Advent ist… erst jetzt.

Obwohl ich in der unmittelbaren Berner Agglomeration geboren bin, den grössten Teil meines Lebens im Kanton verbracht habe und jetzt auch schon über ein Jahr in der Stadt selber wohne, trotz dem allem war ich dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt bewusst am Zibelemärit. Und kam ob der Atmosphäre und der Beleuchtung tatsächlich etwas in Weihnachtsstimmung.

Ich schlage hiermit vor zumindest in unserer Stadt den Advent erst mit dem Zibelemärit beginnen zu lassen.

Den Detailwarenhändlern spreche ich besonders seit dem diesjährigen Halloweendesaster jegliche Authorität diesbezüglich ab.

Schönen ersten Advent wünsche ich und besinnliche Adventszeit.

LED-Ballon-Ring-Dings

Wie versprochen hier ein Beschrieb unserer Abschlussinstallation des diesjährigen Jugendausbildungslager Bergwärts zum Thema Shinewelt. Wolfi und ich liessen unserer Fantasie freien Lauf und aus unseren wirren Skizzen entstand tatsächlich folgendes Ballon-Ring-Dings. Leider existieren keine Nacht-Fotos welche dem Projekt gerecht werden, du musst nun auch deine Fantasie bemühen.

20081130_schematics20081011_balloons_by_night

Aus federleichtem Balsaholz und einer Menge Gaffaklebeband fertigten wir einen Ring mit knapp 10m Durchmesser an. Daran begannen wir heliumgefüllte Ballone zu binden währenddem die Jugendlichen LED-Throwies bastelten: Eine Leuchtdiode mit einer Flachbatterie zwischen den Beinen und mit Klebeband umwickelt ergibt eine kleine leichte Lichtquelle. Davon haben wir ca. 60 Stück gebastelt und mit weiteren Ballonen am Ring befestigt, welchen wir dann kontrolliert mit Schnüren auf einigen Metern Höhe über unseren Köpfen schweben und scheinen liessen.

Der Umwelt zuliebe wollten wir nicht dass der Ring davon fliegt, leider erwies er sich nicht als solide genug zerbrach im leichten Wind an mehreren Stellen in Kreissegmente. Zwei dieser Segmente flogen schon bald das Tal hinunter und dürfte doch den einen oder anderen Mattertaler Bewohner verwirrt haben. Am nächsten Tag bot sich dann folgendes Bild:

20081011_balloons

Die Ballone trotzten der bitterkalten Nacht und flogen noch immer.

Ein paar technische Einzelheiten: Den ersten Plan, nämlich die LEDs in den Ballone zu platzieren und diese erst dann aufzublasen, verworfen wir. Zu eng war der Lichtkegel der LEDs, zu schwach der Effekt besonders in den dunkleren Ballonen.

Ballone haben zwar nur einen Auftrieb von knapp 20g, aber mit 7g schweren Balsahölzern und 3g schweren LED Throwies war es kein Problem die Konstruktion zum schweben zu bringen.
Als Lichtquellen verwendeten wir kleine weisse superheller LEDs von Longlight, 40 Rappen das Stück.
Die Batterien (Lithium CR 2025) konnte ich vor einiger Zeit günstig in grösseren Mengen bei Batterien Online beziehen.
Helium & Ballone gibt’s einfach in einer Carbagas-Filiale. Das dazugehörige Ventil haben wir schlussendlich nicht benutzt, es war schneller die Ballone direkt ab Flasche aufzublasen.

Velo 3.0: Versicherungen sind farbenblind

20081130_neues_velo

Entweder ist die AXA Winterthur farbenblind oder dieses Design hat einen spezifischen Hintergedanken: Dieses Velo wird mir voraussichtlich nicht wieder gestohlen. Tatsächlich lässt sich diese unsägliche Kombination von höchsten Tertiärfarben im Laden gar nicht kaufen. Die TdS Velos muss dieses Modell auf den speziellen Wunsch der Versicherung herstellen. Ich vermute dass jahrelange Forschung in der Diebstahlprävention zu diesem Farbschema geführt hat.

Nun denn, nach mehreren Wochen Abstinenz bin ich endlich wieder mit zwei Rädern unterwegs und kann mir meinen Morgen- und Feierabendadrenalinkick wieder im Stadtverkehr besorgen.

Und was die Farbe angeht: Ich habe da schon ein interessantes Instructable-Projekt gefunden.

Kommentare lieber verstecken

Bei meiner Recherche über Das Volk-Kommentatoren fällt mir auf dass die NZZ Online eine der 10 (pragmatischen) Web Design-Regeln verletzt: Sie versteckt Inhalt. Die Leserkommentare werden standardmässig ausgeblendet und vor den Suchmaschinen versteckt (Originelle JavaScripts ab der Zeile mit id readercommentsBegin im Quelltext).

Wenn ich diese Kommentare lese, würde ich sie auch verstecken wollen.

Andererseits bilden sie einen wunderbaren Kontrast zu den dazugehörigen Zeitungsartikel welche die noch so liberale NZZ überaus differenziert erscheinen lässt.

Ich meinerseits versuche mir den Ratschlag aus dem Neo1-Blog zu Herzen zu nehmen: Nicht ärgern, lachen!

Gedanken zum Abstimmungswochenende

Bin ich nur müde oder lassen die Verlierer nach? Die Rethorik der Unterlegenen entlockt mir kaum mehr ein Schmunzeln oder gar ein sarkastisches lautes Auflachen. Trotz der heutigen eindeutigen Resultaten.

