Google Earth Schweiz

Endlich ist Google Earth auch offiziell für den Mac erhältlich. Ah, ist das schön…

Ein paar Gedanken dazu:

  • Map.Search.Ch hat in der Schweiz noch immer die Nase vorn. Die Karten sind schärfer und höher aufgelöst, besonders auf dem Lande. Dazu ist die Adresssuche schlichtwegs unschlagbar.
  • Dafür sind die Flugfunktionen von Google Earth spektakulär! Mein Tipp: In den Optionen unter ‚View – Rendering‘ die ‚Elevation Exaggeration‘ auf 2 schrauben, heftig tilten (Umschalttaste-Pfeil nach unten) und über die Alpen segeln.
  • Was fehlt ist schnell nachgerüstet: Bei Polybos gibt’s sämtliche Schweizer Ortschaftsnamen für Google Earth.

Ich frage mich bloss warum Google da so ein hässliches Interface bastelt. Und warum Vollbild nicht funktioniert.

Unser Geisteszustand im Informationszeitalter

Nach dem Aufkommen von Headsets für Mobiltelefone musste man sich plötzlich umgewöhnen: Wenn man jemanden am Strassenrand mit sich selber reden hörte, war die Person nicht zwangsläufig geistesgestört, nein, sondern meistens nur dabei seinen Anteil am Bruttosozialprodukt beizutragen.

Nun muss man sich schon wieder an etwas Neues anpassen: Jemand mit Kopfhörern der von Zeit zu Zeit laut auflacht oder blöd durch die Gegend grinst, muss nicht unbedingt unter Drogen stehen. Diese Person könnte auch einfach nur einen guten Podcast am hören sein.

Ich postuliere hiermit das 1. Gesetz zum Informationszeitalter: Moderne Technologie verändert unsere Auffassung des Geisteszustandes unserer Mitmenschen.

PGP-Kex expires: Sylvester

Grr, plötzlich ist da ein iCal-Popup das mich erinnert dass heute mein PGP-Schlüssel abläuft. Ich war so ungeschickt und habe das Expire-Datum auf Sylvester angesetzt, einem Tag an dem kaum jemand Zeit hat sich nach intensivem Studium des GnuPG-Handbuchs einen neuen Schlüssel zu generieren, diesen zu signieren, den alten für ungültig erklären zu lassen, die Schlüsselserver informieren…

Naja, ich habe jetzt einfach das Expire-Datum auf Sylvester 2006 gesetzt, das löst das Problem.

(Download.)

Informatiker sollten keine Benutzerinterfaces schreiben dürfen

Bei all meinen bisherigen Arbeitsstellen wurde die eine oder andere Version von einem Kundenbeziehungsmanagment (CRM) eingesetzt, normalerweise Software wie Clarify oder Remedy. Und rege mich jedes Mal fürchterlich darüber auf.

Diese Applikationen mögen mächtig und kompetent sein, aber leider leider überlassen sie den zuständigen Administratoren zuviele Freiheiten bei der Gestaltung der Benutzerführung: Wild umherspringende Cursor beim Tabben, Radio-Buttons die sich mehrfach auswählen lassen, Dropdown-Listen die man nur mit der Maus selektieren kann, ja überhaupt: Mit der Tastatur können praktisch keine Informationen effizient erfasst werden.

Aber das schlimmste ist dass die ganze Prozessabwicklung innerhalb der Applikation nicht mit den effektiven Benutzern abgesprochen wird. Das Interface wird übersäht mit unnützen Detailangaben währendem man die wichtigen Infos mühsam aus Unterdialogen zusammensuchen muss. Das ganze System, mächtig wie es wäre, verkommt so zu einer reinen Datenbankansicht. Und das ist kein Benutzerinterface.

Natürlich hocken diejenigen die mit diesem Unding leben müssen auf der unteresten Ebene der Hierarchie und können wohl klagen, aber bekommen keinen Einfluss auf die ‚Gestaltungsarbeit‘ der Administratoren.

