Konzerthinweis: Geistliches Chorkonzert a cappella

Einmal mehr einen kulturellen Hinweis in eigener Sache (D.h. ich singe mit):

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Der CHOR führt anfangs Juli überwiegend osteuropäische geistliche Chorwerke a cappella auf. Mit rund 60 Personen werden wir Kirchen in Herzogenbuchsee, Bern und Zürich zum Klingen bringen. Es würde mich freuen auch meine 103 Leser im Publikum zu begrüssen. (Hinterlasse einen Kommentar und ich setze dich auf die Gästeliste.)

Freitag, 1. Juni 2007, 20:30, Bern, Dreifaltigkeitskirche
Sonntag, 3. Juni 2007, 17:00, Zürich, Kreuzkirche
Freitag, 8. Juni 2007, 20:30, Herzogenbuchsee, Reformierte Kirche
Samstag, 9. Juni 2007, 20:30, Bern, Dreifaltigkeitskirche

Auf dem Boden der Realität (Keine Höhenflüge)

Das muss es auch mal geben: Am vergangenen Sonntag begrüsste uns Fluglehrer Jürg mit schlechter Laune. „Letztes Wochenende war schönes Wetter und kein Mensch kommt fliegen, aber heute ziehen Wolken auf und alle wollen mit.“ Er kündigte uns schon bei der Abfahrt in Bern an dass es durchaus möglich ist dass wir heute auf dem Boden bleiben.

Eine Stunde später waren wir im Jura in Corgemont und mussten der bitteren Realität ins Auge sehen: Böenhafte Winde von bis zu 20 km/h schon auf dem Landeplatz würden die Landung massiv erschweren, von den Windverhältnissen am Startplatz wagten wir schon gar nicht zu sprechen.

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Verhalten optimistisch vertröstete uns Jürg auf später und wir übten für die nächsten zwei, drei Stunden uns am Boden im Groundhandling, d.h. zum Beispiel mit rückwärts aufziehen. Diese Technik erlaubt es gerade bei derartigen Winden etwas sicherer zu starten. Etwas knifflig da man übers Kreuz steuern muss, anders als gewohnt. Und zusätzlich ist es ziemlich anstrengend den Schirm dauernd auszulegen, aufzuziehen, zu knorzen und wenn’s hoch kommt ein paar Meter hinterherzurennen, nur um ihn danach wieder auseinanderfalten zu müssen. Wenigstens bekam ich so einen Haufen Übung im Leinen sortieren.

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Gegen 1600 Nachmittags beruhigte sich die Luft etwas und wir packten unsere Aufrüstung und fuhren zum Startplatz hinauf, in der Hoffnung dennoch einen kleinen Flug machen zu können. Allerdings hatten wir nicht mit derartigem Aufwind gerechnet, oben blies der Wind mit 20 bis 25 km/h den Hang hinauf. Das war an der oberen Grenze und schrie nach einem sauberen Rückwärtsstart, welcher zu diesem Zeitpunkt kaum jemand von uns beherschte. Ausser dem brevetierten Res wagte sich niemand dort einen Startversuch zu wagen.

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Zu fünft mussten wir seinen Schirm festhalten damit es ihn noch vom Feld blies. Nach kurzer Bedenkfrist machte Res dann den Schritt nach vorne und stieg praktisch senkrecht in den Himmel. Vorwärts kam er nur mit Hilfe des Beschleunigers, aber steigen war definitv kein Problem.

Wir verharrten noch etwas am Startplatz bevor wir endgültig den Tag als hoffnungslos aufgaben und wieder hinunter fuhren. Res wartete unten bereits und berichtete dass es tatsächlich sehr ruppig in der Luft zu und her ging. Da dabei die Gefahr von Seitenklappern sich massiv erhöht, war die Entscheidung für uns eher unerfahrenen Piloten am Boden zu bleiben wohl die richtige.

Schade, ich hatte mich gefreut nach drei Wochen mal wieder in die Luft gehen zu können, besonders weil die kommenden Wochenenden von anderen Sports & Konzerten bereits ausgefüllt sein werden. Mal sehen wann ich das nächste Mal mein Material auspacken kann.

Minarette sind keine Moscheen

Ich bin etwas irritiert: Die SVP lancierte soeben eine Volksinitative mit dem einfachen Text: Der Bau von Minaretten ist verboten.

Ist unseren lieben Rechten entgangen dass Minarette keine Moscheen sind? Haben sie diese zwei Begriffe verwechselt? Ihre Politik der Ausgrenzung und Paranoia müsste doch eigentlich ein komplettes Verbot aller Nicht-Christlichen Institutionen fordern.