Ein paar Sachen stossen mir jedoch (parteiunabhängig) mehr und mehr auf:

  • Kommentare welche mit Das Volk beginnen. Der/die Kommentator/in stellt sich damit intellektuell über Das Volk und wertet uns Stimmbürger/innen ab. Liebe Möchtegern-Übermenschen: Aus Schemen ausbrechen ist schwierig wenn eine persönliche Einstellung auf ein Ja oder Nein reduziert wird. (Beispiele beispielsweise im Newsnetz.)
  • Ebenfalls ärgern mich die Verlierer welche ihre Niederlage auf die gegnerische Inserate- und Plakatkampagne zurückführen. Glaubt ihr wirklich das wir, das Volk, unsere Meinungen mit ein paar wenigen langweiligen Sprüchen beeinflussen lassen? In einem Rahmen der ein Resultat signifikant zu verändern mag?
  • Und dann hinterlassen die Aussagen des Initiativkomitees der Unverjährbarkeitsinitiative bei mir ein unbehagliches Gefühl: >> Sie räumte ein, der Initiativtext sei nicht vollständig. <<
  • Wenn ich an der Verfassung bastle, würde ich wenigstens ansatzweise versuchen mich klar auszudrücken. Mir gelingt das in meinem Blog ja auch nicht immer, aber ein Initiativtext hat auch etwas mehr Konsequenzen.

„D’Wäut isch es Wunger“

"D'Wäut isch es Wunger"

"D’Wäut isch es Wunger", originally uploaded by christian st..

Patent Ochsner live.

Seit 17 Jahren immer wieder in der Mühle. Und ich höre noch zum x-ten
Mal ihnen gerne zu. Psst, es geht weiter.


http://hymnos.existenz.ch
(In Wirklichkeit gar nicht anwesend.)

Kurzangebundenheit und allfällige Tippfehler sind zu entschuldigen;
diese Mail wurde auf einem iPhone verfasst.

Virtueller Schnee

Virtueller Schnee

Virtueller Schnee, originally uploaded by christian st..

Hier ist mein Beitrag zum virtuellen Schneesturm der immer beim ersten
echten Schneefall durch die Internetze zieht.

(Baldachin, Bahnhofplatz Bern)


http://hymnos.existenz.ch
(In Wirklichkeit gar nicht anwesend.)

Kurzangebundenheit und allfällige Tippfehler sind zu entschuldigen;
diese Mail wurde auf einem iPhone verfasst.

Alle Jahre wieder steigen die Diebstahlraten an…

Was fehlt hier?

Seufz. Es hat mir gefallen, mein schönes Cresta. Ziemlich genau ein Jahr diente es als Ersatz für mein altes Cresta-Bike, das ich zuvor fast ein Jahrzehnt gefahren hatte. Und nun ist es wieder soweit: Wieder am selben Ort, wieder mein Velo obwohl noch drei weitere zu Auswahl standen. Und dieses Mal wäre es sogar abgeschlossen gewesen.

Die obligatorische Meldung bei der Polizei wird schon zur Routine: Auf dem gleichen Posten bei der gleichen Beamtin im gleichen Büro.

Sie erzählte mir dass steigende Diebstahlraten nicht nur bei Velos vor der Weihnachtszeit üblich seien. Zusammen mit der Frühlingdiebstahlwelle sind das offenbar die zwei Jahreszeiten in denen am meisten Delikte begangen werden. „Man stiehlt sich seine Weihnachtsgeschenke.“ meinte sie traurig.

Optimistisch dass auch meine Versicherung gleich unkompliziert wie letztes Jahr verfahren würde, rief ich am nächsten Tag bei der AXA Winterthur-Hotline an. Und wurde prompt enttäuscht.

Beim ersten Velo konnte ich mit Hilfe von Reperaturquittungen belegen dass es sich trotz seiner 10 Jahren in gutem Zustand befand. Mir wurde der Neupreis abzüglich dem Selbstbehalt ausgezahlt.

Dieses Jahr allerdings wird nicht mit dem Neupreis gerechnet, sondern mit dem Preis eines gleichwertigen Modells. Perfiderweise bezieht sich dieser Preis aber nicht auf den Katalogspreis, sondern auf einen tieferen Wert den die AXA Winterthur mit ihrem Velohandelspartner ausgemacht haben. Mein letztjähriges 1000.–Velo ist ihrer Ansicht nach dadurch nur noch 800.- SFr. wert. Wenn ich zusätzlich die 200.- SFr. Selbstbehalt abziehe, erhalte ich noch mickrige 600.- SFr. ausbezahlt.

Alternativ darf ich mich im Webshop für ein marginal schönes blau-oranges-Tour De Suisse-Bike entscheiden, welches ich nicht einmal in Wirklichkeit ansehen darf bevor ich es kaufe.

Seufz. Zuerst mochte ich mich gar nicht wirklich über den Diebstahl ärgern, aber die unkooperative Haltung der Versicherung hat mir doch die Laune etwas verdorben. Und für eine ellenlange Suche nach einem ähnlich attraktiven Velo wie ich sie zuvor besass, bleibt mir auch keine Zeit. Ich habe keine Lust mich jeden Tag in die vollen Schlechtwetter-Trams und -Busse zu zwängen und will endlich wieder durch die Strassen flitzen

(Einzige Satisfikation: Blogeinträge wie dieser tauchen tendenziell hoch in den Google-Resultaten auf wenn jemand in Zukunft nach ‚AXA Winterthur‘ sucht.)

Die SVP hat für uns soeben den Steuerstreit verloren

Im aktuell schwelenden Streit zwischen der Schweiz und einem Teil der OECD-Mitgliedsländern um die internationale Steuerpolitik hat die SVP das Vorgehen des deutschen Finanzministers Steinbrück mit Nazimethoden verglichen.

Leider haben wir damit nach Godwins Gesetz (Auch bekannt unter dem Ausdruck Auschwitzkeule) automatisch den Streit verloren. Zut. Fertig Bankgeheimnis.