Festkonzert des Berner Kammerorchester mit Anne-Florence Marbot und Johannes Schlaefli

Aus der Reihe Chöre-In-Denen-Ich-Mitsinge mache ich hier einmal mehr Werbung in eigener Sache:

Am Donnerstag, 14. Dezember 2006 findet im Kultur-Casino Bern ein Festkonzert statt: Es singt unter der Leitung von Johannes Schlaefi die Sopranistin Anne-Florence Marbot und der Chor der Ehemaligen Gymnasium Neufeld. Begleitet vom Berner Kammerorchester läuft ein Programm quer durch den Klassischen Mainstream: Händel, Mozart, Menedelssohn & Bellini.

Der Vorverkauf läuft bereits bei Bern Billett und… naja… es kostet. Aber dafür ist es ein perfektes Abendprogram für einen ruhigen Adventsabend.

Probleme von Grosskonzernen (Teil 1)

Folgendes Mail kam kürzlich in meinen Geschäftsbriefkasten geflattert: (Namen zum Schutze meines Anstellungsverhältnisses geändert. Die Tipp- & Grammatikfehler habe ich drin gelassen.)

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Beiliegende Beispiele sind die Gründe, weshalb ich mich an Euch wende und um Eure Unterstützung und Mithilfe bitte.

Keine privaten Kaffeemaschinen und Kioske
Konzernweit profitieren wir – aufgrund der hohen Anzahl – bei den Automaten vom Selecta von einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Falls für Selecta die verschiedenen Automaten nicht mehr rentabel sind, werden diese entfernt und alle Mitarbeitenden, welche heute innerhalb ihrer Food- and Beverage-Standorte davon profitierten, werden benachteiligt.
Im Weiteren macht uns Name-Der-Immobilenabteilung auch darauf aufmerksam, dass mit den privaten Kaffeemaschinen die Brandgefahr (sprich vermehrt Brandherde) erhöht wird und der Reinigungsaufwand deutlich zugenommen hat. Dies müssten wir den verantwortlichen Mitarbeitenden richtigerweise weiterverrechnen.
Wir bitten Euch daher, auf die privaten Kaffeemaschinen zu verzichten.

Pflanzen
Name-Der-Firma hat sich durchgesetzt, dass konzernweit in alln Bürogebäude mit Pflanzen begrünt werden. Dies sowohl in öffentlichen Räumen wie auch in Einzel- und Grossraumbüros. Wegen der sehr hohen Anzahl realisierte Name-Der-Immobilenabteilung für alle Abteilungen einen Vertrag mit einem externen Anbieter, der für alle Pflanzen und für dessen Unterhalt verantwortlich ist. Das erstellte Pflanzenkonzept sieht vor, dass keine privaten Bodenpflanzen mehr erlaubt sind; höchstens noch Tischpflanzen, die eine vernünftige Grösse (das heisst eben nicht gross) aufweisen. Mit dieser Regelung können wir unsere Pflichten gegenüber dem Pflanzen-lieferanten einhalten. Eine dieser Pflichten ist, dass Name-Der-Firma dafür besorgt sein muss, dass die offiziellen Pflanzen nicht wegen privaten Pflanzen mit einem Krankheitserreger angesteckt werden.

Bitte nehmt Eure privaten Pflanzen mit nach Hause. Wer zuhause keinen Bedarf dafür hat, kann sich jederzeit an Person 1 oder Person 2 wenden. Sie werden Euch bei der Entsorgung behilflich sein.

Private Bilder
Im Gebäude O. haben wir in Zusammenarbeit mit den Architekten und dem Headquarter ein Farbkonzept entwickelt. Die Wände gehören zur öffentlichen Zone und sind grundsätzlich nicht für private Bilder resp. Ansichtskarten gedacht. Viele Wände werden auch für White Boards und Flip Charts benötigt. Wer an seinem Arbeitsplatz trotzdem etwas aufhängen will, meldet sich bitte beim zuständigen Facility Manager.

Freundliche Grüsse

Person 3
Head of Logistics

Dessen Probleme, bzw. Job möchte ich haben…

Der GA-Lebensstil

Nach gut 10 Jahren kontinuierlichem Besitz eines SBB-Generalabonnementes stecke ich jetzt plötzlich fest. Da ich seit kurzem in der Stadt Bern lebe & arbeite und darüberhinaus alt genug bin um nicht mehr in den Genuss von Vergünstigungen zu kommen, konnte ich die 3000.- SFr. Ausgabe für ein weiteres Jahr gedankenloser Mobilität nicht rechtfertigen.

Einfach so schnell auf Lausanne, Zürich oder St. Gallen zu fahren wird zu einem Verwaltungsakt: Billetpreise vergleichen, Tageskarten zusammensuchen oder doch zusammenlegen und ein sich in den Individualverkehr einmieten? Jeder kleinste Bustrip muss mit eingerechnet werden und wehe man weicht vom ursprünglichen Reiseplan ab oder entwickelt so etwas wie Spontanität.

