Berlin für Geeks

Ein paar geeky Dinge die man in Berlin machen kann:

Berlin

Ich war vom 2. bis 9. November zum ersten Mal in meinem Leben in Berlin und möchte dazu noch einige Gedanken loswerden.

  • 20071110_berlin.JPG
    Die Stadt ist… so vielseitig wie ich bisher noch keine Stadt erlebt habe. Weder London, Paris, Rom, Tokyo noch Bern haben bei mir derartig viele Eindrücke hinterlassen. Es liegt eine Dynamik und Beweglichkeit in der Luft, Berlin strahlt und guckt optimistisch der Zukunft entgegen. Und kämpft gleichzeitig mit einer lähmenden 20%-Arbeitslosenquote und chronischem Geldmangel.
  • Deutschland und insbesondere Berline quellt über mit Geschichte. Der 1. und 2. Weltkrieg, die Spaltung und Wiedervereinigung des Staates, alle diese Geschehnisse sind noch stark präsent und in den Köpfen der Bevölkerung verankert. Ich war überrascht; wir haben uns in der Schweiz beispielsweise vom 2. Weltkrieg und Nationalsozialismus schon derart mental entfernt und verbringen seither eine eigentlich ‚geschichtslose‘ Zeit.
  • 20071105_diemauer.JPG
    Die beste Art eine Mauer auszustellen ist: Als Mauer.
  • Irgendwie hatte ich konstant das Gefühl etwas zu verpassen, derartig reichhaltig ist das kulturelle Angebot.
  • Und erst die Gastronomie: Abwechslungsreich, international und für Schweizer Verhältnisse wirklich günstig. Kreative Bars und Restaurants machten das Ausgehen zur Freude. Wie jedes Mal nach einem Auslandaufenthalt überlege ich mir was die hiesigen Lokale doch alles besser machen könnten. (Z.B. die Küche nicht einfach schliessen nur weil es etwas später wird. Oder das Frühstücksbuffet wie in Berlin bis um 17:00 Nachmittags anbieten.)
  • Auch in Berlin gibt’s eine Turnhalle und ebenso wie beim Bernischen Pendant mussten wir lange auf die Bedienung warten.
  • 20071106_wurst.JPG
    Allen Unkenrufen zum Trotz geht es der Deutschen Sprache gut. Gerade junge Unternehmen spielen gerne mit kreativen Firmennamen herum: Wurst ;-) (Wurst…), Hoppel (Tierhandlung), Trittfest, Oder Barfuss (Schuhe), Vergangenheit (2nd-Hand Mode), Proviant (Lebensmittel), Haarwerkstatt….
  • Es wurde kalt in der Woche. Und mit der Kälte zog sich der beissende Geruch von Kohle quer durch die Quartiere. Dieser Brennstoff wird noch immer in vielen Wohnungen zur Heizung eingesetzt.
  • Berlin gibt schätzungsweise mehr Geld für ‚Gehwegschäden‘-Schilder aus als zur Behebung von Gehwegschäden.

Und zum Abschluss noch die witzigste Konversation die ich in der U-Bahn überhört habe:
Ansage: „Bitte beachten Sie beim Verlassen des Wagens die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante.“
Kleines Mädchen: „Papa, dürfen wir die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante gucken gehen?“
Papa: „Was?!?“

Fragen die mich bewegen: Weihnachtseinkäufe

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben weil ich unsere Wohnung noch nicht weihnächtlich dekoriert habe, meine Weihnachtseinkäufe noch nicht erledigt habe und überhaupt noch gar nicht in weihnächtlicher Stimmung bin? Und damit meinen Pflichten als Konsument nicht nachkomme?

Coop & Migros sagen ‚ja‘.

Getting Things Done via Telefon

Unterwegs und weit entfernt von der heimischen Inbox für dein GTD? Ab heute bieten die Swisscom Labs einen gratis Service namens Memo Nummer an: Einfach 0900 079 079 anrufen und sich selber eine Sprachnachrichten in die Zukunft schicken.

Einfach und direkt.

Hey, damit könnte ich mir selber zum Geburtstag gratulieren. Oder nach meinem Tod meinen Handyerben verwirren.

(Bis Ende 2007 ist der Service gratis. Disclaimer: Ich arbeite zwar für die Swisscom, aber nicht in dieser Gruppengesellschaft.)

Der Post die Arbeit abnehmen

Schon wieder ein Packet durch die Lappen: Am Samstag ging ich 10 Minuten zu früh aus dem Haus und verpasste knapp den Kourier mit meinem Leoparden. Wenigstens ist TNT so flexibel mir die Wildkatze ins Büro zu liefern. (Update: Hat nicht geklappt.)

Nicht so die Post. Ich bin überzeugt dass ich gelegentlich sogar bei mir zu Hause im 5. Stock verweilte als der Pöstler unten zu klingeln glaubte und dann nur eine Notiz im Briefkasten hinterliess. Und ich einen Tag warten musste um das heissersehnte Packet endlich in meine Arme zu schliessen.

Jetzt macht mit ein Kollege auf einen Service aufmerksam: Anstatt dass die Post versucht Packete auszutragen, kann ich alternativ ein temporäres gratis Postfach in gewissen Poststellen einrichten lassen und bekomme eine SMS oder eine Mail wenn das Packet dort zu finden ist. Das ganze nennt sich Pick Post, ist nicht ganz neu, aber ganz nett. Nur habe ich noch keine Bestätiguns-SMS oder Mail erhalten. Was mich schon wieder misstrauisch stimmt.

Polo Hofer – Travailler C’est Trop Dur

Einzigartig im ganzen Internet: Hier sind die Lyrics von Travailler C’est Trop Dur in der Version von Polo Hofer und der Schmetterband (1992).

(Refrain:)
Travailler, c’est trop dur
Et voler c’est pas bon
Demander la charité,
C’est quelque chose que je peux pas faire.

Chaque jour que moi je vis,
On me demande de quoi je vis.
Je dis je vis sur l’amour
Et j’espère devenir vieux.

Moi je fais la musique,
Je plonge tous les soirs
Après traîner tous par tous,
Après chanter dans les whisky bars.

Et des fois, tu le sais,
J’aimerais m’en aller,
Mais je reste et je crois
C’est juste pour l’amour de chanter.

Refrain

Moi je prends l’accordéon,
Et toi tu prends la mandoline,
Pour jouer notre vielle valse,
Pour faire le monde danser.

Vous connaissez, mes chers amis,
La vie est bien bien trop court
Pour se faire des chagrins.
Allons danser ce soir!

Refrain 2x

Oh la la! Yuppie! Oh la la! Ohihi!