Mit dem neuerworbenen iPhone-Ladegerät kann ich jetzt noch viel mehr Zeit bei A. in der Wohnung verbringen…
Google Wave Techtalk Zürich
Nach dem ersten eher ideologischen Beitrag über Google Wave folgen hier noch einige technische Notizen:
Diese Woche hatte ich das Vergnügen bei Google in Zürich das Google Wave Team live an einem Techtalk zu erleben. (Zitat: You might know us from Youtube.). Von dieser Veranstaltung möchte ich ein paar Details gerne verbreiten:
- Erweiterbarkeit ist ein wichtiger Faktor und möglich in drei verschiedenen Art und Weisen:
- Embedded – HTML/JS-Applikatiönchen, gesichert mit Caja, einfachste Anwendung.
- Gadgets – Ähnlich wie Embedded. (Ich bin mir über den Unterschied zu Embedded nicht ganz klar geworden.)
- Robots – Externe Programme welche an der Konversation teilhaben wie reale Personen auch. Am kompliziertesten und ressourcenaufwändigsten.
- Auch andere IT-Firmen experimentieren bereits damit: Salesforce, SAP und andere.
- Das Protokoll ist frei verfügbar, die Serversoftware wird ebenfalls zum grössten Teil von Google freigegeben. (Welchen Teil sie nicht rausrücken, war nicht in Erfahrung zu bringen.)
- Seit dieser Woche sind Verbindungen von ihrem Server zu anderen Wave-Servern, die sogennanten Federation möglich.
- Jegliche Kommunikation zwischen zwei Wave-Servern ist verschlüsselt, immer.
- Noch wichtiger: Blips/Wavelets zwischen zwei Personen auf dem gleichen Server, verlassen diesen Server nie. Auch nicht, wenn die Wave auf einem anderen Server gestartet wurde. Serverinterne Kommunikation bleibt serverintern.
Wer mehr erfahren möchte, kann sich die Techtalk-Wave ansehen und die Konversation verfolgen, welche sich während und nach der Präsentation abgespielt hatte.
Die ersten Wochen mit Google Wave
Vor einigen Jahren haben sich ein paar Leute bei Google derart über die Unzulänglichkeiten von Email aufgeregt, dass sie sich hinsetzten um etwas neues zu erschaffen. Entstanden ist das Wave Protokoll und die Applikation Google Wave. Dieses neue Kommunikationssystem soll die besten Eigenschaften von Email, Chat und Wikis zusammenbringen, um echtes kollaboratives Arbeiten und kommunizieren zu ermöglichen. Und dabei nebenbei das etwas 40-jährige Email-Protokoll ablösen, das den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.
Beliebtes Beispiel: Ich bespreche mit Person A ein Dokument, welches wir in unterschiedlichen Version hin- und hermailen. Plötzlich brauche ich noch die Zustimmung von Person B, welche ebenfalls ihre Änderungen hinzufügt. Weil aber Person B vergessen hat, die Mail auch an Person A zu schicken, kriegt diese die Änderungen nicht mit und arbeitet weiter an einem alten Dokument. Schlussendlich habe ich eta ein dutzend ähnlicher Dateien bei mir, keine vollständig, keine ungültig.
Google Wave ermöglicht es in diesem Fall, alle Änderungen an einem Ort zu machen, einfach Personen zu laufenden Diskussionen hinzuzufügen und den Verlauf der Konversation nachzuspielen.
Soweit die Theorie.
Praktisch ist das System bereits verfügbar, wenn auch noch nicht alle Funktionen implementiert sind. Ich durfte in den letzten Wochen zuerst mit der Entwickler-Vorabversion und jetzt mit dem Betatest von Google Wave spielen. Und bin begeistert: Auch ich musste mich durch anfängliche Skepsis und den ersten negativen Eindruck hindurch kämpfen, aber nach einigen Wochen wünschte ich mir, dass wir Email endlich in den Ruhestand befördert würde.
Die gefühlte Geschwindigkeit lässt noch zu wünschen übrig: Da das System immer live überträgt, was die anderen Personen am Eingeben sind, wird die ganze Applikation etwas langsam. Speziell daran ist ja, dass Google Wave komplett im Internetbrowser läuft und keine Installation benötigt (Ausser einem modernen Browser. Was heissen will: Alles ausser Internet Explorer).
Wie gesagt: Auf den ersten Blick wirkt alles fremd, tatsächlich muss man sich aber nur leicht umgewöhnen. Insbesondere wenn man bereits einen Email-Klient benutzt, der eine Konversationsansicht bietet und Mails nicht als eigenständige Einheiten herumliegen lässt, ist der Übergang von Mails zu Waves relativ leicht zu bewerkstelligen.
Ich denke mir, dass wie zuvor bei Email sich eine neue Kommunikationsetiquette bilden wird. Persönlich finde ich das Verändern eines Textes noch während des Eingebens durch eine andere Person als unhöflich. Und man muss sich der sofortigen Übertragung der Eingaben bewusst sein: Wer danebenformuliert, beleidigt eventuell seine Diskussionspartner. (Die Option zum Abschalten der Sofort-Übertragung funktioniert noch nicht.)
Eine Durchreiche von Wave zum Email-System existiert leider noch nicht. Einige Entwickler arbeiten aber an entsprechenden Erweiterungen um dies zu realisieren. Eine einfach und funktionierende Möglichkeit um diese zwei Systeme miteinander reden zu lassen, ist meiner Meinung nach ein wichtiger Faktor zum potentiellen Erfolg von Wave.
