Hallo Welt

K1

A., Sohn von A. und mir, von nun an K1 genannt, kam vergangene Woche in bester Gesundheit zur Welt. Er hält uns seither erstaunlich wenig auf Trab. Vielleicht fordere ich mit diesen Zeilen das Schicksal heraus, aber für den Moment benimmt sich K1 relativ angenehm.

Wir sind sehr gespannt, was die Zukunft bringt.

P.S.: Diesem Blog unterfährt hiermit ein radikaler Themenwechsel: Ab jetzt gibt es nur noch aktuelle Windelnpreisvergleichportallinks, die besten Stillapps und dutzende von Jöööööh-Kommentaren.

Ferien wie echte Schweizer

Die letzten zweisamen Ferien von A. und mir verbrachten wir in Ruhe in einer schönen Wohnung im Tessin. Und erlebten für einmal, was Ferien für echte Schweizer bedeutet: Stundenlanges Autobahnfahren, geschicktes Ausweichen auf die Passstrasse, stockender Kolonnenverkehr auf den Betonstrassen der Magadino-Ebene, Einparkieren zwischen riesigen metallic-grauen und schwarzen Innerschweizern SUVs und dann endlich, der Gemeinschaftspool inkl. Nachbarschaftsintrigen und anonymer Nachrichten. Shoppen in Luino, Gelati am Laufmeter, Grotto und Merlot, Anstehen im Coop Tenero, Feuerwerk auf dem See, Essen im Seven in Ascona, ino in Locarno und dann wieder im Stau vor dem Gotthard.

Entspannend, aber irgendwie extrem gewöhnlich.

In den Kykladen



A. und ich hatten dringend Ferien nötig. Wir flogen Ende September für zwei Wochen Richtung Griechenland, ausser dem Flug und zwei Übernachtungen in Athen hatten wir nichts gebucht. Unser Plan war Insel-Hopping: Mit der Fähre spontan von Insel zu Insel in den Kykladen zu ziehen.

Wir hatten Glück: Dank etwas Voraussicht bezüglich der Streiks, gutem Wetter und zufällig ausgezeichnetem Timing haben wir zwei erholsame Wochen ohne grosse Komplikationen verbracht.

Unsere Route: Nach einer Nacht aus dem wenig sehenswerten Athen geflüchtet (Am nächsten Tag hätten wir keine Möglichkeit mehr gehabt, den Hafen Piräus zu erreichen), mit der Fähre nach Paros, von dort nach Santorini, weiter nach Milos und über Sifnos zurück nach Piräus, von wo aus wir Athen links liegen liessen und direkt zum Flughafen fuhren. Auf den Inseln übernachteten wir jeweils drei mal, bevor wir uns von Hafen- oder Hotelpersonal über unser nächstes Ziel beraten liessen.

Anbei ein paar Notizen für diejenigen, welche beim Recherchieren ähnlicher Pläne auf diesen Artikel stossen:

September ist Nebensaison in Griechenland, Oktober sogar Neben-Nebensaison. Das heisst, dass mit Einschränkungen beim öffentlichen Verkehr zu rechnen ist, und nicht mehr alle Hotels offen sind. Auf der anderen Seite geniesst man dafür menschenleere Strände, ruhigere Städte und lächerliche tiefe Zimmerpreise. Das Wetter und das Meer sind noch warm, erst am Ende unserer Reise kam der erste Regen nach sechs Monaten.

Wandern lässt sich ganz gut, es gibt hervorragende Wanderkarten auf den Inseln zu kaufen. Die Ausschilderung ist unterschiedlich gut. Im Frühling muss es unglaublich grün sein, jetzt im Herbst dominiert ausgetrocknete Vegetation die Landschaft.

Wir machten gute Erfahrungen mit folgenden Hotels (Alle mit Blick aufs Meer, natürlich):

Wer sich gerne weitere 500 Fotos von Sandstränden, Olivenhainen, Sonnenuntergängen und Felsformationen ansehen möchte, darf sich gerne bei uns melden.

Vertraue nie deinem zukünftigen Ich

Aus einem Artikel von You Are Not So Smart:

The trick is to accept [that] the now you will not be the person facing those choices, it will be the future you – a person who can’t be trusted.

Glücklicherweise war ich letztes Jahr persönlich sehr gut unterwegs. Ich musste kaum eine Arbeit meinem miserablen zukünftigen Ich überlassen. Derart gut, dass ich an diesem Neujahrstag nicht einmal Vorsätze fassen musste.

(Mein Twitterkonto belasse ich aber trotzdem weiter als Kunstprojekt zum Thema Prokrastination.)