Campus zum Thema Usability/User Experience

Nächsten Dienstag, 10. Februar 2009 um 1800 findet hier in Bern, am Theaterplatz 2 bei das.zeichen der nächste Campus Vortrag statt. Das Thema diesen Monat lautet Usability / User Experience.

Weitere Details gibt es auf der Campus Webseite zu lesen. Der Vortrag ist frei zugänglich für alle Interessenten.

(Und dieses Mal muss ich für einmal nichts selber machen…)

Programmieren 2.0

Heutzutage programmieren geht in etwa so: Schreib, schreib, schreib, Problem, Google Suche, lesen, schreib, schreib, schreib etc.

Je nach Art des Problems und der Programmiersprache stösst man bei seinen Recherchen auf obskure Foren oder mühsame Anlock-Und-Zahl-Seiten à la Experts Exchange. Und die Resultate darf man sich dann auch unter den ganzen Diskussionen zusammenkramen.

Frustriert darüber haben sich so bekannte Namen wie Jeff Atwood und Joel Sponsky zusammengetan und Stack Overflow erschaffen. Das erklärte Ziel dieser Webseite ist es Programmierwissen zu sammeln und in brauchbarer Form darzustellen. Deshalb ist Stack Overflow auch kein Forum, sondern ein Zwischending aus Forum, Wiki und Blog: Alles ist kommentierbar, veränderbar, per Konsensus wird die beste Lösung gefunden und prominent platziert. Gute Fragen und gute Antworten werden mit Reputation belohnt. Mit Ehrenmedaillen wird der Ehrgeiz der Benutzer zusätzlich angestachelt.

Auf den ersten Blick ist die Seite gewöhnungsbedürftig. Aber extrem effektiv: Jede Frage von mir wurde innerhalb von Minuten korrekt beantwortet.

Ein interessanter Aspekt ist die Registrierung: Stack Overflow ist derart spezialisiert und anspruchsvoll dass sie es sich leisten kann den üblichen Registrationsweg zu ignorieren. Man kann zwar anonym kommentieren, kriegt dafür aber natürlich keine Reputation. Und die einzige Art sich anzumelden ist über OpenID. Da das System kaum bekannt ist (Und obwohl sehr viele Web 2.0-Nutzer ohne ihr Wissen bereits eine besitzen), stellt diese Eintrittshürde gleich einen technischen Intelligenztest dar.

Ich hab’s auf jeden Fall geschafft und geniesse die Vorzüge dieser gesunden & hyperaktiven Community.

Zwei Kopfhörer und 11 Rechnungen

20090121_apple_invoices

Das ging schnell.

Letzte Woche bemerkte ich dass meine iPhone-Kopfhörer nicht mehr richtig funktionierten. Natürlich suchte ich den Fehler zuerst bei meinen eigenen Ohren, fand aber schnell heraus dass es doch an den Kopfhörern lag.

Zeit einmal mehr den Apple Support in Anspruch zu nehmen. Bisher lies er mich noch nie im Stich. Und tatsächlich, auch dieses Mal klappte alles wie am Schnürchen:

Dienstag Nacht: Auf der Apple-Webseite den Online-Serviceassistenten gestartet, Seriennummer eingegeben und mich durchs Formular geklickt.

Mittwoch: Apple bestätigt, dass sie mir neue Kopfhörer schicken.

Donnerstag: Die Kopfhörer liegen im Briefkasten. Zusammen mit der Aufforderung, das defekte Paar per Kurier zurückzuschicken.

Freitag, 13:00: Ich rufe UPS an und melde, dass ich eine kostenfreie Rücksendung habe.

Freitag: 15:30: Der Kurier taucht im Geschäft auf und nimmt das Couvert entgegen. Fertig.

Wow. Wenn nur alle Dienstleister so schnell wären. Und mein Glaube an Kurierdienste ist auch wiederhergestellt: In der Vergangenheit hatten sie meine Geduld jedes Mal strapaziert.

Zwei Absurditäten hat die ganze Geschichte: Die ‚Proforma Invoice‘, d.h. die Rechnung welche ich zu bezahlen hätte, wenn ich die Rücksendung nicht innerhalb von 10 Tagen gemacht hätte, lag in 11-facher Ausführung der Lieferung bei. Das ist etwas viel, tatsächliche wollte der Kurier nur 3 unterschriebene Rechnungen zurück.

