Guess what we found in the mail yesterday:
Kategorie: Technologie
Sneak Peek: Unser 3D-Drucker ist da
Zwei Monate nach meiner Entdeckung des Open-Source-Bausatzes für einen kleinen 3D-Drucker ist es soweit: Das Paket ist gestern angekommen. Zusammen mit Thomas S. und Fabian P. werde ich in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten mich an das Zusammenbauen machen.
Höhepunkte werde ich hier im Blog veröffentlichen.
Handschrift-Reaktionäre
Just als Umberto Eco in einem Essay den Tod der Handschrift beklagt (Und das Newsnetz ihm herrlich holpernd nachäfft, inklusive reaktionärer Benutzerkommentare), erscheint von Dennis Baron, Professor in Englisch und Linguistik, das Buch A Better Pencil.
In einem Interview bei Salon.com erläutert Baron die Prämisse: Jeder Fortschritt in Kommunikationstechnologie in der Vergangenheit wurde mit Misstrauen begegnet. Sei es die Schrift selber (Plato war dagegen), das Telefon oder nun die Computer, jede Neuheit wurde als Beginn des Ende der Kultur verschrien.
Nonsense sagen Baron und ich.
Mir fällt das Schreiben in meinem Blog leicht. Im Gegensatz dazu hatte ich im Gymnasium enorme Mühe mit dem Verfassen von Aufsätzen. Die lineare Arbeitsweise entsprach mir gar nicht, die Handschrift bietete nicht die Flexibilität eines editiert- und herumschiebbaren elektronischen Textes. Kein Wunder waren meine Blätter voller Pfeile, durchgestrichener Blöcke und Formatierungshinweisen. Mit dementsprechend negativen Kommentar vom Lehrer.
Ich schreibe, artikuliere und verfasse seit dem Computerzeitalter viel mehr Text. Meine Ausdrucksstärke hat davon profitiert. Dafür lasse ich gerne die unbelegte persönliche Charakterentwicklung dank Benutzung von Handschrift fallen.
PS: Letzthin habe ich mich gefragt, ob die Schnürchenschrift heute noch an den Schulen gelehrt wird. Offenbar nicht: aktuell ist eine leicht kursive (Im Sinne von geschwungen) und ein wenig verbundene Druckschrift.
PPS: Mit meinem Deutschlehrer hatte ich schon damals ‚interessante‘ Diskussionen: Zu meiner Gymnasiumszeit fand die erste Modewelle für elektronische Bücher statt. Natürlich gefiel ihm diese Entwicklung nicht und provozierte uns Realgymnasiasten mit den entsprechenden Aussagen: Seelenlos, Buch-in-der-Hand-ist-haptischer etc. Lieber Herr W., tut mir leid, ich bin noch heute überzeugt von meiner Meinung: Text ist Text. Der Inhalt zählt, die Form ist egal.
It is happening
Commercial 3D-printers cost 15000$ and up. Not something one simply owns for playing around with it.
Imagine my excitement when I discovered that there’s an Open Source movement building their own printers. While still outside my skills, this future-shaping technology was almost in my graps.
Enter MakerBot Industries: A New York-based collective of enthusiasts building (actually printing some parts) and selling a construction kit for their model called CupCake. Cheap, open, hackable, everything you wish for.
I got to have one. So I ordered one. Together with my friends Thomas and Fabian, we will build our very own 3D-printer and chronicle its life and play in this blog.
Stick around, the future is happing.
iPhone-Tipp: Nur Ton eines Videos hören
Gelegentlich habe ich auf meinem iPhone Videoaufzeichnungen von Vorträgen (Z.B. TED-Talks), welche ich nur hören will und nicht zu sehen brauche. Das iPhone stoppt aber die Wiedergabe sobald man den Hold-Knopf oben auf dem Gerät drückt und damit den Bildschirm abstellt.
Sobald sich das iPhone im Schlafmodus befindet, kann die Wiedergabe entweder durch Knopfdruck an der Fernbedienung oder durch Doppelklick auf die Home-Taste und dann Abspielen wieder gestartet werden. Nur der Ton ist zu hören, das Bild wird nicht abgespielt.
Verdrängte Telefonie-Vergangenheit
Kürzlich viel mir mein altes Mobiltelefon wieder in die Hände: Ein Sony-Ericsson K750. Etwas ungläubig drehte ich das klobige Gerät mit dem winzigen Display in meinen Händen. Noch zu Beginn letztes Jahr was das mein Telefon?
