Komisches Osterwochenende

20090412_grimentz

Ich habe mich komisch gefühlt als ich letzte Woche mit meiner Skiausrüstung durch den Bahnhof gestampft bin, durch die frühlingshafte Luft, vorbei an leichtbekleideten… ähm… Litfasssäulen.

Aber die Pisten waren toll, das Wetter ausgezeichnet, das Wochenende äusserst erholsam.

20090412_polylingual

Etwas weiteres verwirrendes: Grimentz und seine geografischen Bezeichnungen tönen meist eher rätoromanisch und italienisch als das was es sein sollte: Französisch.

Update: Offenbar heisst das Teil Litfasssäule… Danke Dschango.

Einkaufen ist kompliziert geworden

Kürzlich an der Kasse eines hier ungenannten Detailwarenhändlers:

Sie: „Supercard?“
Ich: „Nein.“
Sie: „Nehmen Sie Märkeli? Ist für Gläser.“
Ich: „Äh, ja.“
Sie: „Haben Sie schon eine Karte zum Aufkleben?“
Ich: „Ähm, ich glaub schon.“
Sie: „Zätteli?“
Ich: „Argh!“

(Ich wollte doch nur ein Sandwich…)

Dropbox-Idee: Privates SVN-Repository hosten

Bisher konnte ich mit meinem 2gb-Festplatten-Platz in der Web 2.0-Wolke namens Dropbox nicht besonders viel anfangen. Aber ein Artikel über den automatischen Bittorrent-Download via Dropbox animierte mich zum Überdenken:

Ich stand vor kurzem vor dem Problem dass ich mein privates SVN-Repository erreichbar von aussen halten musste, aber nicht meinen Laptop zu Hause den ganzen Tag laufen lassen wollte. Da kam mir die Idee das Repository auf die Dropbox zu stellen.

Mit dem Tool SymbolicLinker habe ich einen Symlink zu meinem Repository in die Dropbox gestellt. Diese synchronisiert seither ohne zu Mucken meine Commits übers Netz auf jede meiner Arbeitsstationen.

Gedanken zum Autofahren

Als Revanche für die erhaltene Hilfe bei meinem Umzug vor drei Jahren durfte ich heute einen Transporter laden, diesen nach Wil fahren, dort in den 4. Stock entladen, und abends wieder nach Bern zurückfahren. Alles in allem etwa 5 Stunden Autofahrt durch strömenden Regen.

Einige Gedanken:

  • 400km Autobahnfahren ist langweilig.
  • Ich habe Mitleid mit allen die sich Autofahren täglich antun. Freiwillig oder nicht.
  • Meine alte Begeisterung für Mobility ist ungebrochen. Einfach und unkompliziert. Die einzige Komplikation erfahre ich jeweils beim Tanken: Als Gelegenheitsautofahrer habe ich keine Ahnung wo genau Tankstellen zu finden sind. Ich blende diese in meinem Alltag einfach aus.
  • Gute Musik ist wichtig. Glücklicherweise erschien diese Woche ein neues Archive-Album welches ich mir frühmorgens noch schnell herunterlud.
  • Gelegentlich werde ich beim Autofahren doch noch überrascht: Heute entdeckte ich Kölliken.

Dankbar die Fahrt unbeschadet überstanden zu haben, schwingte ich mich abends wieder auf mein Velo und radelte durch den erfrischen kühlen Regen nach Hause.

Ein Zeppelinhafen in der Schweiz, dachte ich…

Heute entdeckte ich ein mir bisher unbekanntes Gebäude an der Autobahn zwischen Bern und Zürich:

20090328_smdk_aussen

(Andere Ansicht auf Wikipedia)

Mein erster Gedanke war: Cool, ein Zeppelinhafen.

Ein Blick in das Gebäude hingegen offenbarte aber keine Luftschiffe, dafür einen Haufen Erde in der gigantischen Halle.

20090328_smdk_innen

Fasziniert suchte ich zu Hause nach dem Namen des Ortes und stiess schnell auf die Webseite der Sondermülldeponie Kölliken.

