Badge zu schreiben ist schwer. Dieses knifflige englische Wort ist innerhalb einer jeden respektablen Organisation in allen Variationen anzutreffen: (Leider verbietet mir meine Religion einen zu tragen.)
Aber der hier schiesst den Bock ab:
Badge zu schreiben ist schwer. Dieses knifflige englische Wort ist innerhalb einer jeden respektablen Organisation in allen Variationen anzutreffen: (Leider verbietet mir meine Religion einen zu tragen.)
Aber der hier schiesst den Bock ab:
Nachdem die Coop bereits ihre Supercard Plus-Kreditkarte herausgegeben hat, akzeptiert jetzt die Migros Anmeldungen für die M-Budget-Karte.
Sie kommt im November heraus und ist entgegen den Ankündigungen ohne Jahresgebühr. Im Gegensatz zur Coop ist offenbar die Migros-Variante auch ohne gekoppeltes Cumulus-Program zu haben. Die Konditionen sind leicht besser: 9.9% Schuldzins (Coop: 10%), 2% Zuschlag auf Transaktionen in Fremdwährungen (Coop: 2.5%).
Und erst noch im M-Budget-Look… Der Plastikgehalt meines Portemonnaies steigt.
Ich vergesse manchmal dass das Internet nicht nur aus HTML-Code, Grafiken und Flash-Animationen, aus Streams und Downloads, aus Inhalt und Werbung besteht, dass es nicht eine eigene Realität ist, sondern nur ein Abbild, eine Projektion unserer Wirklichkeit auf ein 2-dimensionales Medium, hyperdimensional gemacht dank Links und Feeds.
Und darum sehe ich immer wieder verdutzt aus wenn sich Netz-Wirklichkeit und Wirklich-Wirklichkeit treffen. So geschehen wenn die kleine Schwester von ihrem Arbeitsplatz erzählt und dem Morphologue-Konzert dort heute Abend (Donnerstag, 31. Juli 2006). Und wie mir plötzlich deren Lieder bekannt vorkommen. Und wie ich deren MP3s auf meiner Festplatte wiederfinde, direkt eingespiesen vom Starfrosch-Podcast, live vom Weblabel Alpinechic.
Vielleicht surfe ich auch einfach zu viel.
PS.: Eine weitere Möglichkeit der Transzendenz wird am 15. September 2006 um 1900 im Hauptbahnhof Bern sich ergeben: Für die Flash-Animationen Flag Metamorphoses werden die Werbedisplays auf unkapitalistische Art und Weise missbraucht.
Sie ist da, die Coop Supercard Plus, die erste allgemeine Gratis-Kreditkarte in der Schweiz. Im gewohnt hässlichen Coop-Look und mit erstaunlich günstigen Konditionen: 10% Zins (Im Vergleich: die 100.–SFr.-Kredikarte der UBS berechnet 15%).
Das hier soll eigentlich keine Werbung sein, aber für diese Vergünstigungen gebe ich der Coop gerne alle meine Kundendaten preis; dafür wird die UBS nichts mehr von mir wissen.
Ich habe da eine Theorie: Kein Aspekt des Lebens, keine politische Entscheidung, keine Fusion oder feindliche Übernahme, keine Forschungsergebnis, usw. war nicht irgendwann irgendwo in einer Excel-Tabelle erfasst.
Gott mag nicht würfeln, aber er benutzt Excel.
Nur weil man eine Werbekampagne mit dem Adjektiv viral versieht, heisst es noch lange nicht dass sie viral ist.
Wie ich schon letztes Jahr geschrieben habe (Du hast es hier zuerst gehört!) findet heute der World Jump Day statt.
Wenn alle mitmachen und heute um 1239 wie wild herumhüpfen, werden wir in Zukunft angenehmeres Klima und einen 25-Stunden-Tag haben. (D.h. eine Stunde mehr Schlafens/Frei/Arbeitszeit pro Tag!)
Danke für deine Mithilfe.
Ich lese im Moment Bruce Schneiers Buch Beyond Fear. Zentrales Thema ist das Scheitern vieler Sicherheitsmassnahmen bei ihrer eigentlichen Aufgabe: Beim Steigern der objektiven Sicherheit.
Und so kann ich nur meinen Kopf schütteln wenn ich in der NZZ den Artikel über die Videoüberwachung der ZVV Nachtbusse lese. Ich zitiere:
>> „Bis Ende des Sommers rüsten wir nun laufend noch die restlichen rund 60 Fahrzeuge aus“, sagte ZVV-Sprecherin Beatrice Henes am Montag zu einer Meldung von „Radio 24“. „Dank der Videoüberwachung konnten in der Pilotphase vereinzelt sogar Fälle von Vandalenakten gelöst werden“, so Henes.
Ausserdem sei das Sicherheitsgefühl bei den Fahrgästen wie auch bei den Chauffeuren grösser. Im Vergleich zu 2004 sind laut ZVV zudem die Vandalenakte leicht zurückgegangen. <<
Vereinzelt sogar? Sicherheitsgefühl? Leicht zurückgegangen?
Die ZVV behandelt ihre Kunden also lieber als kleine Kinder die es Tag und Nacht zu behüten gilt, nur um ein bisschen Sicherheitsgefühl zu gewinnen. Anstelle wirklich sinnvolle & wirksame Massnahmen zu ergreifen, installiert man einfach ein paar Kameras und glaubt damit alle Probleme gelöst zu haben.
Natürlich wird sich niemand gegen die komplette Überwachung wehren, es ist ja zu unserem Schutz. Uns so wird sich unser Protest nur gegen den Flughafen Zürich richten, weil dieser aus Sicherheitsgründen die Gebühren um einen Franken erhöht. Das Porte-Monnaie ist halt doch wichtiger als die eigene Privatsphäre.
Das war gestern mein Weird-Moment-Of-The-Day.
Laut den Ankh-Morpork News wird der Fantasy-Autor Terry Pratchett am 14. September 2006 in der Buchhandlung Stauffacher in Bern eine Lesung geben.
Ah, das wäre doch mal wieder eine Gelegenheit die guten alten Scheibenwelt-Romane auszugraben & abzustauben. Ich glaube ich habe schon seit Jahren nicht mehr darin geschmökert. (Im Moment bin ich mehr mit Douglas Coupland beschäftigt.) Was hätte ich damals gegeben um Pratchett mal reden zu hören.
Das werde ich mir nicht entgehen lassen, besonders jetzt wo Douglas Adams von uns gegangen ist und wahrscheinlich keine Lesungen mehr gibt.