Milchbuch vs. Postfinance E-Cockpit

Indexseite Milchbu.ch

Seit ein paar Jahren trage ich die Idee für eine Webapplikation im persönlichen Finanzbereich mit mir herum. 2010 registrierte ich dafür die Domänen milchbu.ch und milchbuch.ch.

Der Motivation ist einfach: Ich habe keine Ahnung, wofür ich mein Geld genau ausgebe. Meine Ausgaben von Hand mit einer App zu erfassen ist mir zu mühsam, nie ziehe ich das länger als eine halbe Stunde konsequent durch. Und die Postfinance erledigt dank meinem relativ konsequenten Einsatz der Postcard diese Arbeit bereits für mich. Zusätzlich lasse ich mir bereits seit 2004 meine Kontauszüge im XML-Format liefern, immer mit dem Gedanken irgendwann mal etwas aus den Daten zu machen.

Als ich dann noch A. dabei erwischte, ihre ausgedruckten Kontoauszüge mit Farbstiften zu bearbeiten, wurde mir klar, dass das Milchbuch grosses Potential hätte. Ich würde es programmieren, tausende von Benutzern haben, Premiumfunktionen verkaufen, Ruhm und Geld ernten und es schlussendlich in einem etwas unsauberen Deal für einen Millionenbetrag an eine Bank verscherbeln.

Soweit der Plan.

Mit der Implementation haperte es noch etwas, ich hatte viele Notizen und Skizzen, aber zum Programmieren kam ich kaum.

Und dann lancierte die Postfinance im April 2012 das E-Cockpit und nahm mir die ganze Arbeit ab.

Die Funktionalität ist ziemlich dieselbe, wie ich sie mir vorgestellt habe: Statistiken, automatische Kategorisierung, Aufteilen von Bargeldbezügen, Trends über längere Zeiträume. Sogar die gleiche Graphenbibliothek hätte ich eingesetzt.

Fundamentaler Unterschied ist nur die Kategorisierung: Wo Milchbuch zu Beginn mühsam lernen hätte müssen, welches Konto zu welcher Sparte gehört (Coop verkauft Lebensmittel, Mobility gehört zur Mobilität, Kitag ist Unterhaltung…), kann die Postfinance auf interne Daten zurückgreifen und schaffte es, in meinem Fall über 90% der Transaktionen automatisch zu kategorisieren.

Einen weiteren Vorteil spielt die Postfinance nicht ganz aus: Die Kontoauszüge hätten im Milchbuch von Hand importiert werden müssen. Das E-Cockpit hingegen erhält die Transaktionen direkt geliefert, braucht aber komischerweise mehrere Tage dazu.

Dafür hätte das Milchbuch ein grösseres Potential gehabt: Nichts hätte mich davon abgehalten, auch andere Bankdaten als nur diejenigen der Postfinance zu importieren. Eine Premiumfunktion wäre die Verwaltung von mehreren Konten gewesen, eine andere die Möglichkeit, Vereinsfinanzen darüber zu erledigen.

Nun verabschiede ich mich von meiner Idee ohne grosse Trauer: Das E-Cockpit erfüllt meine persönlichen Ansprüche vollständig, mein Problem ist damit gelöst.

Und ganz umsonst war die Arbeit nicht: Zum einen wurde meine Idee validiert. Und zum anderen lernte ich einmal mehr die Lektion, dass Ideen wertlos sind. Nur die Ausführung zählt.

PNG aus Gimp 2.8 in WPF/Visual Studio 2010 verwenden

PNG-Bilder, welche mit der aktuellen Version 2.8.0 von Gimp für Windows erstellt und in einer WPF-Applikation unter .NET 4 verwendet werden, sind manchmal unscharf und in falscher Grösse in der Applikation dargestellt.

Gimp-Exportdialog

Um dies zu korrigieren, muss im Gimp-Exportdialog die Option ‚Auflösung speichern‘ deaktiviert werden.

Campus: geo.admin.ch und OpenStreetMap

CampusAm kommenden Montag (18. Juni 2012, 1900) findet der Campus zum Thema Onlinekarten: geo.admin.ch und OpenStreetMap bei Meteotest an der Fabrikstrasse statt.

Simon Poole stellt die OpenStreetMap vor. Cédric Moullet (Swisstopo) präsentiert die Karten von map.geo.admin.ch.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen und gratis. Anfahrtsinformationen und weiteres wie immer im Campus Wiki.

Freiwillige Anmeldung auf techup.ch.

Mein erster Openstreetmap-Edit

Das war antiklimatisch: Heute bemerkte ich beim Testen einer Software mit Kartenfunktionalität, dass auf der Open Street Map der Name der Strasse vor meinem Haus mit der Nachbarsstrasse verwechselt war. Ich wollte schon lange einmal etwas zu diesem Projekt beitragen und machte mich daran, einen Abend lang Tutorials und Einführungen zu lesen, um diesen Fehler zu korrigieren.

Daraus wurde nichts: Das Editieren dauerte mit dem Online-Editor keine Minute, meine Änderung wurde anstandslos akzeptiert und eine knapp halbe Stunde später findet die Welt mein zu Hause jetzt auch ohne sich zu verlaufen.

Campus Bern: Webformular Design

CampusAm kommenden Dienstag (17. April 2012, 1900) findet der Campus zum Thema Webformular Design/a> bei Puzzle ITC am Eigerplatz statt.

Roland Studer zeigt uns anhand praktischer Beispiele, wie man Formulare sinnvoll gestaltet.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen und gratis. Anfahrtsinformationen und weiteres wie immer im Campus Wiki.

Freiwillige Anmeldung auf techup.ch.

1. Treffen der Dead Wood Society: The Pragmatic Programmer

Kollege Fabian P. und ich versuchen mal wieder in Bern was aufzuziehen: Die Dead Wood Society ist ein Buchkreis für Geeks. Unser erstes Treffen findet im Juni statt, bis dann wollen wir den Klassiker The Pragmatic Programmer gelesen haben.

Wenn du auch dabei sein möchtest, dann besorg dir das Buch und melde dich auf Techup.ch an.

Selbst wenn du nicht dabei sein kannst, ist dessen Lektüre absolut empfehlenswert.

Campus Bern: Freie Kultur im offenen Netz

CampusAm kommenden Dienstag (13. März, 1900) findet der Campus zum Thema Freie Kultur im offenen Netz – Wovon lebt der Kreative morgen? bei Meteotest an der Fabrikstrasse statt.

Andreas Von Gunten gewährt einen Einblick in die Welt von Urheberrecht und Creative Commons.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen und gratis. Anfahrtsinformationen und weiteres wie immer im Campus Wiki.

Freiwillige Anmeldung auf techup.ch.