Das iPad im Niemandsland

Gestern hat Apple ihre neueste Kreation vorgestellt: Das iPad. Wie bereits beim iPhone war die Erwartungshaltung vor der Präsentation riesig. Und dementsprechend tobt sich jetzt das halbe Internet, dessen Fantasien nicht realisiert wurden, in Blogs und Kommentaren aus. Die meisten technischen Diskussionen* sind meiner Meinung nach nichtig, das Gerät bietet eine solide Grundlage als mobiles Datengerät.

Viel wichtiger ist die Positionierung zwischen Mobiltelefon und Laptop: Im Niemandsland. Kein anderes Gerät bietet eine vergleichbare Erfahrung an.

Die fundamentale Frage lautet darum in meinen Augen: Ist es ein Niemandsland weil dort kein Gerät bestehen kann und auch das iPad scheitern wird, oder ist es ein noch unerschlossenes Gebiet welches ein bisher nicht erkanntes Bedürfnis repräsentiert?

Ich weiss es nicht. Niemand weiss es.

Apple aber kann es sich leisten, ein millionteures Experiment zu lancieren und eine Antwort zu liefern. Entweder wird das iPad in ein paar Jahren als Fussnote in der IT-Geschichte untergehen, oder aber Apple noch reicher & mächtiger machen.

Ich möchte an dieser Stelle erinnern, dass auch der Erfolg der Netbooks eher überraschend kam. Jahrelang hatten verschiedenste Firmen an kleinen portablen PCs gebastelt, und plötzlich, auf einen Schlag fingen sie sich an zu verkaufen: Asus hatte dir richtige Kombination aus Preis und Leistung getroffen.

Niemand kritisiert den Preis des iPads. Und wer sich schon nur das Einführungsvideo ansieht, versteht dass sich das Gerät auch bei der Leistung nicht verstecken muss.

Ich persönlich werde mir am ersten Tag ein iPad kaufen. Es verspricht Aussergewöhnliches und gehört zu einem Teil der Zukunft, an der ich teilnehmen will.

* = Eines der grossen Themen ist die absichtlich weggelassene Flashkompatiblität. Lustigerweise hat gleich am Tag darauf Mozilla angekündigt, in der mobilen Version von Firefox Flash standardmässig zu deaktivieren. Der Gewinner aus der ganzen Geschichte? HTML5. Eine proprietäre Technologie weniger.

GGeoXml ist so gut wie unbrauchbar

Bevor sich jemand anderes zu Tode sucht: Das GGeoXML-Objekt der Google Maps API (Version 2) ist so gut wie unbrauchbar: Ausser dem effektiven Laden und Anzeigen einer KML-Datei, lässt sich damit nichts anstellen: Die Marker sind nicht einzeln ansprechbar, es sind keine Events anhängbar, nichts. Tatsächlich werden die Marker selber als PNG-Dateien über die Karte gerendert und sind im DOM-Tree des HTMLs nicht zu finden.

Wer mit einzelnen Markern arbeiten möchte, muss diese auch einzeln zur Karte hinzufügen. Eine mögliche Bibliothek für diesen Job ist PdMarker, allerdings benutzt diese undokumentierte Features von Google Maps und ist damit nicht wirklich zukunftssicher.

GNU-Philosophie in der Küche

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Eine der Philosophien von GNU-Software lautet: Mach nur eine Sache, aber mach sie gut.

Mir fiel gestern auf, dass in unserer Küche derselbe Ansatz herrscht: Wasserkocher, Milchaufschäumer, Toaster, Saftpresse (Und nicht im Bild: Kaffeemaschine) meistern jeweils einen kleinen Teil des Frühstücks. Zusammen kombiniert ist das Resultat unzweifelhaft besser, als wenn alles aus einem Kombi-Kocher-Schaum-Toast-Saft-Gerät kommen würde.

The olfactory sensation of molten plastic

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After a couple of hours of final construction and correcting all the reversed cables etc., it moved. And heated up. And extruded the first piece of plastic. The room filled with joy, cheers and the olfactory sensation of success.

Of course, due to our noobishness on the controller, we managed two minutes later to block the small nozzle with plastic… Now we’ll have to take apart the extruder, the most complex and difficult piece of the whole bot, and clean it from the inside.

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Too tired to do this after one o’clock in the morning, we called it a night and powered down the machine. But not before we’ve played the Imperial March on our very own machine at least once.

The only audience that matters

The Hurrican is coming; you have twenty minutes, get your stuff and go.

You’re not going to be saying: Well, that got an amazing writeup in this design blog. You’re going to pick the most meaningful objects to you. Because those are the true objects that truly reflect the true story of who you are, and what you’re personal narrative is, and the story that you’re telling to yourself and no one else. Because that’s the only audience that matters.

Rob Walker (Autor, New York Times Magazine) in Objectified

Wo sind all die Windows-Entwickler?

Die Applikation ist bereits 15 Jahre alt und hat schon mehr als einen Technologiewechsel gesehen: Angefangen bei Delphi, besteht sie heute hauptsächlich aus Visual Basic-Code, sieht aber noch aus wie zu Windows 3.11-Zeiten.

Dieses Mal ist es an mir in den Code-Dschungel vorzustossen, aufzuräumen und sie schreiend und um sich schlagend ins nächste Jahrhundert zu schleppen. Für mich als Webentwickler ein besonders spannendes Projekt; habe ich doch noch nie nur eine Zeile Code für Windows geschrieben.

Kein Problem, sage ich mir, und schicke als erstes eine Mail in die Runde meiner IT-Freunde und ehemaligen ETH-Mitstudenten: Wer hat Erfahrungen mit Windows-Entwicklung und kann mir ein paar Ratschläge zur Technologiewahl geben?

Offenbar niemand.

Eine Auswahl der Antworten: „Ich mache nur noch Webapplikationen mit Ruby.“ – „Java.“ – „Bin gerade an einer iPhone-Applikation.“ – „Java.“ – „Server-Entwicklung unter Linux.“ – „Java.“…

Wo sind all die Windows-Entwickler hin? Wird Microsoft jetzt definitiv abgehängt? Irgendwie kann ich das nicht ganz glauben, aber im Moment verlassen Generation um Generation von Informatikern mit ihren MacBooks die Universitäten und lassen Windows zunehmend im Regen stehen. Ist Google mit ihrem browserbasiertem Betriebssystem Chrome OS tatsächlich näher am Puls der Zeit?