Apple und ihr iPhone wird für vieles kritisiert, aber niemand scheint daran denken zu wollen wie der Markt vorher aussah: Teures mobiles Internet (100kb kosteten 30 Rappen, WLAN war einmal 90 Rappen pro Minute), mühsame Synchronisation, teilweise kostenpflichtige Verbindungssoftware für den PC, willkürliche Limitationen (Das K750 hatte 32mb-Speicher, konnte aber nur 300 Termine und ca. 200 SMS speichern), proprietäre Kopfhörer, nicht umprogrammierbare Knöpfe die direkt auf das Vodaphone-Portal verwiesen etc.
Letztes Jahr!
Eine ausführlichere Liste wie die Welt vor dem iPhone ausgesehen hat, gibt’s bei Counter Notions.
(Und noch einen Verweis zur Blindenfreundlichkeit von Apple-Produkten: René Jaun von der Stiftung Zugang für alle hat am letzten Campus berichtet, wie sich das iPhone als erstes Mobiltelefon überhaupt von Haus aus, ohne spezielles Firmwareupdate oder sonstiger Zusatzsoftware, für Blinde geeignet ist. Das ist eine Arbeit welche sonst kein Telefonhersteller auf sich genommen hat.)
No API, no gain.
Nach meiner erfolgreichen Programmierung des Mobility Car Finder habe ich trotzdem eine Mail an Mobility geschickt. Ich wollte wissen, ob Mobility eine offizielle API anbietet oder eine solche plant.
Die Antwort war (Wie ich erwartet hatte) negativ:
Eine öffentliche Schnittstelle (WebService/API) bieten wir aus sicherheitstechnischen Gründen nicht an, und ist auch nicht geplant.
Seufz. Einmal mehr wird ‚Sicherheit‘ als Ausrede vorgeschoben.
Die Sicherheit einer API kann fast beliebig mit Technologien wie SSL (Z.B. Amazon, Anfragezertifikation (Z.B. Amazon) oder Applikationsauthentifizierung (Z.B. Flickr) gewährleistet werden.
Das mag zwar einen Aufwand auf der Seite des Anbieters darstellen, aber es gibt zwei schlagende Argumente warum eine Firma eine API anbieten sollte:
Als Massnahme zur Kundenbindung: Habe ich als Kunde in die Integration eines fremden Systems erst mal etwas investiert, wird mir der Wechsel zur Konkurrenz wesentlich schwerer fallen. Im Fall von Mobility ist dies besonders bezüglich der Business-Kunden besonders interessant. Eine Firme integriert beispielsweise die Autoreservierung (Inklusive automatischer Abrechnung) direkt in ihr Intranet. Ein solches Unterfangen ist für gewöhnlich relativ aufwändig und nur für Grosskunden interessant. Mit einer öffentlich API hingegen könnte diese Anwendung auch kleinere Unternehmen in Kürze implementieren. Und damit stärker an den Dienstleister gebunden werden.
Der zweite Grund sind die gratis Programmierleistungen welche von den API-Benutzern erbracht werden. Ohne einen Finger zu rühren, kriegt der Anbieter von seinen eigenen Kunden Programme und Services geliefert. In diesem Fall hier bietet beispielsweise die Mobile Mobility-Seite zwar Reservationen an, aber keine einfache Möglichkeit einen Standort in der Nähe zu suchen. Ich habe diese Art von Suche bereits implementiert, kann aber keine Reservationen anbieten. Mit einer API hätte ich freiwillig zur Verbesserung des Service beigetragen.
Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, für den habe ich ein Beispiel aus der Echten Welt: Hast du dich schon einmal gefragt warum ausgerechnet Facebook so populär geworden ist? Noch vor ein, zwei Jahren war im deutschsprachigen Raum StudiVZ unschlagbar, jetzt kräht kein Hahn mehr danach. Beide Netzwerke beherrschten zu Beginn nur Kontakpflege, Nachrichtenübermittlung und Bildertausch.
Im Mai 2007 stellte Facebook ihre API vor. Aus der einfachen Webseite wurde ein Plattform. Und wurde zur 3. populärsten Webseite überhaupt. Und ist Milliarden wert.
Wenn das kein Argument zur Öffnung der eigenen Systeme ist, was dann?
(Weitere Überlegungen eher technischer Natur finden sich in der exzellenten Präsentation How to Design a Good API and Why it Matters von Joshua Bloch, Google.)
(Und noch ein letzter Link zum API-Verzeichnis von Programmable Web: Amazon und Facebook sind nicht die einzigen Webseiten mit APIs.)
Flyspray und Mylyn
Für meine privaten Projekte habe ich ein einfaches Bugtracking-Tool gesucht und mit Flyspray eine potentielle Lösung gefunden. Es ging mir vor allem darum, dass auch Nicht-Entwickler möglichst einfach Fehler melden können, und das ohne sich zuerst registrieren zu müssen. Mal sehen ob es was taugt. Meine Installation findet sich unter m.existenz.ch/bugs/.