Informatiker sollten keine Benutzerinterfaces schreiben dürfen. Basta. Lasst mich das machen.

Homi Photolis Handies

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Handy-Photi-Menschen

Anekdote zum Thema: (Ich glaube allerdings dass ich das schon einmal gepostet habe…) In Japan ist der Markt für Digitale Kameras im Consumer-Bereich so ziemlich zusammengebrochen seit deren Handies allesamt Auflösungen von 2 bis 3 Megapixel haben, über eine anständige Optik verfügen und Speicherkarten aufnehmen.

Coole Websoftware: Vanilla und Exposé4

Websoftware gibt’s wie Strand am Meer. Und ebenso wie jedes Sandkorn dem nächsten gleicht, scheint es nur einen Typen von Foren und Fotogalerien zu geben: Hässliche.

Bisher waren PhpBB und Gallery das Höchste der Gefühle. Zahlreiche andere Skripte, ob frei oder kommerziell, waren bloss Varianten des ewig selben Themas: Mit Funktionen überladen, Skins und HTML aus dem letzten Jahrhundert, kaum benutzerorientiert.

Und so freue ich mich immer wieder wenn mir jemand etwas Frisches zeigt: Mein Dank geht an Nchenga für die wunderbare Foren-Software Vanilla und an Rouge für die spektakuläre Flash-Gallery Exposé4.

Paradigmenwechsel im Konsumentenmarkt: Gigahertz werden irrelevant

Heute fiel mir eine Werbung für ein Notebook-Angebot bei Aldi Schweiz auf.

Das revolutionäre daran: Nirgendwo im Inserat steht die sonst so wichtige Gigahertz-Zahl.

Es scheint ein Paradigmenwechsel stattzufinden: Weg von reiner Rechenpower hin zu anderen wichtigen Dingen, z.B. einem hübschen Design.

Apropos Design: Das sieht verdächtig dem Apple iBook ähnlich.

Killer-Delfine unterwegs in den USA

Manchmal weiss ich nicht was lächerlicher ist: Der Gedanke dass solche Methoden tatsächlich im Kampf gegen den Terrorismus verwendet werden könnten oder die Tatsache dass es eine solche Story in eine seriöse Tageszeitung schafft:

The Observer berichtet über Killer-Delfine des Amerikanischen Militärs die beim Hurrikan Katrina verloren gegangen sind.

Snopes findet dazu übrigens: Wahrscheinlich nicht wahr.

(Via Schneier on Security)

Die PSP & RSS

Sony aktualisiert kontinuierlich das mitgelieferte Betriebsystem der Playstation Portable und packt dabei ständig neue Features rein; letzthin war es ein Webbrowser und jetzt ein RSS-Reader.

Die Implementation ist… naja, halb gelungen, halb verknorzt und leider etwas stark limitiert. Neue Feeds kann man nur auf die eine Art hinzufügen: indem man einen entsprechenden Link komfortabel im Webbrowser auswählt. Danach taucht der Feed ausserhalb des Webbrowsers unter RSS-Kanal auf. Editieren oder hinzufügen ist dort nicht möglich, nur löschen der Feeds.

Die stärkste Limitation stammt aber von den wiedergegebenen Inhalten ab: Nur MP3s werden gestreamt, Text oder Video ist aber beides nicht möglich. Die Funktion ist also ausschliesslich für Musik-Wiedergabe und Podcasting gedacht.

MP3s werden dann gestreamt und nicht auf dem Memory Stick gespeichert. Das ist sowohl ein Vorteil (Keinen Platzverbrauch auf dem Medium) als auch ein Nachteil (Ständige WLAN-Verbindung erforderlich).

Fazit: Nettes Feature, aber der praktische Nutzen ist wegen der Netzabhängigkeit nur begrenzt.

Zwei Links zum Ausprobieren: Starfrosch & Escapepod