Veranstaltungshinweis: OpenExpo Bern

Kommenden Mittwoch/Donnerstag (24./25. März 2010) ist es wieder soweit: Im Rahmen der Softwaremesse Topsoft (Schwerpunkt: Gähnen), findet dieses Jahr wieder die OpenExpo statt.

Besonders interessant finde ich die Vorträge zu Geodaten am Mittwoch Nachmittag. Inbesondere möchte ich hören, was die Swisstopo zu freien Geodaten zu erzählen hat.

Der Eintritt ist wie immer frei, Tickets können online generiert und ausgedruckt werden.

Zufälliger Link zu diesem Thema: Strassenkarten als Ohrringe. Wunderschön.

Web 2.0 und Web 3.0

Eine Kollegin ist bei ihrer Stellensuche auf folgende Anforderung gestossen und hat mich nach deren Bedeutung gefragt:

Kenntnisse mit Web 2.0/Web 3.0

Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen: Web 2.0 kann ich in einem Stelleninserat sehr gut verstehen, aber Web 3.0? Entweder ist die entsprechende Firma einem Sozialen Netzwerk-Berater auf den Leim gekrochen oder sie ist tatsächlich in einem extrem progressiven Umfeld tätig. Ich tippe eher auf ersteres.

Meine Antwort lautet wie folgt:

Web 2.0 ist ein Sammelbegriff für moderne Webseiten, welche nicht nur noch Inhalte verbreiten (Klassisches Verlegermodell), sondern die Benutzer mitschreiben lässt. Darunter fallen solche Systeme wie Wikis (Siehe Wikipedia), Blogs (Jeder publiziert, was er will), Soziale Netzwerke (Facebook ist gefüllt mit Texten und Bildern von Benutzern), sowie auf der technischen Ebene die ganzen Webservices, welche verschiedene Systeme verschiedener Anbieter miteinander kommunizieren lassen (Spiele bei Facebook, alle Seiten welche Google Maps benutzen um z.B. Hotels und Empfehlungen von anderen Benutzern anzuzeigen).

Der Begriff Web 2.0 ist etwas unscharf und je nachdem wer ihn benutzt, heisst er auch etwas anderes. Ich für mich finde den Aspekt von ‚Jeder schreibt, fotographiert, komponiert, filmt mit und veröffentlicht was ihm gefällt‘ am wichtigsten.

Das Web 3.0 existiert noch nicht. Es ist ein Konstrukt, an welchem seit über 60 Jahren herumgeforscht wird und noch immer keine Resultate aufzeigt. Der Schlüsselbegriff ist vor etwa 20 Jahren entstanden: Semantisches Web. Informationen auf Webseiten sollten derart mit Metainformationen beschrieben werden, dass Maschinen ohne Hilfe von Menschen diese verstehen und interpretieren können. Theoretisch sollte es dann möglich sein, dass Computer neue Fakten aus bestehenden Daten erzeugen können.

Web 2.0 ist ein Modebegriff, Web 3.0 hingegen ist akademisch geprägt.

Sony Kamera-Feuchtigkeitssensor ‚reparieren‘

Meine gute alte Sony Videokamera HDR-HC1 meldete seit einiger Zeit mit dem Fehlercode C:21:00 dass sich Feuchtigkeit im Gehäuse befinde. Als Konsequenz erlaubt die Kamera keine Operationen mit dem Bandlaufwerk mehr, d.h. Aufnehmen und Abspielen von DV-Kassetten ist nicht mehr möglich. Die Meldung blieb über mehrere Wochen auf dem Display, trotz dem Aufbewahren des Gerätes an einem trockenen Ort.

Nach einigem Rumsuchen im Netz fand ich folgende zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben:

  • Kamera im Backofen backen. Falls sich tatsächlich Feuchtigkeit im Gehäuse befinden sollte, kann man versuchen die Kamera 20 Minuten auf 40-50° im Backofen zu erwärmen. Unbedint alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen, insbesondere der Batterie tut diese Methode gar nicht gut. Kassettenlaufwerk offen lassen. Die Kamera vor dem Benutzen wieder abkühlen lassen.
  • Starker Schlag auf das Gehäuse. Vermutet man, dass nur der Sensor spinnt und die Kamera intern trocken ist, kann das Problem mit einem kräftigen Schlag auf das Gehäuse lösen. Wieder alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen.

Diese Methoden sind auf eigene Gefahr anwendbar. Mir haben sie geholfen, ohne die Kamera zu beschädigen. Wer noch über Garantie auf seinem Gerät verfügt, sollte besser diese in Anspruch nehmen.

Eine API für Mobility – Nachtrag

Währenddem ich weiter über die Genossenschaftsstrukturen versuche, meinen API-Vorschlag für Mobility zu verbreiten, passierte etwas unverhofftes: Ein Mitglied des oberen Managements ist über mein Blog gestolpert* und hat mir daraufhin eine Mail geschickt. Mein Anliegen scheint jetzt zumindest auch von oben in die Firma einzufliessen.

Deren Antwort fordert Geduld: Wenn ich das richtig interpretiere, wird im Moment die internen Informatik überarbeitet. Diese Arbeiten sollten 2011 abgeschlossen sein, und ab diesem Zeitpunkt dürfen neue Funktionen gewünscht werden.