Zweiter Punkt: Für ein paar Kopfhörer, welche einen Materialwert von ca. 15.- SFr. haben und welche kaum repariert, sondern nach der Rücksendung sicher sofort weggeworfen werden, zahlt Apple zweimal eine Kurierfahrt. Das tönt für mich verdächtig nach fixen Geschäftsprozessen, welche unbedingt Missbrauch verhindern wollen, egal zu welchem Preis.

(Und eigentlich noch absurder ist, dass ich diesen Prozess überhaupt initiert habe: Ich habe mir vor kurzem Sennheiser MM 50 bestellt.)

Mein persönlicher Make-Space

20090116_make_space

Schon seit dem ersten Erscheinen habe ich das Amerikanische Magazin Make abonniert. Darin wird die Do-It-Yourself-Kultur zelebriert: Kein Gerät ist heilig, keine Gehäuse für immer zu, kein Spielzeug dass man nicht verbessern könnte.

Als Leitspruch gilt: Garantien sind zum verletzen da!

Schon lange hatte ich Lust mit diesem Trend mitzuschwimmen. Und nun habe ich mir im Estrich einen kleinen aber feinen Arbeitsplatz eingerichtet & ausgerüstet.

Ich kann es kaum erwarten herauszufinden was ich jetzt damit anstellen werden.

foreach-Schlaufen mit Referenz abkürzen (PHP)

Diesen Trick hatte ich offenbar überlesen: Um Array-Werte in einer foreach-Schlaufe zu verändern, kann man anstelle der üblichen Konstruktion hier:

  foreach($array as $index => $value) {
    $array[$index] = $value + 2;
  }

…einfach die Werte per Referenz adressieren:

  foreach($array as &$value) {
    $value += 2;
  }

Sortieren nach Wert in einem assoziativen Array (PHP)

PHP verfügt über ein Dutzend verschiedene Sortierfunktionen für Arrays, aber gelegentlich möchte ich ein assoziatives Array nach einem Feld im Array sortieren. Am einfachsten geht das mit einer Hilfsfunktion und usort:

function sortierNachFeld($a, $b) {
    return strnatcmp($a['feldname'], $b['feldname']);
}

usort($meinArray, 'sortierNachFeld');

Die eigentliche Vergleichsfunktion (Hier: strnatcmp) muss ich natürlich den Anforderungen jeweils anpassen.

Etwas unschön ist der hardgecodete Name des Feldes ('feldname'). Aber ich wüsste nicht wie man diesen flexibel ohne den hässlichen Umweg über globale Variabeln übergeben könnte.

Kommentare lieber verstecken

Bei meiner Recherche über Das Volk-Kommentatoren fällt mir auf dass die NZZ Online eine der 10 (pragmatischen) Web Design-Regeln verletzt: Sie versteckt Inhalt. Die Leserkommentare werden standardmässig ausgeblendet und vor den Suchmaschinen versteckt (Originelle JavaScripts ab der Zeile mit id readercommentsBegin im Quelltext).

Wenn ich diese Kommentare lese, würde ich sie auch verstecken wollen.

Andererseits bilden sie einen wunderbaren Kontrast zu den dazugehörigen Zeitungsartikel welche die noch so liberale NZZ überaus differenziert erscheinen lässt.

Ich meinerseits versuche mir den Ratschlag aus dem Neo1-Blog zu Herzen zu nehmen: Nicht ärgern, lachen!

Abgehängt

Schon zu lange habe ich hier keine Lobeshymne auf die Ingenieursleistungen von Apple mehr publiziert. Ich nehme die gestrige Vorstellung der neuesten Mac-Laptops zum Anlass meine Begeisterung einmal mehr kund zu tun.

Apple hat sie alle abgehängt.

Wenn ich heutzutage mein iPhone benutze oder wenn ich schon nur Bilder des neuen MacBook Pros sehe, bekomme ich den Eindruck dass das zeitgemässe Hardware ist. Fertig mit billigen Plastikteilen à la Dell & IBM, wir können es uns heutzutage leisten solides Aluminium und hochwertiges Glas zu verbauen. So fühlt sich High-Tech an.

Die neuen MacBooks und MacBook Pros sind keine Revolution, aber sie machen einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Kaum habe ich sie gesehen, will ich eines davon besitzen. Völlig irrational, einfach nur weil sie so unglaublich attraktiv sind. Dabei stimme ich mit einer Aussage von Chm überein: Das iPhone ist ein derart gutes mobiles Datenverarbeitungsgerät, dass auch ich meinen Laptop kaum mehr unterwegs nutze. Schade eigentlich.