Gleichzeitig habe ich die Aufgabenverwaltung Mylyn für Eclipse entdeckt und möchte sie etwas ausprobieren. Und wenn schon, dann richtig:
Hier ist die (einigermassen, nur lesen) funktionierende Web Template-Konfiguration für Mylyn 3.2 und Flyspray 0.9.9:
- Server: URL der Flyspray-Installation
- Label: Frei wählbar
- User ID/Password: Leer lassen, Anonymous wählen
- Additional Settings:
- projectId: 0
- search: leer
- developer: leer
- Task URL: ${serverUrl}/index.php?do=details&task_id=
- New Task URL: ${serverUrl}/index.php?do=newtask&project=${projectId}
- Query Request URL: ${serverUrl}/index.php?string=${search}&project=${projectId}&dev=${developer}
- Query Pattern: task_summary.+?task_id=([0-9]+).+?>(.+?)</a>
Damit ist es möglich die beliebige Queries und Tasks zu importieren. Die projectId 0 entspricht übrigens allen Projekten. Mit den Parametern search und developer können Queries nach Schlüsselwörtern und Assignees gefiltert werden.
Was nicht funktioniert, ist das Eröffnen neuer Tasks auf Queries mit der projectId 0: Es wird lediglich ein Webbrowserfenster mit einer Fehlermeldung geöffnet, dann muss manuell in das Projekt navigiert und ein neuer Task erstellt werden.
Webapplikation: Mobility Car Finder für iPhone
Erst kürzlich habe ich entdeckt dass mein heissgelieber Carsharingservice eine mobile Reservationsseite unter http://mobile.mobility.ch hat. Praktisch, dachte ich.
Noch praktischer wäre aber eine Applikation, welche mir die nächsten Standorte gleich selber raussucht. Schliesslich weiss das iPhone dank GPS jederzeit wo ich bin.
Nun, zwei, drei Stunden Gehacke später präsentiere ich stolz: Den Mobility Car Finder.
Es ist keine Installation notwendig: Einfach mit Safari auf die Webseite http://m.existenz.ch/mcf/ surfen, die Abfrage nach der aktuellen Position bestätigen, und schon spuckt das Gerät die nächsten Standorte aus.
Einfach, simpel, immer aktuell.
(Nein, ob das Auto frei ist oder nicht, kriegt man nicht mit. Und ja, offenbar gibt’s schon eine App dafür…*)
Angewandte Technologien
Wen’s interessiert: Die Applikation ist klein: Eine statische HTML-Webseite aufgepeppt mit der JavaScript/CSS-Bibliothek iUI. Darüberhinaus wird das geolocation-Objekt von Safari Mobile verwendet um die aktuelle Position zu eruieren. Die Position wird an ein PHP-Skript weitergereicht welches das Mobility-Suchinterface benutzt um die Standorte im Umkreis um den Benutzer zu suchen. Das Skript verwandelt die XML-Daten in HTML welche iUI dann so wunderschön wieder darstellt, inkl. Links auf die Google Maps. Ich bin einmal mehr begeistert wie alles zusammenspielt.
Alles relativ einfach. Eine kritische Stelle gibt es aber: Ich habe noch nicht um Erlaubnis gefragt das Suchinterface benutzen zu dürfen. Mobility kann mir mein System damit einfach blockieren. Aber als Genossenschaftsmitglied finde ich meine Zugriffe legitim. Besonders belastet wird der Mobilityserver kaum, deren eigene Implementation auf ihrer Webseite produziert wesentlich mehr Anfragen.
* = Herzlichen Dank an Kollega R. der mir damit die Freude an meinem neuesten Projekt schon nach wenigen Minuten verdorben hat. Spielverderber.
Die menschliche Seite des Programmierens
In den unendlichen Weiten meiner Blogartikel-Entwürfe findet sich ein Eintrag mit dem Titel Die Feinde der Informatiker: Benutzer. Geplant war über meinen eigenen Berufsstand herzuziehen. Zusätzlich habe ich mich bereits mehrmals beklagt über Entwickler welche nicht auf die Bedürfnisse der Benutzer eingehen. Besonders mühsam ist das im sogennanten ‚Enterprise-Umfeld‘; Zwei Negativbeispiele sind die vielbenutzten und zumeist absolut verhassten Systeme SAP und Remedy. Ich bin nicht der einzige, Eric Burke hat eine Karrikatur dazu gezeichnet.
Für Entwickler welche nicht ganz verstehen worum es hier geht: Schämt euch. Benutzt ihr eure Applikationen selber nicht?
Führt euch gefälligst diesen Artikel von Wil Shipley zu Gemüte: Von Heuristiken und Menschen.
(Dies ist ein Artikel aus der Reihe: Argh, ich habe schon bald wieder WK im Kompetenzzentrum SAP des VBS. Vorfreude herrscht.)