Natürlich werde ich schlussendlich tatsächlich Geld eingespart haben, auch wenn ich gleich oft in den Zug gestiegen bin wie letztes Jahr (Und anstelle dem Tram sportlich das Velo genommen habe). Aber das ewige Sich-Ums-Billet-Kümmern-Müssen erweckt doch einen Eindruck von eingeschränkt, das unbeschwerte Reisen ist vorüber.

Ich bin nicht länger Mitglied der GA-Clique und kann nicht länger verächtlich über die anderen, normalen Fahrgäste lästern.

Das Bild das ich nie gemacht habe

thepictureinevertook

An einem Samstag vor einigen Wochen rief die Familie zum gemeinsamen Kartoffelgraben auf dem ehemaligen Bergbaubetrieb meiner Grosseltern in Visperterminen. Das Wetter war einwandfrei, die Aussicht toll, die halbe Verwandschaft gemeinsam am arbeiten; selbst Grossmutter und Grossvater bestanden trotz ihres Alters darauf mitzuhelfen. Ich hielt mich nicht dafür unter diesen Umständen die Digitalkamera aus dem Auto zu holen und grub lieber fleissig mit.

Und so kam ich nie dazu ein letztes Bild meiner Grossmutter zu machen.

Langeweile im Abstimmungsstudio

Urs Leuthard und Claude Longchamp stehen sich aus Langweile die Beine in den Bauch; die Resultate waren schon lange zu erwarten und die Hochrechnungen und Trendanalysen sagen bereits seit Stunden dasselbe. Weder sind die Verlierer überrascht noch die Gewinner wirklich begeistert. Dementsprechend gleichgültig sind die Interviews. Der einzige Lichtblick bilden die CVP und die Kirchen die sich gegenseitig ein bisschen auf die Kappe geben.

Ich schalte enttäuscht ab, schliesse mein Zattoo-Fenster und flüchte in Richtung Sonne.

Events für Geeks und Freaks: Pixmix, BarCamp und ein verpasstes Essen

Wo fühlt man sich als Geek immer pudelwohl? Richtig, in der Mitte von Gleichgesinnten. Sei es bei einem einfachen, aber leckeren Ravioli-Essen mit anderen Bloggern (Nochmals herzlichen Dank an Franziska & Jan) oder aber wenn der Fantasy-Autor und Atomkraftwerkpressesprecher Terry Pratchett in Bern liest. Und man selbst mit Zauberhut und Pfeilbogen dort nicht auffällt.

Obige Events sind passé, vergangen aber nicht vergessen.

Was passiert jetzt? Flickr-Typen treffen sich zum Pixmix kommenden Mittwoch in der Dampfzentrale in Bern. Die grossen & kleinen Kinder haben dann vom 4. bis 8. Oktober die BEA-Hallen zum Austoben: Es ist wieder Suisse Toy. Und für die teureren Spielzeuge gibt’s dann das BarCamp Zürich am 28. Oktober in Zürich. Alles was blinkt und bloggt…

(Dr Summer isch verbii, es isch e heissä Summer gsi, es isch viu passiert u d’Wäut dräht sich no gäng…)

Technik und Emotionen: Die Akku-Rückrufaktion

Wer hat jemals behauptet dass Technik emotionslos ist? Technik kann viele Gefühle auslösen, passionierte Gefühle, intensiv und stark. Man sehe sich zum Beispiel die Akku-Rückrufaktionen der letzten Wochen an:

Schadenfreude dass nur Dell betroffen ist, und nicht mein Apple Powerbook. Dann Angst als Apple sich plötzlich auch als Brandstifter entpuppt. Argwohn ob das Powerbook auf dem Pult wohl meine neuen Ikea-Möbel ruinieren könnte. Verwirrtheit weil die zuständige Webseite meint ich sei nicht für einen Austausch zugelassen. Frustration, denn mein Akku ist in letzter Zeit extrem leistungsschwach geworden. Überrascht und erfreut darüber dass einen Tag später der Austausch doch noch bewilligt wird. Und dann Vorfreude als ich Tag für Tag ungeduldig auf das Päcken von Apple warte.

Wie ein kleines Kind vor Weihnachten.

Update: Der Akku ist eingetroffen, Freude herrscht.

Bilder zum Wochenende 4: Schlechtes Design

Nicht nur Informatiker können schlechte Benutzerinterfaces schreiben, auch Inneneinrichter schaffen das.

Quizfragen: Wo ist hier die Klingel? Und wo der Kühlschrank?

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Auflösung: Natürlich ist die Klingel die gesamte Fläche oben. Das weisse Teil an der Säule ist nur ein Patch/Batch/Badge-Leser. Und selbstverständlich ist der Kühlschrank die Türe mit dem Post-It drauf:

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