Das Ende der SMS (Und Threema)

Notifikationen nach den Ferien

In unseren zwei Ferienwochen habe ich auf mein iPhone grösstenteils verzichtet. Nach der Rückkehr ins heimische Datennetz ergab sich folgendes Bild:

  • 58 Mails
  • 87 WhatsApp-Nachrichten
  • 65 Slack-Notifikationen
  • 1 SMS (Eine Roamingmeldung von einem obskuren Telecom-Dienst)

Fazit: SMS ist tot. Und die verschlüsselte Alternative Threema konnte sich gegen den übermächtigen Netzwerkeffekt von WhatsApp leider auch nicht behaupten.

Follonica

Follonica

„Dort war ich schon als Kind!“ kommentieren etwa die Hälfte aller Personen, welchen ich von unserem Reiseziel erzählte. Das Reka Feriendorf Golfo del Sole in der Toskana ist seit Jahrzehnten ein Klassiker für Familienferien.

Als familienfreundlichen Flitterwochen taugte es allemal, auch wenn A und ich mit K1 und K2 alle Hände voll zu tun hatten. Wir genossen zwei Wochen zusätzlichen Sommer, die Meersicht (Eingeschränkt durch die Insel Elba, welche jede Illusion von Unendlichkeit zerstörte), tägliche Gelati und das Nichtstun.

Nur eines machen wir wohl nicht wieder: Wir waren die einzige Familie, welche mit dem Zug anreiste. Alle anderen zogen es vor, ein Auto/Minibus/Lastwagen zu füllen und runter zu fahren.

Fortschritt Literatur Oktober

Nach ereignissvollen Monaten dann endlich zwei Wochen Ferien inkl. Zeit zum Lesen.

  • Gödel Escher Bach: Seite 241 von 791
  • A Song Of Ice And Fire: A Game Of Thrones: Seite 744 von 780, Band 1 von 7
  • You’re Never Weird On The Internet (Almost): Seite 273 von 273

George R.R. Martin liest sich definitiv flotter als Robert Jordan.

Zitat zum Wochenende: Chesterton’s Fence

In the matter of reforming things, as distinct from deforming them, there is one plain and simple principle; a principle which will probably be called a paradox. There exists in such a case a certain institution or law; let us say, for the sake of simplicity, a fence or gate erected across a road. The more modern type of reformer goes gaily up to it and says, “I don’t see the use of this; let us clear it away.” To which the more intelligent type of reformer will do well to answer: “If you don’t see the use of it, I certainly won’t let you clear it away. Go away and think. Then, when you can come back and tell me that you do see the use of it, I may allow you to destroy it.

G. K. Chesterton

Kurzkritik: Hanabi

Ein auf einfache Regeln basierendes Kartenspiel, bei welchem man zusammen ein Feuerwerk hochgehen lässt. Der Clou: Die eigenen Karten sieht man nicht, man erhält aber vage Tipps von den Mitspielern. Das Resultat ist eine wunderschöne Illustration von Informationstheorie und menschlichen Missverständnissen.

Ich habe lange nicht realisiert, dass meine Spielgruppe auf der höchsten Schwierigkeitsstufe spielt. Kein Wunder habe ich mir jeweils den Kopf zerbrochen. Dafür ist Hanabi äusserst befriedigend, wenn die Rechnung aufgeht.

Zitat zum Wochenende: Neues Medium

Whatever you now find weird, ugly, uncomfortable and nasty about a new medium will surely become its signature. CD distortion, the jitteriness of digital video, the crap sound of 8-bit – all of these will be cherished and emulated as soon as they can be avoided. It’s the sound of failure: so much modern art is the sound of things going out of control, of a medium pushing to its limits and breaking apart. The distorted guitar sound is the sound of something too loud for the medium supposed to carry it. The blues singer with the cracked voice is the sound of an emotional cry too powerful for the throat that releases it. The excitement of grainy film, of bleached-out black and white, is the excitement of witnessing events too momentous for the medium assigned to record them.

Brian Eno

Kurzkritik: The Peripheral

William Gibsons neuester Roman ist wieder Science Fiction: The Peripheral spielt gleichzeitig in naher wie in mittelnaher Zukunft. Ich finde für gewöhnlich die Mechanik des Zeitreisens eine billige Notlösung für Autoren, aber in diesem Werk wurde sie relativ sanft und vernünftig angewendet. Das führt zu einer Welt, welche gerade interessant zu werden beginnt und dann ist das Buch auch schon wieder vorbei.

Zu kurz das Ganze, schade. Aber Gibson hat einen Hang zu Trilogien, vielleicht kommt da noch was…