Ich bin sehr gespannt wie sich Wave weiterentwickeln wird.
Wenn du auch damit spielen möchtest, habe ich noch einige Einladung zu vergeben. Hinterlass einfach einen Kommentar, ich schicke sie dann an deine Email-Adresse. (Hinweis: Einladungen werden von Google Wave nicht sofort verschickt, sondern tröpfchenweise. Einfach einige Tage Geduld haben bitte.)
Slow Progress
We’re slowly progressing. After the quick start two weeks ago, we’re now building the most delicate part of all: The plastic extruder with the heater barrel and the thermic sensor.
We would have loved to show you a video with at least the XY-carriage moving, but unfortunately our serial cable wasn’t up to the job. Theoretically it’s working… :-)
Bilder zur Adventszeit: Es ist Oktober
Die Migros feiert bereits seit einiger Zeit in diesem Oktober Weihnachten: Der entsprechende Marktstand steht vor der Tür, innen ist die volle Dekoration am Hängen und die Weihnachtsbaumdekorationsschoggi liegt auch schon im Angebot.
Kein Wunder: Letztes Jahr war das importierte Halloween derart ein Flop, dass die Detailhändler dieses Jahr darauf verzichtet haben. Und deshalb nun das Weihnachtszeugs früher rauskramen.
Einen traurigeren Versuch uns zum Konsumieren zu überreden, kann ich mir nicht vorstellen.
Die Migros ist nicht die einzige mit kümmerlicher Werbung:
Was, liebe Coop, sind denn genau ‚Exklusiv-Sparer‘?
Wolkenräume
Leumund träumt von einer Wohnung in der Wolke, Stephanie arbeitet bereits darin, und ich, ich wäre eigentlich nur auf der Suche nach einer Standbohrmaschine und wünschte mir einen Hackerspace in der Nähe.
Impfen aus Trotz
Manchmal wird mein tiefer Glaube an eine Welt, die immer & stetig besser wird, etwas gedämpft. Gerade in zwei Themenbereichen verspüre ich ein schwindendes Vertrauen in Wissenschaft und Experten.
Zum einen wird die Klimaerwärmungsdiskussion immer politischer und emotional geführt. Die wissenschaftliche Diskussion um die Erwärmung ist dabei längst geführt und ausser Frage gestellt. Nur über die Auslöser der Erwärmung wird noch debattiert. Allerdings ist die öffentliche Diskussion geprägt von einer Angst: Jedes Schuldeingeständnis der Menschheit würde eine Änderung an unserer Lebensgestaltung herbeizwingen: Weniger Mobilität, weniger Möglichkeiten, weniger Welt. Stur irren wir voran, stets dem Abgrund entgegen.
Und dann muss ich das lesen: Ein Nationalrat lässt sich von radikalen Impfgegnern volllabern und versucht nun auf politischem Wege wissenschaftliche Arbeiten zu diskreditieren.
Ich bin kein Mediziner, kein Biochemiker und kein Virologe. Also muss ich Vertrauen in die seriöse Vorgehensweise der involvierten Wissenschaftler haben. Fachkompetenz geht vor politischer Gesinnung.
So, und jetzt habe ich grosse Lust mir eine Schweinegrippe-Impfung zu besorgen. Nur um jeden einzelnen Hobby-wissenschaftlichen Impfgegner und Leserbriefschreiber zu ärgern.
Skilager Revisited
Wenn ich das Wort Skilager höre, so sehe ich vor meinem geistigen Auge eine Gruppe stemmbögelnder Skifahrer einem schlechtgekleideten Lehrer folgen. Am Abend gibt’s dann Schülerdisco.
Ein Teil der Bergwärts-Ausbildner hat vor einigen Jahren ein ehemaliges Familien- und Schülerskilager übernommen und aufgefrischt. Das Resultat heisst Wengenschnee 2010, ist offen für junge Erwachsene und definitiv ein Erlebnis. Da mache ich doch gerne etwas Werbung dafür. (Nein, das Video ist nicht von mir…)
(Via Dabu Fantastic)
Late to the party
IT-Veranstaltungen für lau: BarCamp, MoMo, Tech Talk, Campus
Vor einigen Monaten wurde einige Leser des Apfelblog mit dem üblichen Preis für Technologie-Veranstaltungen konfrontiert: 750.- SFr. für einen Tag ist keine Seltenheit.
Seit einiger Zeit läuft gleichzeitig die Gegenbewegung: Einfache Events, wenig Organisation, mehr Spontanität, dafür gratis. In diesen Wochen haben sich derartige Termine bei mir gehäuft. Hier ein Überblick:
- Morgen Samstag, 24. Oktober 2009: BarCamp Rapperswil – Beliebige Themen von beliebigen Besuchern. (Allerdings scheint es dieses Mal nicht so zu klappen mit den Referenten.)
- Donnerstag, 29. Oktober 2009: Campus Bern – Lightning Talks – Ebenfalls offen für beliebige Themen
- Montag, 2. November 2009: Mobile Monday zum Thema Location Based Services.
- Ebenfalls Montag, 2. November 2009: Google Wave Tech Talk, leider zur selben Zeit wie Mobile Monday.
Und das schöne an lockerer Organisation (Und 0.- SFr Eintrittspreis): Ich kann abhängig von Lust & Laune & Wetter reingucken, wo ich will. Ausser am Campus, wo ich mich als Referent verpflichtet habe.
Viel Spass.