Ich weiss dass wohl kaum jemand die Begeisterung mit mir an diesem 650-Millionen-Desaster teilt. Wenn doch, finden sich auf deren Webseite eine Webcam und interessante Bilder aus den ersten Deponietagen. Damals wurden Fässer voller Sondermüll einfach in die Tongrube gestellt und zugeschüttet. Laut den damaligen Abklärungen war das eine durchaus akzeptable Variante welche erst durch die missbräuchliche Einlagerung von ‚falschem‘ Müll zur Kontaminierung des Geländes und des Grundwassers beitrugen.

Die Faszination der Konstruktion gegenüber bleibt mir (Hmm, die bieten Führungen an, Vorreservation aufgrund der grossen Beliebtheit empfohlen), jedoch stelle ich mir einige Fragen: Welche unserer Aktivitäten haben ungewollte langfristige Konsequenzen von denen wir noch nichts wissen können? Und dürfen wir deshalb gar nichts mehr tun/experimentieren/bauen/schaffen?

750 Delikatessen

Eine leckere Liste von 750 aussergewöhnlichen Werken aus 16 Jahren ‚Delikatessen‘ hat das Schweizer Fernsehen auf ihrer Webseite veröffentlicht.

‚Delikatessen‘ ist ein wichtiger Teil meiner Begeisterung für Film zu verdanken. Als Jugendlicher hatte ich spätabends dabei mehrere Juwelen entdeckt welche ich teilweise heute noch auf verstaubten VHS-Bändern aufbewahre.

Filme wie ‚Delicatessen‚*, ‚Rotwang Muss Weg‚**, ‚What’s Up Tiger Lily‚***, ‚Barton Fink‚**** und da war noch dieser französische Film mit dieser Familie und mit der Tochter im Rollstuhl und einer Maus…

Ich glaube ich fange mal vorne mit der Liste an und kämpfe mich bis ans Ende durch.

* = Vom ‚Amélie‘-Macher, ähnlich romantisch.
** = Als Terrorismus noch Spass machte.
*** = Wurde durch die deutsche Synchronisations ironischerweise nicht besser.
**** = Mein erster Coen.

Fast auf der Strasse abgeknipst…

…wäre ich heute als ich aus der Mittagspause mit meinem Velo durch die Strassen von Bern radelte. Ich holte dabei fast ein Auto mit einer Kamerakonstruktion auf dem Dach ein und dachte mir noch dass das Gefährt ähnlich wie ein Google-Strassen-Fotografierer aussieht.

Kaum im Büro habe ich die Bestätigung via Bund gekriegt: Seit heute ist Google dabei Street View in die Schweiz zu bringen und macht zu diesem Zweck Aufnahmen von allen öffentlichen Strassen und Plätzen unserer grössten Städte.

Ich freue mich darauf, die Dichte der Bilder auf den amerikanischen Karten ist atemberaubend. Für chronische Verfahrer wie mich ist dieser Service ein Segen.

Nicht ganz nachvollziehen kann ich in diesem Fall die Paranoiakampagnen welche unter anderem auch der obengenannte Bund fährt. Die Nützlichkeit von Google Street View erachte ich als wesentlich signifikanter als die eher hypothetischen Gefahren für die Privatsphäre meiner Hausfront.

iPhone OS 3.0 because I can?

Gestern hat Apple eine Beta der neuesten Version 3.0 des Betriebssystems für das iPhone präsentiert. Eine Tonne neue Features und Möglichkeiten für Entwickler machen das Gerät zunehmend attraktiver. Komischerweise wurde auch MMS-Fähigkeiten integriert, eine Entscheidung die ich nicht unbedingt verstehe. Ich vermute dass da die Wünsche für zusätzliche Einnahmen der beteiligte Telekomfirmen
eine Rolle gespielt haben.

Auf jeden Fall erscheint das neue Betriebssystem im Sommer. Als registrierter Entwickler hätte ich aber schon heute den Zugang zur Beta. Laut Engadget ist sie allerdings noch langsam und fehlerbehaftet. Soll ich sie trotzdem installieren, because I can?