(Sorry, wenn diese ganze Angelegenheit nicht so peinlich und traurig wäre, würde dieser Artikel sicher wesentlich witziger sein…)

Kurzmeinung: Sunshine

Ah, Sunshine, echte harte Science-Fiction aus England! Kühl und rational entscheidet die Crew der Ikarus II darüber wie sie mit ihren Problemen bei der Neu-Initalisierung der Sonne fertig werden. Bei schwierigen Entscheidung werden Emotionen ausgeblendet und die Demokratie wird zugunsten der Technokratie aufgehoben. Als der Sauerstoff auszugehen droht, diskutieren sie ruhig darüber wieviele von ihnen sterben müssen damit der Vorrat bis zum Missionsende reicht.

Toller Look, eiskalt gespielt, ein sanfter Soundtrack von Underworld und starke, d.h. positive 2001-Einflüsse würden diesen Film zu einem uneingeschränkten Spektakel machen.

Wäre da nicht dieses blöde letzte Drittel. Schade um den Film.

Sie hei d’Sunnä im Gsicht u Wind i de Haar…

Gleitschirmflieger sind professionelle Smalltalker: Es gibt schlichtwegs kein anderes Thema als Wetter, Wetter, Wetter… Und dieses war letztes Wochenende einhellig super: Sonne und Wind zum träumen.

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Am vergangenen Wochenende fuhren wir an den Neuenburgersee um dort in Mauborget zu fliegen. Traumhaftes Panorama (Welches leider auf dem Bild nicht so zur Geltung kommt.) Zum Glück tauchten wir schon früh am Samstag Morgen auf, der Startplatz ist offenbar extrem beliebt. Tatsächlich sah es am Mittag folgendermassen aus:

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Über 30 Gleitschirme und ein knappes Dutzend Deltaflieger tummelten sich auf der Wiese und hoben einer nach dem anderen ab. Etwas rechts vom Startplatz gab es angenehme Aufwinde und dorthin verzogen sich die Profis währenddem wir Schüler uns Richtung Landeplatz verzogen.

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Die 3 heutigen Flüge waren technisch wenig spektakulär, aber das warme Wetter machte alles irgendwie… leichter. Schöne Aussicht, man fliegt nicht komplett vermummt und eingepackt rum und fühlt sich noch einen Deut freier als zuvor.

(Ich habe mich prompt erkältet.)

Den dramatischsten Zwischenfall habe ich verpasst: Einer der Mitschüler hat es nicht geschafft in der Thermik zu drehen und fand sich plötzlich in Baumwipfelhöhe über dem Wald. Zum Landeplatz reichte es ihm nicht mehr, aber er befand sich zufälligerweise über einer Strasse und konnte so mitten im Berg landen. Unglaubliches Glück.

Am Sonntag fuhren wir ins Freiburgerland nach Plaffeien. Trotz des wunderschönen Tages gestern im Jura waren die Bisen-Prognosen etwas schlecht und wir entschieden uns aufs Gurli zu kraxeln.

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Und wurden dafür oben mit dieser Aussicht belohnt:

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Wow. Der Startplatz war ein bisschen steiler, holpriger und kürzer als die bisherigen, nicht ganz ungefährlich. Glücklicherweise lief alles gut, ein, zwei knifflige Startabbrüche inbegriffen, aber ich kam ohne Probleme weg.

Auch dieses Mal waren meine 3 Flüge wenig spektakulär, trotz der einmal mehr tollen Aussicht. Ich versuchte mich am Prüfungsprogramm und probierte das erste Mal meinen Beschleuniger aus (Eine Art Gaspedal welches ca. 10 km/h mehr an Geschwindigkeit herausholt auf Kosten erhöhtem Sinkens).

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Deshalb sass ich schon bald wieder am Boden und durfte warten: Zwar herschte viel Aufwind über dem Wald unter dem Startplatz, aber irgendwie traff ich die richtigen Zonen nicht bzw. war noch etwas zu früh dran. Alle die nach mir starteten kamen praktisch nicht mehr runter und brauchten sich gar nicht erst um die Thermikschläuche zu kümmern: Es ging einfach überall rauf. Ausser bei mir…

Fazit: Zwei Supertage und eine Erkältung, freue mich schon wieder auf die nächsten Flüge, ärgere mich dass ich jetzt gleich zwei Wochenenden ausgebucht bin und hoffe darum auf schlechtes Wetter.

Kurzmeinung: The Boss Of It All

Europäischer Film ist einfach der witzigste. Besonders wenn sich ein sonst so oberseriöse Filmemacher wie Lars Von Trier an eine Komödie heranwagt. Und gleich mehrmals selber im Film auftaucht und betont dass sein Werk sinnlos sei, ohne Relevanz oder inhaltliche Absicht.

Unsinn! In The Boss Of It All wird der Büroalltag 1:1 abgebildet: Die psychotische Mitarbeiter, der überforderte Chef, der tobende Investor und dazwischen der verträumter Schauspieler sind seit der TV-Serie The Office wohl das realistischste Büropersonal auf der Leinwand. Damit empfehle ich diesen Film einer jeden Bürodrohne die ihr Alltagsleid mit fiktiven Firguren teilen möchte. Es ist wunderbare Unterhaltung ohne peinliche Schenkelklopferwitze, Feierabend pur.