Ich mag diese verspielten, ungeschliffenen und quirliges deutschen Filme. Und bin etwas neidisch, dass wir in der Schweiz keine derartigen Filme zu produzieren und zu vermarkten wissen.
Die Gewinner des mittelgrossen Wettbewerbs
(Hast du gewusst, dass ich den Begriff Mittelgrosser Wettbewerb erfunden habe? Den gab’s vorher noch nicht…)
Nach der regen Teilnahme habe ich meinen internen Supercomputer angeworfen und die Auswertung errechnet.
Zum Voraus das Resultat: 790 Beiträge multipliziert mit 3 Designs ergeben die gesuchte Zahl 2370.
Und hier die Rangliste:
- stefan: 1920 (Differenz 450)
- derzeno: 1565 (Differenz 805)
- Fabian: 3915 (Differenz 1545)
Bastian: 4242 (Differenz 1872)habi: 6000 (Differenz 3630)
Herzlichen Glückwunsch den glücklichen Gewinnern! Ihr werdet in den nächsten Tagen von mir kontaktiert und beschenkt werden.
Ein kleiner Kommentar für die Verlierer: Bastian, 42 ist doch nicht die Antwort auf alles. Und Habi, WordPress versieht auch Entwürfe und Zwischenspeicherungen mit Ids. Tja…
5 Jahre Hymnos
Vor fünf Jahren sprach ich in einer wilden Mischung aus Deutsch, Französisch und Englisch. Während meines Studiums an der EPFL gab es glücklicherweise keinen Deutschlehrer mehr, der behaupten konnte, dass meine Ausrücke und Formulierungen gar nicht existieren würden. (Absurd: Wenn ich ein neues Wort benutze, existiert es schliesslich ab diesem Moment.) Mit fortschreitenden Semestern nahm der Anteil von Deutsch an diesem Lingo weiter ab. Ich beschloss, trotz anhaltender Wut über meinen Deutschunterricht am Gymnasium, wieder vermehrt Deutsch zu schreiben. Was ich tat? Was damals alle taten: Einen Blog schreiben.
2005-2006
Gestartet habe ich auf der öffentlichen Plattform Blogger. Der Name war schnell gefunden: Hymnos ist der Titel eines Musikstücks von Giacinto Scelsi, welches ich in einem Chor zu dieser Zeit gerade sang. Themen gab es genug: Vieles technisches, einiges aus meinen Vorlesungen, wenig persönliches. Der eigenen Vorsatz war es, ungefähr täglich etwas zu veröffentlichen. Diesen Takt hielt ich zu Beginn ziemlich gut ein. Gelegentlich hatte ich einen Hänger oder zwei, aber selten verging eine Woche ohne Beitrag.
Zu dieser Zeit knüpfte ich die ersten Kontakte zur Berner Bloggerszene, was im Juli 2005 im Bloggerbräteln seinen Höhepunkt fand. Einige der teilnehmenden Personen sind aus meinem Blickfeld verschwunden, andere schreiben & kommentieren noch heute munter weiter.
2006-2008
Blogger bot mir langsam zuwenig, also installierte ich WordPress auf meiner brachliegenden Domäne. Das Template dazu habe ich selber geschrieben, inspiriert von einem früheren Layout von leumund.ch und versehen mit einem eigenen Kopfbild, welches ich im Jahr zuvor in Japan gemacht hatte. Das Design habe ich allerdings nie abgeschlossen, während zwei Jahren war das Blog immer leicht defekt. Bloggen tat ich damals ebenfalls eher unregelmässig, mein Leben verlief etwas turbulent. Die Themen begannen dementsprechend auch etwas querbeet zu sein. Neu hinzu kam meine Gleitschirm-Ausbildung. Ich traff mich weiter gerne und viel mit anderen Bloggern. Soweit ich mich erinnern kann, war das in etwa die Zeit, als das Medieninteresse an Blogs besonders stark war; es ging der Glaube um, dass eventuell vielleicht eine Medienrevolution eintreten könnte. Wir hatten unseren Spass und genossen die Aufmerksamkeit.
2008-2010
Irgendwann hatte ich von meinem defekten Layout genug, ein WordPress-Update führte Widgets ein und ich stellte temporär auf Barecity um. Ich bastelte währenddessen in der stillen Kammer an einem neuen Layout herum. Und wie du sehen kannst, tue ich das noch heute, es ist noch immer nicht fertig gestellt. Währenddem sich mein Lebensverlauf wieder etwas normalisierte, blieb mein Blog ein wunderbarer Themenmix. Der Medienhype um unsere Webseiten war vorbei, und so habe ich mein Hobby ungestört weitergefröhnt: Schreiben, was mir gefällt, zu meinem eigenen Vergnügen, ohne Verantwortung oder Verpflichtung. Eine einzige Regel habe ich für mich: Jeder Beitrag soll mindestens einen neuen Gedanken einbringen. Reine, unkommentierte Links sollen die Ausnahme bleiben.
