Beste Mulholland Drive Vorführung ever

(Dieser Beitrag ist nur lustig, wenn man David Lynchs Mulholland Drive gesehen hat.)

Nach der Vorführung des Film in der Cinématte kommt die Operatrice in den Zuschauerraum und folgender Dialog spielt sich ab:

Sie: Es tut mir schrecklich leid, aber der Film war falsch zusammengesetzt. Es sind noch zwei Akte übrig. Sie können entweder das Geld zurück haben, oder ein Ticket für eine anderer Vorführung haben.
Wir: Was?
Sie: Zwei Akte haben gefehlt.
Wir: Sind Sie sicher? Wir haben das Gefühl, dass das der ganze Film war.
Sie: Das liegt in der Natur des Films. Der Schluss ist so, aber vorher haben Teile gefehlt.
Wir: Ähm, wir glauben nicht.
Sie: Doch, doch, da hat was gefehlt. Normalerweise ist der Film auch zweieinhalb Stunden lang.
Wir: Es ist halb zehn, das waren zweieinhalb Stunden.
Sie: Ähm, Moment bitte…
Sie geht kurz raus und kommt eine Minute später wieder.
Sie: Alles ok, das war der ganze Film. Sorry.
Wir müssen lachen.

(Das laufende Programm der Cinématte ist einmal mehr umwerfend.)

Mein bestes Gespräch in den 00er-Jahren

Der Anbruch eines neuen Jahres allgemein und eines neuen Jahrzehnts im Speziellen, ist immer für eine Bilanz gut.

Ich werde das nicht tun. Ich hege keine Pläne weiter als drei Monate in die Zukunft.

Das einzige, was einer Bilanz der letzten zehn Jahre nahe kommt, ist dieses Gespräch vom Sommer 2008:

Ich: Ich habe einen neuen Job als Webapplikationen-Entwickler.
Kollega R.: Ah ja? Haben wir das nicht schon im Gymer zusammen gemacht?
Ich: Ja.
Kollega R.: Für was hast du dann studiert?
Ich: Hmm…

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr. Lasst Pläne Pläne sein, lehnt euch zurück und geniesst das Leben.

Fröhliche Weihnachten euch allen!

Ein gesegnetes und entspannendes Weihnachtsfest wünsche ich von Herzen. Allen.

Auch den Nicht-Gläubigen. Wobei ich mich zu recht frage: Arbeiten Atheisten am 25. Dezember? Das wäre doch nur konsequent und eine Kompensation für die nicht bezahlte Kirchensteuer.

(Tut mir leid, konnte nicht widerstehen. Schönen Abend.)

Wo sind all die Windows-Entwickler?

Die Applikation ist bereits 15 Jahre alt und hat schon mehr als einen Technologiewechsel gesehen: Angefangen bei Delphi, besteht sie heute hauptsächlich aus Visual Basic-Code, sieht aber noch aus wie zu Windows 3.11-Zeiten.

Dieses Mal ist es an mir in den Code-Dschungel vorzustossen, aufzuräumen und sie schreiend und um sich schlagend ins nächste Jahrhundert zu schleppen. Für mich als Webentwickler ein besonders spannendes Projekt; habe ich doch noch nie nur eine Zeile Code für Windows geschrieben.

Kein Problem, sage ich mir, und schicke als erstes eine Mail in die Runde meiner IT-Freunde und ehemaligen ETH-Mitstudenten: Wer hat Erfahrungen mit Windows-Entwicklung und kann mir ein paar Ratschläge zur Technologiewahl geben?

Offenbar niemand.

Eine Auswahl der Antworten: „Ich mache nur noch Webapplikationen mit Ruby.“ – „Java.“ – „Bin gerade an einer iPhone-Applikation.“ – „Java.“ – „Server-Entwicklung unter Linux.“ – „Java.“…

Wo sind all die Windows-Entwickler hin? Wird Microsoft jetzt definitiv abgehängt? Irgendwie kann ich das nicht ganz glauben, aber im Moment verlassen Generation um Generation von Informatikern mit ihren MacBooks die Universitäten und lassen Windows zunehmend im Regen stehen. Ist Google mit ihrem browserbasiertem Betriebssystem Chrome OS tatsächlich näher am Puls der Zeit?