Zurück in der Stube

Am Mittwoch war Mich Gerber auf der Aare, altbewährt, aber immer noch wunderschön anzuhören.

Am Freitag begleitete das Symphonieorchester Basel den Charlie Chaplin-Film Modern Times im Open Air-Kino. Und fiel in die Perfektionsfalle: Sowohl Aufführung als auch Technik waren derart makellos, dass ich keinen Unterschied zwischen der Livebegleitung und Soundtrack von Konserve heraushören konnte.

Anders tags darauf auf dem Bundesplatz, wo Patent Ochsner zusammen mit dem Berner Symphonieorchester ein ausführliches Konzert gaben: Büne Huber war sichtlich nervös, einmal drohte das ganze Werk sogar auseinanderzufallen. Das wirkte irgendwie sympathisch. Und wenn die zwei Gruppen harmonierten, überzeugte mich das Resultat völlig: Ein satter, ausgefüllter Sound.

Das waren unerwartet schöne Tage. Nächste Woche sehe ich weder ein Kulturprogramm noch Wetterprognosen, welche mich gross aus der warmen Stube locken können.

Upgrade von Eclipse PDT 2.1 zu 2.2: Breakpoints für XDebug löschen

Seit ich meinen Arbeits-PC auf Windows 7 aufgerüstet hatte und dabei alle Software auf den neuesten Stand gebracht habe, funktionierte XDebug, der Debugger für PHP, unter Eclipse PDT 2.2 (Helios) nicht mehr. Zahlreiche verschiedene Versionskombinationen von Apache, PHP und XDebug wollten schlichtwegs nicht miteinander kommunizieren. Und das Entwickeln ohne Debugger macht schlichtwegs weniger Spass.

Heute stolperte ich zufällig über die Lösung: Es lag nicht an den Serverkomponenten, sondern an einem Clientproblem: Wegen eines Eclipse-Bugs stören die aus PDT 2.1 übernommenen Breakpoints den Debugger. Nachdem ich alle Breakpoints gelöscht hatte, funktionierte XDebug auch unter PDT 2.2 wieder einwandfrei.

Das Leben ist ohne dauerndes var_dumpen irgendwie schöner.

Open Air-Anlässe in Bern zum Sommerende

Zum Abschlus des Sommers gibt’s dieses Woche eine Menge Kultur an frischer Luft, der grösste Teil davon sogar gratis:

Ich wünsche all diesen Anlässen von ganzem Herzen viel Wetterglück und, etwas egoistisch, möglichst wenig Zuschauer, welche mir den Platz wegnehmen könnten.

Rückschritt

Für einen Moment sah es so aus, als ob das Konzept Batterien am Ende wäre. Mehr und mehr Geräte verfügten über Akkus und sogar die damit verbundenen Ladegeräte nähern sich langsam dem Standard Laden-Über-USB.

Aber ich hatte mich zu früh gefreut: Es liegen bei mir mehr und mehr Gadgets herum, welche konventionelle AA-Batterien schlucken: Mein GPS, vier Wii-Kontroller, die Magic Mouse. Frustriert durch deren ständigen Energiebedarf, spielte ich bereits mit dem Gedanken, mir wieder ein Akku-Ladegerät zu kaufen. Glücklicherweise kam Apple zur selben Zeit ebenfalls auf diese Idee und verkaufte mir eines.

Ich komme trotzdem nicht umhin, das irgendwie als Rückschritt zu empfinden.

Gespräch beim Zahnarzt

Heute morgen war mein erster Termin beim neuen Zahnarzt. Ich fülle pflichtbewusst den Zettel aus und wundere mich, wozu er meinen Beruf und Arbeitsstelle zu wissen braucht. Ich setze mich auf seinen Sessel und warte nervös, bis der Herr in Weiss seine Lektüre des vorhin genannten Zettels beendet hat. Plötzlich sieht er mich ernst an:

Er: Haben Sie die neue Homepage gemacht?

Ich: (Verdutzt) Äh, ja.

Er: (Nimmt spitzen Gegenstand zur Hand) Wo ist denn die Windprognose hin? Ich bin kurz davor eine Reklamationsmail zu schreiben oder mal anzurufen.

Ich: (Schluck, schnell denkend, Blut schwitzend) Unter Prognosen Schweiz hat es einen Menüpunkt Windprognosen.

Er: Ah, dann ist ja gut.

Ich hätte nie gedacht, dass mir mein Job einmal derart gefährlich werden könnte.

Kurzkritik: Inception

Inception ist ein solider und wunderschön aufgemachter Mindfuck-Film.

Wie immer brauche ich dabei einige Tage Verdauungszeit, um herauszufinden, ob ich den Film mag oder nicht. Momentan stört mich daran eigentlich nur, dass die Schauspieler in Inception weitaus weniger überzeugen als diejenigen in The Dark Knight.

Das Ende einer Ära

Vier Jahre habe ich hier gelebt, aber Ende Oktober ist Schluss. Zusammen mit A. unterwerfen wir uns auf der Suche nach einem gemeinsamen Zuhause dem Berner Wohnungsmarkt.

Wenn jemand Interesse an einer schönen, grossen, zweistöckigen, leider balkonlosen 4.5 Zimmer-Wohnung im Breitsch hat, hört das die Verwaltung sicher gerne.

Und wenn jemand von freien Wohnungen im Raum Bern, Wabern, Liebefeld, Köniz weiss, sind wir für Hinweise dankbar. Dann müsste ich mich nicht mit diesen unsäglichen Immobilien-Suchmaschinen herumschlagen.

Fast evakuiert worden

Pakistan und Indien leiden momentan unter massiven Überschwemmungen, auch ein Gebiet namens Ladakh ist betroffen.

Heute berichtet der Bund, wie eine Schweizer Reisegruppe soeben aus Ladakh evakuiert wurde.

Und ich realisiere plötzlich, dass A. und ich ursprünglich dieser Gruppe angehört hätten, wären wir nicht statt dessen nach Island geflogen.