Heute schreibe ich mit diesen Zeilen meinen 790en Beitrag. Ich weiss nicht wer, ausser ein paar Stammgäste, überhaupt mitliest; Ich führe keine Logs. Danke trotzdem, allen Leserinnen und Lesern, allen Kommentatorinnen und Kommentatoren, allen Leuten welche ich in den letzten fünf Jahren im Internet kennen gelernt habe. Dank euch hat sich jede Minute Arbeit für dieses Blog gelohnt.
iPad zum Ausschneiden
Weil ich mir die Dimensionen schlecht vorstellen kann, habe ich aus einem Foto von der Apple Webseite ein Papier-iPad als PDF gebastelt. Ausgedruckt und ausgeschnitten, vermittelt es einen ersten Eindruck.
Mein Verbesserungsvorschlag wäre noch sieben Tafeln Schoggi hintendran zu kleben, um auch das Gewicht realistisch erscheinen zu lassen.
Das iPad im Niemandsland
Gestern hat Apple ihre neueste Kreation vorgestellt: Das iPad. Wie bereits beim iPhone war die Erwartungshaltung vor der Präsentation riesig. Und dementsprechend tobt sich jetzt das halbe Internet, dessen Fantasien nicht realisiert wurden, in Blogs und Kommentaren aus. Die meisten technischen Diskussionen* sind meiner Meinung nach nichtig, das Gerät bietet eine solide Grundlage als mobiles Datengerät.
Viel wichtiger ist die Positionierung zwischen Mobiltelefon und Laptop: Im Niemandsland. Kein anderes Gerät bietet eine vergleichbare Erfahrung an.
Die fundamentale Frage lautet darum in meinen Augen: Ist es ein Niemandsland weil dort kein Gerät bestehen kann und auch das iPad scheitern wird, oder ist es ein noch unerschlossenes Gebiet welches ein bisher nicht erkanntes Bedürfnis repräsentiert?
Ich weiss es nicht. Niemand weiss es.
Apple aber kann es sich leisten, ein millionteures Experiment zu lancieren und eine Antwort zu liefern. Entweder wird das iPad in ein paar Jahren als Fussnote in der IT-Geschichte untergehen, oder aber Apple noch reicher & mächtiger machen.
Ich möchte an dieser Stelle erinnern, dass auch der Erfolg der Netbooks eher überraschend kam. Jahrelang hatten verschiedenste Firmen an kleinen portablen PCs gebastelt, und plötzlich, auf einen Schlag fingen sie sich an zu verkaufen: Asus hatte dir richtige Kombination aus Preis und Leistung getroffen.
Niemand kritisiert den Preis des iPads. Und wer sich schon nur das Einführungsvideo ansieht, versteht dass sich das Gerät auch bei der Leistung nicht verstecken muss.
Ich persönlich werde mir am ersten Tag ein iPad kaufen. Es verspricht Aussergewöhnliches und gehört zu einem Teil der Zukunft, an der ich teilnehmen will.
* = Eines der grossen Themen ist die absichtlich weggelassene Flashkompatiblität. Lustigerweise hat gleich am Tag darauf Mozilla angekündigt, in der mobilen Version von Firefox Flash standardmässig zu deaktivieren. Der Gewinner aus der ganzen Geschichte? HTML5. Eine proprietäre Technologie weniger.
Link zum Wochenende: Wintergrillfest 2010
Etwas füher als normal: Der Link zum kommenden Wochenende führt dieses Mal zum Wintergrillfest 2010.
Letztes Jahr bin ich zufällig darüber gestolpert. Dieses Jahr schlage ich mir dort ganz bewusst den Wanst voll.
Noch 6 Stunden Zeit zu gewinnen
Gib deinen Tipp noch vor heute Mitternacht ab!
Viel Erfolg.
Währungsnostalgie: Dollar vs. Schweizer Franken
Vorhin hatte ich zum Umrechnen von US Dollars zu Schweizer Franken im Kopf den Faktor 1.5 benutzt. Das war vor 8 Jahren das letzte Mal der Fall. Aktuell haben wir fast Parität. Wie schnell die Zeit vergeht…
(Und jetzt husch, husch, die Kreditkarte gezückt und die Vorzüge eines globalisierten Marktes ausgenutzt.)
Fragen die mich bewegen: Namensvetter
Vor einigen Jahren habe ich einen Google Alert auf meinen eigenen Namen eingerichtet. Jedes Mal wenn Google diesen auf einer neuen Seite findet, werde ich informiert.
Jahrelang war es ruhig, aber seit einigen Monaten tauchen meine Namensvetter und ich überall auf: Versicherungskaufmänner, Heavy Metal-Fans, Kantonspolizisten, Waffenstillstandskontrolleure…
Verliere ich damit ein Stück meiner Individualität?
Wettbewerbserinnerung: Noch 48 Stunden
Bevor sich Apple morgen im Internet breitmacht: Nicht vergessen, mein mittelgrosser Wettbewerb zum 5-Jahre-Hymnos-Jubiläum läuft noch bis Donnerstag Mitternacht. Noch sind die Gewinnchancen gross!

