fscklog.com〉
Link zum Wochenende: Anti-Telefonmarketing-Skript
Telefonmarketing ist störend, das wissen nicht nur Blogger sondern auch Bundesräte (Obwohl letzterer da etwas zu verwechseln scheint.).
Die holländische EGBG (Fragt mich nicht was das heisst…) hat ein Anti-Telefonmarketing-Skript zum ausdrucken & ausfüllen herausgegeben. Es ist grundsätzlich eine Anleitung um einen Anrufer in ein Gespräch zu verwickeln in dem er mehr Informationen preisgeben muss als der Angerufene. Und damit auch seine wichtigste Ressource verschwenden muss: Zeit.