Dropbox-Idee: Privates SVN-Repository hosten

Bisher konnte ich mit meinem 2gb-Festplatten-Platz in der Web 2.0-Wolke namens Dropbox nicht besonders viel anfangen. Aber ein Artikel über den automatischen Bittorrent-Download via Dropbox animierte mich zum Überdenken:

Ich stand vor kurzem vor dem Problem dass ich mein privates SVN-Repository erreichbar von aussen halten musste, aber nicht meinen Laptop zu Hause den ganzen Tag laufen lassen wollte. Da kam mir die Idee das Repository auf die Dropbox zu stellen.

Mit dem Tool SymbolicLinker habe ich einen Symlink zu meinem Repository in die Dropbox gestellt. Diese synchronisiert seither ohne zu Mucken meine Commits übers Netz auf jede meiner Arbeitsstationen.

Fast auf der Strasse abgeknipst…

…wäre ich heute als ich aus der Mittagspause mit meinem Velo durch die Strassen von Bern radelte. Ich holte dabei fast ein Auto mit einer Kamerakonstruktion auf dem Dach ein und dachte mir noch dass das Gefährt ähnlich wie ein Google-Strassen-Fotografierer aussieht.

Kaum im Büro habe ich die Bestätigung via Bund gekriegt: Seit heute ist Google dabei Street View in die Schweiz zu bringen und macht zu diesem Zweck Aufnahmen von allen öffentlichen Strassen und Plätzen unserer grössten Städte.

Ich freue mich darauf, die Dichte der Bilder auf den amerikanischen Karten ist atemberaubend. Für chronische Verfahrer wie mich ist dieser Service ein Segen.

Nicht ganz nachvollziehen kann ich in diesem Fall die Paranoiakampagnen welche unter anderem auch der obengenannte Bund fährt. Die Nützlichkeit von Google Street View erachte ich als wesentlich signifikanter als die eher hypothetischen Gefahren für die Privatsphäre meiner Hausfront.

iPhone OS 3.0 because I can?

Gestern hat Apple eine Beta der neuesten Version 3.0 des Betriebssystems für das iPhone präsentiert. Eine Tonne neue Features und Möglichkeiten für Entwickler machen das Gerät zunehmend attraktiver. Komischerweise wurde auch MMS-Fähigkeiten integriert, eine Entscheidung die ich nicht unbedingt verstehe. Ich vermute dass da die Wünsche für zusätzliche Einnahmen der beteiligte Telekomfirmen
eine Rolle gespielt haben.

Auf jeden Fall erscheint das neue Betriebssystem im Sommer. Als registrierter Entwickler hätte ich aber schon heute den Zugang zur Beta. Laut Engadget ist sie allerdings noch langsam und fehlerbehaftet. Soll ich sie trotzdem installieren, because I can?

Safari 4: 3 Suchboxen

Und wenn wir schon am upgraden sind, installieren wir doch auch gleich die aktuelle Beta-Version vom Webbrowser Safari 4.

Er ist schnell, schnell, schnell. Er fühlt sich gleich schnell an wie Google Chrome, nur dass es ihn auch für Mac OS X gibt.

Wo sich die Tabs befinden, ist mir herzlich egal.

Etwas hingegen finde ich in Firefox 3 wesentlich besser gelöst: Firefox verfügt über die Awesome-Bar, die Adresszeile welche komfortables Suchen in den Lesezeichen, im Verlauf und den URLs erlaubt. Google Chrome kombiniert sogar die Google-Suche dort hinein. Und Safari?
20090315_suchboxen

Drei Suchboxen. Das sind meiner Schätzung nach zwei zuviel.

Laptop-Migrationen leichtgemacht mit Time Machine

timemachine_icon20071016Laptops sind unheimlich praktisch: Kompakt, stromsparend, mobil. Leider hat gerade die Kompaktheit Nachteile beim Aufrüsten. Meine chronisch überfüllte Festplatte beim meinem MacBook sollte mit einer grösseren Version ersetzt werden. Da sich nicht zwei Platten gleichzeitig im Laptop befinden können, musste ich die erste ausbauen, die zweite einbauen und dann das System wieder herrichten.

Für üblich involviert das grössere Übungen mit Backups und kompletter Neuinstallation. Ein eher mühsamer Prozess.

Glücklicherweise hat aber Apple in der letzten Version von Mac OS X ein neues Feature eingebaut: Time Machine. Diese unauffällige Backuplösung hatte mich schnell überzeugt und begeisterte mich auch hier:

  • Backup machen.
  • MacBook ausschalten und Festplatte ausbauen
  • Neue Festplatte einbauen (Richtig rum…)
  • MacBook wieder einschalten, Leopard-CD reinschieben und die Taste ‚C‘ gedrückt halten.
  • Sobald die CD gebootet hat, Sprache auswählen und oben aus dem Menu ‚Zubehör‘ die Systemwiederherstellung auswählen.
  • Den Angaben folgen, je nach Grösse des Backups 1-2 Stunden warten
  • Voilà. Das vertraute System läuft wieder.

Ein paar Wochen später dasselbe Spiel etwas komplizierter nochmals: Ich hatte mir ein neues MacBook Pro gekauft und dort darauf fand sich ein neueres System (iWork ’09 und iLife ’09) aber eine kleinere Festplatte.

Dieses Mal kam der Migrationsassistent zu Hilfe: Mittels Firewire-Kabel konnte ich den Inhalt des alten System auf das neue überspielen. Dann habe ich vom neuen System ein neues Backup angelegt (Ich wollte nicht basteln) indem ich die alten Time Machine-Backups per formatieren der externen Festplatte entsorgte und den Prozess neu gestartet habe. Danach wieder den obigen Festplattenwechsel durchgeführt und ta daa! Das System läuft und purrt und schnurrt.

