Für die Aare hat’s dann nicht mehr gereicht..

Am Samstag lief ich den GP Bern. 16 Kilometer später war ich positiv überrascht: Die 1:38:53 sind zwar mein schlechtestes Resultat bisher, aber in Angesicht meiner mangelhaften Vorbereitung bin ich doch recht zufrieden.

Trotz geschundenen Füssen sattelte ich am Sonntag dann meinen Gleitschirm und ging nach langer Pause mal wieder fliegen. Zwei angenehme Flüge von der Möntschelen (Oberhalb von Blumenstein) reichten, um die alte Lust wieder zu erwecken.

Kaum zurück, gins an eine extraplanetare Geburtstagsparty bis spät in die Nacht, nur um wenige Stunden später wieder aufzustehen und den Zug Richtung Wallis zu nehmen: Unsere Reben verlangten nach Aufmerksamkeit.

Zurück in Bern habe ich fürs Nachtessen noch kurz den Grill angeworfen. Die Aare hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits über die magischen 14° erwärmt, aber meine Füsse machten das einfach nicht mehr mit.

Und jetzt ab ins Büro zur Erholung.

Eine Auswahl von Ausreden, warum ich so wenig für den GP trainiert habe

  • Das Wetter war zu schlecht, ich konnte unmöglich raus.
  • Ich brauchte den Resonanzkörper für unser Konzert.
  • Alleine Joggen lässt zuviel Zeit für Selbstreflektion.

Ich starte trotzdem heute Nachmittag mit der Startnummer 13627 auf den schönsten 10 Meilen der Welt. Mein persönliches Ziel dieses Jahr: Einfach ankommen.

Ich glaube, ich habe soeben ein OSS-Projekt zerstört

Vielleicht nicht zerstört, aber dessen Reputation stark beschädigt.

Vor einigen Monaten bekam ich den Auftrag, einen Onlineladen einzurichten. Da wir vorwiegend PHP-Webapplikationen betreiben, sah ich mich nach einer Open Source-PHP-Lösung um. Der Platzhirsch Magento ist Overkill, das klassische osCommerce sieht langweilig aus, andere Lösungen kosten ein Vermögen oder haben ein komisches Preissystem.

Übrig blieb das nett aussehende OpenCart. Du kannst dir unsere Instanz unter http://www.meteo-shop.ch/ ansehen.

Ah, wie ich vom Design und vom Backend geblendet wurde: Der Code hat einige gravierende Schwächen in seiner Objekt-orientierten Architektur. Er funktioniert zwar, macht aber den Entwicklern von Erweiterungen (In meinem Fall eine Saferpay- und eine Postcard-Zahlungslösung) das Leben schwer.

Open Source-Projekte leben vom Feedback und Austauch, also poste ich im Community-Forum von OpenCart einen längeren Artikel mit Verbesserungsvorschlägen, sowie in einem anderen Thread eine Vorlage für weitere Erweiterungen. Ich bin der Meinung, dass ich dabei differenziert und sachlich argumentiert habe, sowie meinen Willen zur Mitarbeit aufzeigte.

Die Antwort des Entwicklers: Idiot. Plus noch ein paar Beleidigungen und Vorwürfe mehr.

Damit war das Projekt für mich gestorben und diese Geschichte eigentlich abgeschlossen.

Einen Tag später, allerdings, hat jemand einen Linke auf den Thread auf der populären Diskussionsseite auf Reddit gepostet veröffentlicht, inklusive Screenshot des Dialoges. Mit der Konsequenz, dass das Forum dem Ansturm nicht standhielt und offline gehen musste. Und dass die Reputation des OpenCart-Projektes jetzt ziemlich angeschlagen ist…

Tut mir leid, das war nicht Absicht. Aber etwas Schadenfreude verspüre ich trotzdem: Die Antwort des Entwicklers war völlig unqualifiziert und das negative Karma hat zu Recht eingeschlagen.

