Der Post die Arbeit abnehmen

Schon wieder ein Packet durch die Lappen: Am Samstag ging ich 10 Minuten zu früh aus dem Haus und verpasste knapp den Kourier mit meinem Leoparden. Wenigstens ist TNT so flexibel mir die Wildkatze ins Büro zu liefern. (Update: Hat nicht geklappt.)

Nicht so die Post. Ich bin überzeugt dass ich gelegentlich sogar bei mir zu Hause im 5. Stock verweilte als der Pöstler unten zu klingeln glaubte und dann nur eine Notiz im Briefkasten hinterliess. Und ich einen Tag warten musste um das heissersehnte Packet endlich in meine Arme zu schliessen.

Jetzt macht mit ein Kollege auf einen Service aufmerksam: Anstatt dass die Post versucht Packete auszutragen, kann ich alternativ ein temporäres gratis Postfach in gewissen Poststellen einrichten lassen und bekomme eine SMS oder eine Mail wenn das Packet dort zu finden ist. Das ganze nennt sich Pick Post, ist nicht ganz neu, aber ganz nett. Nur habe ich noch keine Bestätiguns-SMS oder Mail erhalten. Was mich schon wieder misstrauisch stimmt.

Hypersozialität

Vor ein paar Monaten wurde ich überredet mich auf StudiVZ zu registrieren. Kaum dort eingerichtet erhalte ich eine Nachricht von einer alten Bekannten ob wir uns nicht auf Facebook austauschen wollen. Und seitdem ich dort Tag und Nacht meine Freundesliste zusammenklicke, erhalte ich die ganze Zeit Einladungen für LinkedIn.

Ich bin hypersozial.

Feature zum Wochenende: Google Earth Flugsimulator

Offenbar hat Google in der neuen Version 4.2 von Google Earth ein verstecktes Feature eingebaut: Einen Flugsimulator.

Wer mit einer F16 oder mit einem Propellerflugzeug Flüge über die Erde machen will, kann mal CTRL-ALT-A bzw. COMMAND-OPTION-A drücken und findet sich im Cockpit wieder. Mit PAGE UP wird Gas gegeben, mit den Cursortasten lässt sich das Flugzeug steuern und nicht vergessen mit G die Räder wieder einzuklappen. (Tastaturbelegung) Die Steuerung mit der Tastatur ist etwas schwierig, am besten klickt man nach dem Start einmal mit der Maus ins Fenster und kann danach mit dieser steuern (Zum geradeaus fliegen den Mauszeiger in der Mitte des Dreiecks halten).

Mit diesem Flugsimulator wird ein Feature mitgeliefert dass ich bisher vermisste: Von der Karte aus hinaufgucken. Bis jetzt war nach der horizontalen Sicht Schluss, man konnte nicht einem Berghang entlang den Gipfel betrachten oder die für mich interessanten Visualisierungen der Luftverkehrsstrassen von unten betrachten. Jetzt ist das zumindest im Ansatz möglich.

High-Tech macht mich sportlich

Nicht nur dass ich dank dem Nike Sport Kit erst am Grand Prix von Bern teilgenommen habe. Auch die Anzahl von Gadgets und den dazugehörenden Kabel, Ladegeräten, Objektive, Ersatzakkus etc. machen mich zu einem eigentlichen Gewichtsstemmer.

Und jetzt kommt Nintendo und treibt mich weiter Richtung Hochleistungssportler: Mit Wii Fit kommt im Gegensatz zu den normalen Wii-Aktivitäten der ganze Körper zum Zug. So vor dem TV geschwitzt werde ich seit Dance Dance Revolution nicht mehr gehabt haben.

Und ohne digitale Dokumentation der erbrachten Leistungen rühre ich heutzutage ja keinen Finger mehr.

Technik und Emotionen: Das iPhone kommt

Kaum eine Firma versteht es die Herzen von Anwendern weltweit so zu bewegen wie Apple: In wenigen Tagen erscheint das iPhone und noch bevor irgendwer das sagenumwobene Gerät in den Händen hielt, ist die Welt ist bereits zweigeteilt in einem Konflikt zwischen bedingungslosen Liebhabern und absoluten Hassern. Eine nüchterne Betrachtung scheint unmöglich.

Renommierte Webseiten wie ZDNet müssen sich rechtfertigen weil andere wie Rougly Drafted deren Berichterstattung kritisieren. Dort macht sich Gizmodo über die ersten Kunden lustig und hier ist Engadget soweit gegangen einen Feed ohne iPhone-News zu offerieren.

