Weinbau März: Schneiden

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Die erste Arbeit im Jahr: Das Schneiden. Wir schneiden die letztjährigen Zweige auf wenige Centimeter über dem Rebstock zurück, um pro Horn jeweils nur zwei Treibe wachsen zu lassen.

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(Die unscharfen weissen Knospen am linken Ast werden dereinst die Trauben tragen.)

Je weniger Treibe wachsen, desto weniger Trauben können wir ernten werden. Dafür konzentriert sich der für die Gärung wichtige Zucker in diesen Trauben. Und damit beginnen wir mit dem ewigen Balancieren zwischen Quantität und Qualität. Zuviel Ernte mit zuwenig Zucker führt zur Deklassifikation und zu enormen Einsatzeinbussen. Seit einigen Jahren patrouilliert die Kellerei gelegentlich sogar in den Parzellen. Nach der grossen Fendantschwemme, welche bis 1982 anhielt und den Weinbau im Wallis fast in den Untergang trieb, hat sich in den letzten Jahrzehnten ein extreme Qualitätssensibilisierung eingestellt.

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Bei uns stellte sich letzten Samstag aber nur noch der Winter ein: Schneefall vertrieb uns nach getaner Arbeit ziemlich schnell aus dem Berg und heim in die warme Stube.

Weinbau in Visperterminen

Wappen Visperterminen Gelegentlich habe ich in diesem Blog schon darüber berichtet, oder vielleicht hast du auf meinem Lebenslauf schon mal das Wort Winzer entdeckt: Meine Grosseltern waren Bergbauern in Visperterminen. Vom Hof bleibt nur noch wenig übrig, das einzige was wir als Sippe noch intensiv bewirtschaften, sind unsere Rebfelder.

Durch die Erbteilung laufend zerstückelt, besitzen meine Eltern und ihre Geschwister zusammen eine Vielzahl von Parzellen am höchstgelegenen Weinberg Europas.

Weinbau ist das ganze Jahr über sehr arbeitsaufwendig und beschränkt sich leider nicht nur aufs Degustieren. In der Form, wie wir es praktizieren, ist es mehr Freude an der Sache als profitorientiert: Wochenende für Wochenende schuften, hegen und pflegen wir unsere Rebstöcke; im Herbst lesen wir die Trauben und verkaufen diese der St. Jodern-Genossenschaftskellerei. Die Kellerei kümmert sich um die professionelle Produktion, um das Abfüllen und den Weiterverkauf des Weins. Wir dürfen diesen zu einem Vorzugspreis zurückkaufen.

Ich werde dieses Jahr die Arbeiten in unserem Rebberg hier dokumentieren. Wer es etwas weniger trocken mag, darf im Herbst Wimden helfen kommen. (Die kommerzielle Alternative, das Wii-Grill-Fäscht, ist schon lange ausgebucht…)

Sony Kamera-Feuchtigkeitssensor ‚reparieren‘

Meine gute alte Sony Videokamera HDR-HC1 meldete seit einiger Zeit mit dem Fehlercode C:21:00 dass sich Feuchtigkeit im Gehäuse befinde. Als Konsequenz erlaubt die Kamera keine Operationen mit dem Bandlaufwerk mehr, d.h. Aufnehmen und Abspielen von DV-Kassetten ist nicht mehr möglich. Die Meldung blieb über mehrere Wochen auf dem Display, trotz dem Aufbewahren des Gerätes an einem trockenen Ort.

Nach einigem Rumsuchen im Netz fand ich folgende zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben:

  • Kamera im Backofen backen. Falls sich tatsächlich Feuchtigkeit im Gehäuse befinden sollte, kann man versuchen die Kamera 20 Minuten auf 40-50° im Backofen zu erwärmen. Unbedint alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen, insbesondere der Batterie tut diese Methode gar nicht gut. Kassettenlaufwerk offen lassen. Die Kamera vor dem Benutzen wieder abkühlen lassen.
  • Starker Schlag auf das Gehäuse. Vermutet man, dass nur der Sensor spinnt und die Kamera intern trocken ist, kann das Problem mit einem kräftigen Schlag auf das Gehäuse lösen. Wieder alle abnehmbaren Teile zuvor entfernen.

Diese Methoden sind auf eigene Gefahr anwendbar. Mir haben sie geholfen, ohne die Kamera zu beschädigen. Wer noch über Garantie auf seinem Gerät verfügt, sollte besser diese in Anspruch nehmen.

Eine API für Mobility – Nachtrag

Währenddem ich weiter über die Genossenschaftsstrukturen versuche, meinen API-Vorschlag für Mobility zu verbreiten, passierte etwas unverhofftes: Ein Mitglied des oberen Managements ist über mein Blog gestolpert* und hat mir daraufhin eine Mail geschickt. Mein Anliegen scheint jetzt zumindest auch von oben in die Firma einzufliessen.

Deren Antwort fordert Geduld: Wenn ich das richtig interpretiere, wird im Moment die internen Informatik überarbeitet. Diese Arbeiten sollten 2011 abgeschlossen sein, und ab diesem Zeitpunkt dürfen neue Funktionen gewünscht werden.

Ich werde abwarten, was geschieht. Und merke mir schon mal vor, nächstes Jahr den nächsten Anlauf zu starten.

* = Oder wurde vom Grossen Bruder vorbeigeschickt.

Video zum Wochenende: Fondue trinken

Stephen Colbert hat das Schweizer Haus an der Winterolympiade 2010 in Vancouver besucht. Und dabei ein Rechaud voll Fondue getrunken.

Wer sich über die Schweizer Klischees in diesem Beitrag oder in unserem Schweizer Haus ärgert, sollte sich noch den Beitrag über das Irländische Haus ansehen. Das ist Kultur.

Kurzkritik: Makers

Cory Doctorows neuestes Buch Makers handelt von einer industriellen Revolution vor dem Hintergrund einer Finanz- und Sinnkrise der 1. Welt. Aktueller kann man kaum sein: Mit unserer Wirtschaft geht’s runter und wir haben das revolutionäre Produkt, den 3D-Drucker, bereits zu Hause stehen. Eine klassische moderne Story über den ewigen Krieg zwischen Ingenieuren und Anwälten. Gefällt mir immer; ratet mal wer dabei gewinnt.

Das Buch ist wie alle Werke von Doctorow frei herunterladbar. Spenden will er dafür nicht erhalten, dafür solle man lieber seine Bücher kaufen und an Bibliotheken abgeben. Meine Kopie ist nach Schweden unterwegs.