Flach, flächer, MacBook Air

Egal ob man das neue MacBook Air mag oder nicht, etwas muss man Apple lassen: Das Engineering begeistert.

Einen kleinen Eindruck erhält man auf der Webseite mit den Leistungsmerkmalen, noch spektakulärer sind die Bilder vom neuen Motherboard und Prozessor in der Keynote zu sehen.

(Ich persönlich brauche zum Glück unbedingt einen Firewire-Anschluss. Und brauche deshalb nicht viel Geld für dieses super-sexy Gerät auszugeben.)

Der Apple-Hype-&-Produkte-Zyklus

Angesicht der bevorstehenden Mac World San Francisco vom kommenden Dienstag liegt etwas in der Luft: Hype, Gerüchte, anonyme Quellen, interne Experten; das gemeinsame Delirium aller Mac-Fans verdichtet dank einem Reality-Distortion-Field selbst die kleinsten Krümel Internetwahrheiten zu einer vermeintlich real existierenden Tatsache. (Das dazugehörige Bingo gibt’s bei Ars Technica.)

Um als Aussenstehender den ganzen Prozess zu begreifen hat Dan Smith den Apple-Produktezyklus niedergeschrieben. Sehr witzig.

Und wer gerne sehen möchte wie schnell Gerüchte entstehen darf sich zu Gemüte führen was Macprime.ch angestellt hat.

(Via MacMacken)

Unboxing-Experience: Windows Vista vs. Mac OS X

Wenn im Haushalt ein neuer Laptop angeschafft wird ohne mich zuerst zu konsultieren, hat man halt plötzlich eine Vista-Maschine (Einen HP, aus der Migros) am Hals. Und ich muss dann wieder ran um die Kanten auszubügeln.

Bei meinem MacBook ging da Auspacken und In-Betrieb-Nehmen ungefähr so: Auspacken, anschliessen, einschalten. Ein kurzer Registrierungsdialog und schon lief das Teil. Einfach, unkompliziert und schnell.

Der HP vermittelt hingegen typischen Windowsflair: Auspacken, 5 verschiedene Aufkleber entfernen, anschliessen, einschalten, die Weihnachtsbaumähnliche Beleuchtung des Gerätes begutachten. Und danach über eine Stunde warten währenddessen sich Windows installiert, eine Sicherungskopie anlegt und danach konfiguriert. Kurz darauf reklamiert der Virenschutz veraltete Dateien. Zusätzlich warteten 41 Windows-Updates auf die Installation. Und danach wird man von einer Unzahl Icons auf dem Arbeitstisch konfrontiert (Links auf ebay.ch, zu Tele 2 oder zur Skype-Installationsdatei).

Kein Wunder sind wir Mac-User die glücklicheren Menschen.

LAN-Parties gestern und heute

Meine erste LAN-Party muss ich vor ca. 10 Jahren besucht haben. Der Aufwand war riesig: Ich musste meine Eltern überzeugen die ganze teure PC-Ausrüstung zu transportieren, die Netzwerkkarte musste installiert werden, Verkabelung lief noch über BNC und das Treiber laden unter MS DOS war eine Wissenschaft für sich.

Und heute?

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Final Cut Pro: Traumsequenz

Folgendes Rezept für eine Glühen einer Traumsequenz mit leichter Schlierenbildung sollte so ähnlich auch in anderen Applikationen als Final Cut Pro funktionieren. Andere Kombinationen von Einstellungen, Filter und Compositemodi führen ebenfalls zum Ziel, dies ist mein Vorschlag:

  • Videospur duplizieren und zeitgleich übereinander legen.
  • In der oberen Videospur im Reiter Bewegung die Deckkraft auf 40% heruntersetzen, zusätzlich Bewegungsunschärfe aktivieren. Dort die Anzahl der Einzelbilder auf 4 belassen, die Unschärfe auf 150 fahren.
  • Den Filter Gauss-Unschärfe anwenden. Den Radius grosszügig wählen z.B. 30.
  • Per Filter Farbkorrektur die Sättigung und Weisstöne stärken, evt. das Bild leicht rosa einfärben.
  • Voilà.

Hinweis: Die Bewegungsunschärfe macht diesen Effekt sehr rechenintensiv.

Beispiel von vorher – nachher:
Vorher
Nachher

Final Cut Pro: Video und Audio aus verschiedenen Quellen synchronisieren

Letzthin stand ich vor der Aufgabe eine Videoaufnahme einer Liveshow mit der zugehörigen Audiospur von Minidisc zu synchronisieren. Aufgrund der Länge des Projektes musste ich das sogar mehrmals machen, zusätzlich begannen die Aufnahmen von Video und Audio nie ganz zum gleichen Zeitpunkt. Folgendes ergab sich bei mir als Arbeitsweise:

  • Video normal im Final Cut Pro einspielen.
  • Audio am einfachsten in Quicktime* einspielen: In den Systemeinstellungen unter Ton – Eingabe den Line-In auswählen und die Eingangslautstärke derart regeln, dass die Aufnahme nicht überschlägt. Danach im Quicktime Ablage – Neue Audio-Aufnahme auswählen und per grossem roten Knopf die Aufnahme beginnen. Gespeichert wird am Schluss in die Datei Audio.mov im letztbenutzten Verzeichnis.
  • Datei Audio.mov ins FCP importieren und zusammen mit der Videospur in die Timeline ziehen.
  • Auf der Videospur ein hervorragends Ereignis (Klatschen, Knall, Ausruf) finden, den Playhead dort platzieren und eine Markierung (‚m‘) setzen. Dasselbe auf der Audiospur machen.
  • Eine der Spuren so verschieben bis die Markierungen übereinstimmen.
  • Die Feinkorrektur machen bis die Synchronisation exakt ist. Mit den Tasten ‚.‘ und ‚,‘ kann ein markierter Clip um einzelne Bilder verschoben werden. Erleichtert wird die Arbeit wenn die Audiospur des Videos ebenfalls vorhanden ist, diese aktivieren und so lange die zweite Audiospur justieren bis die Echoeffekte verschwinden
  • Voilà. Jetzt noch Video und Audio markieren und per Command-‚L‘ verlinken.

* = Audacity ist sonst meine Audiosoftware der Wahl, aber sie erwies sich nicht als stabil genug fürs Einspielen.

Papier im Informationszeitalter

Und noch ein Gedanke zu gestern Abend: Wenn ein Haufen Technophiler im Gespräch vertieft sind, fallen jede Menge Linkvorschläge. Aufgrund der analogen Natur des Mediums ‚Mündliche Überlieferung‘ gehen diese verloren sofern man sie nicht manuell erfasst.

Und siehe da: Ausser Habis iPhone fanden sich kaum Gadgets auf dem Tisch. Dafür Notizbücher, Moleskines und Konsorten.

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Ich selber habe mir vor einigen Monaten aus altem Schulungsmaterial selber ein derartiges Datenerfassungsutensil zusammengestellt und bin mit Funktionalität und Handhabung eigentlich sehr zufrieden. Einziges Manko ist die mangelhafte Synchronisationsfähigkeit.

Die Palm-Organizer welche ich vor 6-7 Jahren benutzt hatte kamen fast an die Papierorganizer heran. Der stift-lose Betreib wie beim iPhone lässt die gefährdeten Bäume aufhorchen: Damit nähert sich die Erfassungsgeschwindigkeit immer mehr an diejenige der analogen Vorlage.

Die ersten Wochen Leopard

Vor einigen Wochen ist die neue Version des Betriebsystems Mac OS X erschienen, genannt Leopard. Getreu dem Early Adaptor-Credo hatte ich mir die DVD bereits lange vorbestellt und in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung installiert.

Das Fazit bis heute? Keine Revolution, aber einen Haufen Evolution.

Quicklook mag auf den ersten Blick nichts Weltbewegendes sein, aber ich habe mich sofort daran gewöhnt. Leopard fühlt sich damit auch viel schneller an, nicht in absoluten/abstrakten Benchmarkwerten, sondern in der Geschwindigkeit mit ich den PC bedienen kann. Mehr Flow denn Work.

Das neue iChat bietet viel mehr als nur Spielereien. Und schon die Backuplösung Time Machine alleine ist das Upgrade wert.

Und dann sind da diese kleinen Details an denen ich mich jeden Tag erfreue: Was passiert zum Beispiel wenn ich im Webbrowser Safari nach Doppel-S im Text suche? Es findet sowohl alle ’ss‘ als auch ‚ß‘:
leopard_ss.jpg

Und dank dem neuen und noch einfacheren Netzwerkbrowser weiss ich jetzt auch wieder einfach wer in meiner WG zu Hause ist:
leopard_daheim.jpg

Einziges Manko das mir aufgefallen ist: Das Adressbuch hat jegliche Bluetoothfunktionalität verloren. Es lässt sich zwar noch synchronisieren, aber ich kann damit keine SMS mehr versenden und empfangen oder Anrufe tätigen. Schade.

Ein Gedanke zum Abschluss: Nur Apple kann es sich leisten einen solchen Bildschirmhintergrund auch bei der Anmeldung zu benutzen. Hätte Microsoft das getan, wären sie aufs Gröbste ausgelacht worden.

Getting Things Done via Telefon

Unterwegs und weit entfernt von der heimischen Inbox für dein GTD? Ab heute bieten die Swisscom Labs einen gratis Service namens Memo Nummer an: Einfach 0900 079 079 anrufen und sich selber eine Sprachnachrichten in die Zukunft schicken.

Einfach und direkt.

Hey, damit könnte ich mir selber zum Geburtstag gratulieren. Oder nach meinem Tod meinen Handyerben verwirren.

(Bis Ende 2007 ist der Service gratis. Disclaimer: Ich arbeite zwar für die Swisscom, aber nicht in dieser Gruppengesellschaft.)