Posts zum Wochenende: Ruhe vor dem Weihnachtssturm

Und plötzlich steht man nach einer turbulenten Woche da und es ist für eine Stunde Ruhe: Das Weihnachtsessen ist vorbereitet, das Wohnzimmer geschmückt, die Geschenke besorgt & verpackt und man hat nichts mehr zu erledigen bis die ganze Familie eingetroffen ist.

Ein geeigneter Zeitpunkt um ein paar Gedanken zu posten, die ich letzte Woche hier nicht niederschreiben konnte:

  • Wenn alle im Zug am Morgen stumm ihr 20 Minuten lesen und nur einer glücklich dahockt und grinst, dann bin das wahrscheinlich ich und höre gerade das neue Album von Sigur Rós: Takk.
  • Gehe nie am 23. Dezember in eine Bücherhandlung.
  • Podcasts im Internet können mit dem Kürzel pcast:// direkt fürs iTunes-Abo verlinkt werden. Beispiel: Starfrosch.
  • Letzthin hörte ich den ersten lustigen Blondinenwitz überhaupt und möchte ihn euch nicht vorenthalten: Zum Blondinenwitz.
  • Ich beantworte Mails entweder nach 3 Sekunden oder nach 3 Monaten, dazwischen gibt’s nicht. Tut mir leid, ich verspreche mich auf nächstes Jahr hin zu bessern.
  • Walliser Mitarbeiter sind die besten Mitarbeiter die es gibt. Gestern war der letzte Arbeitstag und die haben den Wein bereits um 0700 am Morgen ausgepackt. Am Mittag war schon die ganze Abteilung betrunken.
  • Cede.ch und Laserzone mögen gute Läden sein, aber ihre Online-Warenkörbe sind einfach schlecht.
  • Meine Zimmerpflanze habe ich vor zwei Jahren auf Weihnachten erhalten. Und sie lebt immer noch.

Coole Websoftware: Vanilla und Exposé4

Websoftware gibt’s wie Strand am Meer. Und ebenso wie jedes Sandkorn dem nächsten gleicht, scheint es nur einen Typen von Foren und Fotogalerien zu geben: Hässliche.

Bisher waren PhpBB und Gallery das Höchste der Gefühle. Zahlreiche andere Skripte, ob frei oder kommerziell, waren bloss Varianten des ewig selben Themas: Mit Funktionen überladen, Skins und HTML aus dem letzten Jahrhundert, kaum benutzerorientiert.

Und so freue ich mich immer wieder wenn mir jemand etwas Frisches zeigt: Mein Dank geht an Nchenga für die wunderbare Foren-Software Vanilla und an Rouge für die spektakuläre Flash-Gallery Exposé4.

Man pendelt wieder. Rauchfrei.

Ich kann das basisdemokratische Klagen der Raucher gut verstehen: Schliesslich werden sie in ihrer Freiheit eingeschränkt Mitbürger zu vergiften. Wehret den Anfängen!

Und dank des Rauchverbots habe ich persönlich die grössere Freiheit bei der Auswahl der… ähm… Stehplätze.

Nur ich sitze… ähm… stehe glücklich rum und werde schräg angeguckt: Ich nehme mir die Freiheit heraus 20 Minuten blöd zu finden und als Einziger im Wagen nicht an der gemeinsamen Lektüre teilzunehmen.

ProLitteris und die autobiographischen Geister

Nein, es geht nicht um Ghostwriter.

ProLitteris, die Schweizer Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst, kriegt manchmal etwas komische Anfragen. So im Dezember 2004 als jemand fragt: Kann ein Medium Urheberrecht beanspruchen?

Ich bin der Meinung, dass der verstorbene Mann der eigentliche Urheber ist.

(Darauf gestossen bin ich übrigens via einer Mail von Daniel Boos von der Digitalen Allmend. Offenbar lässt ProLitteris zu dass Autoren einzelne ihrer Werke unter die Creative Commons-Lizenz stellen, im Gegensatz der Suisa bei der nur Alles-Oder-Nichts gilt. Wenn das Kus wüsste…)

Paradigmenwechsel im Konsumentenmarkt: Gigahertz werden irrelevant

Heute fiel mir eine Werbung für ein Notebook-Angebot bei Aldi Schweiz auf.

Das revolutionäre daran: Nirgendwo im Inserat steht die sonst so wichtige Gigahertz-Zahl.

Es scheint ein Paradigmenwechsel stattzufinden: Weg von reiner Rechenpower hin zu anderen wichtigen Dingen, z.B. einem hübschen Design.

Apropos Design: Das sieht verdächtig dem Apple iBook ähnlich.