Natürlich nahm wegen der Datenmenge von ca. 200 GB jeder dieser Schritte 2 bis 3 Stunden in Anspruch, aber dafür musste ich nicht Tage aufwenden meine Applikationen und Daten zu migrieren. Sondern liess einfach Mac OS X die Arbeit für mich machen.

Ich mache gelegentlich den Spruch dass ich seit meinem Switch zu Apple zu einem glücklicheren Menschen geworden bin. Bei Erfahrungen wie diesen fühle ich mich wieder bestätigt. Natürlich haben auch Macs ihre Macken, aber die Reklamationen bewegen sich auf hohem Niveau.

Toll, wenn alles so einwandfrei funktionieren würde, würden wir in einer glücklicheren Welt leben.

Campus Bern: Vortrag zu jQuery und Firebug

CampusAm kommenden Dienstag (17. März 2009, 18:00) halte ich im Rahmen von Campus Bern einmal mehr einen Vortrag: Diese Mal über das JavaScript-Framework jQuery und die Entwicklungsextension Firebug für Firefox.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen. Anfahrtsinformationen und weiteres wie immer im Campus Wiki.

Und ich verspreche mich dieses Mal kurz zu halten.

Subtilitäten mit Excel und Nachkommastellen

Ein typisches Problem in meinem Arbeitsalltag ist der Import von Daten aus einem beliebigen Format in eine Datenbank. Des öfteren kommen diese Daten im sogenannten Comma-Separated-Values-Format CSV an. Für die Kontrolle, Nachbearbeitung und Korrektur lassen sich solche Dateien bequem in Excel öffnen und wieder speichern. Dabei gibt es aber gewisse Subtilitäten:

  1. Comma-Separated ist ironisch gemeint. Excel erwartet Semikolons ( ; ) zur Separierung. Es ist generell eine Gute Idee sich an das Excel-Format zu halten, da es sich mittlerweile zu einem halben Standard gemausert hat.
  2. Wichtiger ist noch zu beachten dass Excel standardmässig auf 8 Nachkommastellen rundet. Beim Export einer CSV-Datei gilt ‚What You See Is What You Get‘: Exportiert werden nicht die Originalwerte sondern die Werte wie sie aktuell dargestellt werden.

SVN-Server Mac OS X ‚leichtgemacht‘

Manchmal ist alles einfacher als ich denke.

Das Szenario: Meine Webseiten sind, wie viele andere meiner Daten auch, in meinem lokalen Subversion-Repository gespeichert. Anstatt diese jetzt jeweils mühsam per FTP auf den Webserver zu laden und dabei immer wieder einzelne Dateien zu vergessen, mache ich seit kurzem ein direktes Checkout vom Server aus. Und natürlich nahm ich an dass ich für eine solche Aktion den kompletten SVN-Serverdienst auf meinem MacBook installieren muss.

Falsch.

Die Protokollkombination svn+ssh kann sich nähmlich über handelsübliches SSH am MacBook anmelden und direkt aufs Repository zugreifen.

Das funktioniert natürlich nur im Einzelbenutzermodus wie bei mir: Für das SSH-Login braucht es nähmlich das Passwort zu meinem OS X-Benutzerkontos. Evt. könnte man das Repository auch in das Shared-Verzeichnis positionieren, aber das habe ich nicht ausprobiert. Zusätzlich muss natürlich Entfernte Anmeldung im Sharing-Panel aktiv sein, die Firewall diese noch durchlassen, evt. Port-Forwarding auf dem ADSL-Router aktivieren und dann mit Hilfe eines Services wie DynDNS.com eine dynamische Adresse des MacBooks eingerichtet sein.

Ich nehme naiverweise an dass wer SVN benutzt, diese Konfiguration auch von alleine schafft.

Für das Checkout vom Server ist jetzt nur noch folgendes Kommando auf dem entfernten System nötig, um sich die Daten vom lokalen System zu holen:

svn checkout --username BENUTZERNAME svn+ssh://SVNSERVERNAME.dyndns.org/Users/BENUTZERNAME/ABSOLUTER/PFAD/ZUM/REPOSITORY/PROJEKTNAME/ .

Einmal eingerichtet, funktionieren die Updates dann einfach mit:

svn update

Google Tasks schnell aufrufen

Ich mag die Unkompliziertheit von einem der neuen Google Mail-Features: Auf Wunsch ist eine kleine Aufgabenverwaltung integrierbar, genannt Google Tasks.

Das Interface ist simpel gehalten, erlaubt aber mit der Tabulator-Taste eine Gruppierung von Aufgaben. Ebenfalls nett ist die iPhone-Integration: Beim Aufruf von https://mail.google.com/tasks/ landet man direkt auf dem mobilen Interface.

Das einzige was mir noch fehlte war eine einfache Art und Weise auf dem PC zur Liste zu gelangen. Ins GMail zu gehen, dort vorbei an den ungelesenen Mails, zum Link Tasks und dann auf das Pop-Up zu warten, das dauert einfach zu lange.

Schneller geht es folgendermassen: In Firefox die Seite https://mail.google.com/tasks/ig zu den Lesezeichen hinzufügen (z.B. gleich auf die Lesezeichenleiste), dann das Lesezeichen bearbeiten und das Häcken bei „Dieses Lesezeichen in die Sidebar laden“ aktivieren.

Von nun an hat man jederzeit schnellen Zugriff auf seine Aufgaben, ohne die aktuelle Webseite verlassen zu müssen.