Ich werde abwarten, was geschieht. Und merke mir schon mal vor, nächstes Jahr den nächsten Anlauf zu starten.

* = Oder wurde vom Grossen Bruder vorbeigeschickt.

Eine API für Mobility

Auf meinem fortschreitenden Feldzug für eine öffentliche Mobility-API bin ich mittlerweile diese Mail am Verbreiten:

Vorschlag
Schaffung einer offenen Informatikschnittstelle (API) zum Mobility-Reservationssystem

Erläuterung
Der Erfolg des Internet hat dazu geführt, dass nicht nur mehr Benutzer mit Webseiten kommunizieren, sondern auch Webseiten untereinander Daten austauschen. Beispielsweise ruft ein Reiseportal auf Anfrage bei mehreren Fluggesellschaften nach passenden Flügen für den Kunden. Damit dieser Austausch möglich ist, haben sich standardisierte Formate gebildet, zusammengefasst Webservices genannt.

Viele erfolgreiche Firmen im Internet bieten derartige Webservices an: Amazon, Ebay, Facebook, viele Blogs etc. Die Überlegung dahinter: Je einfacher die Kommunikation mit dem Anbieter ist, desto öfter wird er benutzt.

Eine API für Mobility
Vorstellbar ist ein zweistufiger Webservice für Mobility: Auf einer ersten Stufe kann ohne Authentifizierung nach Standorten, Fahrzeugen und deren Zustand (Frei/Reserviert) gesucht werden.
Um Reservationen über den Webservice zu tätigen, muss entweder der Webservice-Anbieter authentifiziert sein, oder der Benutzer einfach auf eine entsprechende Mobility-Webseite weitergeleitet werden, auf dem die Reservationsdetails bereits eingefüllt sind (So ähnlich funktionieren zum Beispiel Zahlung via Postcard übers Internet).

Vorteile
Mit der Standardisierungen dieses Zugangs, ist die Integration von anderen Systemen einfach möglich. Geschäftspartner von Mobility können einfach das Reservationssystem z.B. in ihre eigenen Spesenabrechnung einbinden.

Viel wichtiger aber sind die Individuen, welche zusätzliche Ideen haben, wie man Mobility einsetzen kann: Gratis implementieren sie diese und verhelfen Mobility zu noch grösserer Visibilität im Internet verhelfen. Das ist zum Beispiel mit der inoffiziellen iPhone-Applikation passiert: Der Entwicklungsaufwand wurde von einer Privatperson getragen, Mobility hat das Potential erkannt und die Idee aufgenommen.

Herausforderungen
Dank API-Schlüsselvergabe kann ziemlich gut kontrolliert werden, wer was auf der Schnittstelle tut. Missbrauch kann einfach blockiert werden.
Je einfacher die Schnittstelle gehalten ist, desto mehr Idee werden von Externen implementiert werden.

Emotionales iPad

Mein Name ist christian und ich habe ein Problem. Das Problem ist nicht, dass ich ein Apple-Fanboy bin, nein, das halte ich nicht für problematisch. Das Problem ist, dass wenn ich ein neues Spielzeug ins Auge fasse, ich mich kaum zurückhalten kann und alles darüber lesen muss.

Bereits wenige Tage nach der Ankündigung des Apple iPad, schrecke ich etwas zurück: Der Hass und das Unverständnis, welche diesem Gerät entgegen schlägt, hat Überhand genommen. Egal wie differenziert der Artikel ist (Z.B. derjenige von Venessa Miemis), in den Kommentaren tobt es nur noch. Keine Diskussion ist mehr möglich.

Ich bin nicht der einzige, dem das Aufgefallen ist: Steven Frank musste dasselbe erfahren. Das grosse Technikblog Engadet.com musste sogar soweit gehen, ihre Kommentarfunktion abzuschalten (Und bietet jetzt eine Funktion, mit welcher man sämtliche Apple-News ausblenden kann).

Die Situation ist schlimmer als vor drei Jahren, als dem iPhone ebenfalls ein böser Wind entgegengeweht kam.

Die einzige Erklärung, welche ich für diesen Umstand finden kann, hat Fraser Speirs geschrieben:

Was man hier als Reaktion der Industrie auf das Apple iPad sieht, ist purer Zukunfts-Schock.

Zusammengefasst sagt er, dass wir Informatiker der Welt seit Jahren einfachere Computer versprochen haben. Und was passierte? Millionen von Menschen mühen sich täglich mit verlorenen Dateien, mit kryptischen Fehlermeldungen, mit Tabulatoreinstellungen und Zeilenumbrüchen ab, obwohl sie doch nur einfach einen schön gestaltete Einladung schreiben wollten. Die Aussicht darauf, dass jetzt plötzlich ein Computer ohne diese Probleme in die Welt treten könnte, verursacht diese starken Emotionen in uns Geeks: Welchen Platz werden wir in dieser Welt haben?

iPad zum Ausschneiden

20091028_ipad

20100128_ipad.pdf

Weil ich mir die Dimensionen schlecht vorstellen kann, habe ich aus einem Foto von der Apple Webseite ein Papier-iPad als PDF gebastelt. Ausgedruckt und ausgeschnitten, vermittelt es einen ersten Eindruck.

Mein Verbesserungsvorschlag wäre noch sieben Tafeln Schoggi hintendran zu kleben, um auch das Gewicht realistisch erscheinen zu lassen.