Link zum Wochenende: Portal

Gemäss verschiedenen Statistiken ist der durchschnittliche Videospielspieler männlich (60%) und um die 30 Jahre alt. Da passe ich wunderbar hinein. Zwar hat die absolute Menge an investierter Freizeit bei mir in den letzten zehn Jahren abgenommen, aber spielen tue ich immer wieder gerne. (Wenn ich nicht wieder mal in Final Fantasy festsitze und meine jüngeren Kollegen um Hilfe bitten muss.)

Wer an diesem verregneten Wochenende Lust auf Spiel hat, dem kann nur eines empfehlen: Portal.

Es handelt sich um ein preisgekröntes 3D-Rätselspiel: Mithilfe einer Portal-Kanone versucht man aus dem Labor einer wahnsinnigen Künstlichen Intelligenz zu entkommen. Sowohl Spielmechanik als auch Aufmachung und Spielführung sind einfach genial.

Das Spiel ist circa vier Stunden lang, neu auch für Mac via Steam erhältlich und aktuell bis am 24. Mai gratis!

Es stehen nur noch ein 5gb-Download zwischen dir und dem Kuchen. ;-)

Hinweise: Isländische Musik: Jónsi & Ólafur Arnalds

Für Freunde isländischer Musik: Heute Abend im ISC Bern tritt Ólafur Arnalds auf.

Ich kenne ihn nicht, aber da mir bisher selten ein isländischen Künstler nicht gefallen hat, spreche ich blindlings eine Empfehlung aus.

Was ich definitiv und aus voller Überzeugung jedem meiner 51 Leserinnen und Leser ans Herz legen kann, ist das Konzert von Sigur Rós-Frontsänger Jonsi am 8. Juni 2010 im Kaufleuten, Zürich.

Ich… ähm… mir fehlen wieder die Worte um auszudrücken, wie viele Glückshormone bei einem solchen Konzert ausgeschüttet werden.

Kurzkritik: Date Night

Mittelmässige Komödie mit Steve Carell und Tina Fey. Die Beziehungsprobleme sind geschickt in die Handlung eingebunden, der restliche Humor und die Action hingegen kommen eher plump daher. Vom Vergnügungsfaktor in keiner Weise zu vergleichen mit der amerikanischen Version von The Office. Würde ich mir nicht nochmals ansehen.

Real artists ship.

Der Erfolg von Apple gründet in einer einfachen Tatsache: Apple-Produkte kann man kaufen.

Prominentestes und aktuellstes Beispiel ist das iPad: Apple hat im Januar 2010 ihre Idee eines Tablets vorgestellt. Als Reaktion hatte Microsoft damals ein Konzeptvideo ihrer Vision online gestellt: Das Courier.

Drei Monate später hat Apple bereits hundertausende iPads verkauft.

Und Microsoft? Sie haben das Courier-Projekt still und nur mit einer scheinheiligen Begründung abgebrochen.

Am gleichen Tag tauchen Gerüchte auf, dass HP ihr prominentes Tablet Slate ebenfalls in den Papiereimer befördert hat.

Die Existenz des Neofonie WePads wurde bis vor kurzem auch angezweifelt, diese scheinen sich aber wieder erholt zu haben.

Vom Google Chrome OS hört man seit Monaten nichts mehr.

„Real artists ship.“ ist eines der berühmtesten Zitate von Steve Jobs. Und nur wer Produkte verkauft, kann auch Produkte verkaufen. Das ist kein mythisches realitätsverzerrendes Feld, welches den Apple-Chef umgibt, sondern einfachste Marktwirtschaft.

Ergänzung: Zum gleichen Them publizierte Counternotions 2008 einen Artikel darüber weshalb Apple keine Konzeptstudien erstellt. Und verlinkt das letzte öffentliche Konzeptvideo von Apple aus 1987: Der Knowledge Navigator.