Ich persönlich verzichte im Moment darauf mein in die Jahre gekommenes Sony Ericsson K750 mit einem anderen Modell zu ersetzen und warte bis das iPhone auch den Weg in die Schweiz findet. Und ignoriere geflissentlich die bösen Gerüchte über Vertriebspartnerprobleme. Mich kümmert’s herzlich wenig ob Apple die Telekommunikationsfirmen beleidigt; ich bin Kunde & König und ich verspüre eine einzige Emotion: Verlangen. Jetzt. Hier.

Die persönliche allgegenwärtige Datenbank

Am gestrigen BLGMNDYBRN hatte ich eine kurze Konversation mit Roger über den tollen GMail Mobile Client, einer kleinen Java-Applikation fürs Natel mit der man einfach, unkompliziert und extrem schnell auf sein Google Mailkonto zugreifen kann.

Was Roger bewusst macht und ich mir eher unbewusst angeeignet habe, ist der Prozess des Sich-Selber-Mails-Schicken: Informationen die ich gerne überall zur Verfügung habe schicke ich mir selber in meinen Briefkasten. Da man in GMail über knapp 3 Gigabyte Speicherkapazität verfügt und nie etwas zu löschen braucht, kann ich mit Hilfe der bewährten Googlesuche immer auf meine persönliche und passwortgeschützte Datenbank zugreifen. Sei es vom Natel aus via der obengenannten Applikation oder von einem beliebigen PC via Webmail, wobei ich in letzterem Falle noch zusätzlich Zugriff zu allen Dateien & Dokumenten habe welche ich in meinen Mails gespeichert habe.

Endlich unbeschränkter Zugang zu all meinen Daten. Das ist der Segen und zugleich der Fluch der allwissenden Datenkrake Google. Ich mag dessen Services nicht missen und bin durchaus bereit bezüglich meiner Privatsphäre dadurch Kompromisse einzugehen. Welcher Kompromiss der Tropfen sein wird der das Fass zur kompletten Transparenz verführt, weiss ich auch nicht.

Mit High-Tech an den Grand Prix Bern

Morgen ist es soweit, der 26. Grand Prix von Bern findet statt und ich nehme zum ersten Mal auch daran Teil. Ich freue mich bereits extrem denn nach jahrelanger sportlichen Lethargie habe ich mich endlich aufgemacht und werde mit 16’000 weiteren Personen die 16 Kilometer quer durch Bern sekkeln. Das selbstgesteckte Ziel einer Laufzeit von unter 1h 30min werde ich wohl erreichen, das Wettrennen mit meinem Bruder fällt aufgrund seiner Grippe leider aus.

Imposant sind die technischen Features des Laufes: Am Start wird man mit RFID-Chip exakt und individuell getimt, unterwegs sorgen Foto- und Videokameras für Kontrolle und Souvenirs und am Schluss wartet bereits die SMS mit der Einlaufzeit. Ah ja, die Strecke gibt’s natürlich als Google Earth-Link auf der Webseite vom GP.

Ich habe sogar ein Spielzeug mehr dabei: Das Nike+ Sport Kit für den Apple iPod misst dank einem Beschleunigungssensor am Fuss meine eigene Geschwindigkeit und bereitet sie am Schluss wunderschön grafisch auf. Das kleine und billige Sensorpaket (40.- SFr.) ist vollgepackt mit Features, unterwegs wird der zwingend notwendige iPod Nano sogar zur Ansage der Laufdaten (Zeit, Strecke, Geschwindigkeit und verbrannte Kalorien) benutzt. Damit machte das Training extrem viel mehr Spass, jede Leistung wird dokumentiert. Ich werde am Sonntag hier meine GP-Leistung publizieren, im Moment kann ich nur auf Rouges Beispiel verweisen.

Wearable Computing ist hier. Und ich werde es morgen mit der Startnummer #16570 mit mir rumtragen. Mal sehen wie weit ich komme…

HD-DVD und Blu-Ray-Verschlüsselung ist passé

Das hat fast länger gedauert als ich gedacht habe: Offenbar sind die Processing Keys unverschlüsselt im Speicher aufgefunden worden. Und wie Boing Boing korrekt feststellt braucht es für die künstliche Verhinderungstechnologie DRM nur einen Fehler und das ganze System liegt darnieder.

Wen wird das jetzt wirklich stören? Ausser der üblichen Empörung der Filmindustrie werden sich wohl beonders Gerätehersteller freuen: Die ganzen DRM-Geschichten und Formatkriege haben die Konsumenten schon zu lange verunsichert und Investitionen in High-Def-Apparaturen verzögert. Jetzt dürfte sich die Verbreitungsgeschwindigkeit etwas beschleunigen.

Als Anekdote dazu: Der rumänische Staatspräsident Basescu wies auf den positiven Effekt von Windows-Raubkopien auf die nationale Informatik hin, an einer Pressekonferenz und neben ihm sass Bill Gates.